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  03.02.2010   11:40   +Feedback

China glaubt dem “Weltklimarat” (IPCC) nicht mehr

Achse-Leser Klaus Griesbach, derzeitiger Wohnsitz Peking, schickt uns heute einen aktuellen Beitrag aus „China Daily“: ”Sceptics turn up the heat“. China Daily ist offizielles “Verlautbarungsblatt” von Partei und Regierung. Climategate und der weltweit neu erwachte Skeptizismus in Sachen Klimaforschung scheinen der chinesischen Politik nicht ungelegen zu kommen – aus welchen Gründen auch immer. Einerseits kommt die Sache natürlich der chinesischen Abneigung entgegen, sich vom Westen irgendwelche Wachstums-Beschränkungen (in Form von Kohlendioxid-Obergrenzen) diktieren zu lassen. Andererseits gibt es offenbar auch in China eine hinreichend qualifizierte Klima-Forschung, die sich nicht westlichen Wissens-Anmaßungen und Klima-Dogmen unterordnen will. Jedenfalls äußern sich eine Reihe chinesischer Wissenschaftler, einige davon Mitarbeiter am IPCC-Bericht, erstaunlich offen zu den Unsicherheiten der Klimaforschung: „Chinese experts, however, have cast doubt on the link between CO2 concentration levels and the global temperature rise over the past 150 years, which has been the basis of arguments over carbon emissions reduction plans in recent years,“ erklärt etwa Ge Quansheng, stellvertretender Direktor des Geographic Sciences and Natural Resources Research der chinesischen Akademie der Wissenschaften und fügt hinzu: “The IPCC report offered no definite scientific basis for the sensitivity of climate change to atmospheric CO2 concentration, although a warming trend was witnessed in the latter half of the 20th century.” Es scheint sich nicht nur ein größeres Selbstvewußtsein der chinesischen Wissenschaftler anzubahnen, sondern auch ein Wandel der Klimapolitik Chinas. Kopenhagen war eben kein Betriebsunfall, sondern offenbar so etwas wie eine Gezeitenwende. Die europäische Politik, die sich munter weiter in ihrer bisherigen Linie verbeißt, sieht schweren Zeiten entgegen.

Das alles führt zu einer ziemlich merkwürdigen Gemengelage. Lubos Motl, Pysiker aus Prag, der einen hervorragenden Wissenschafts-Blog betreibt, beschreibt sie unter der Überschrift „China goes agnostic on Global Wareming“ so: „Aside from China, Russia’s prime minister Vladimir Putin recently argued that Russia has to prepare for global cooling as carefully as for global warming.

I feel that we should be seriously and professionally thinking about the ways to use the political influence of these powers to create the seed of new structures that will eliminate institutionalized yet one-sided climate alarmism from this blue planet because it doesn’t have any right to exist. There’s no doubt that in general, the Western countries are more democratic than the Eastern powers I mentioned. It just happened that when it came to the climate hysteria, it’s the other way around”

(Dirk Maxeiner)


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Kategorie(n): Ausland  Klima-Debatte 

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