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  05.11.2008   19:53   +Feedback

C.C. Malzahn: Crashkurs für den neuen Commander

Obama will mit Iran ohne Vorbedingungen über die Beendigung des Nuklearprogramms verhandeln. Das unterscheidet ihn von McCain und Bush. Eine konkrete Bedrohung Israels durch iranische Atomraketen in Kombination mit einem iranischen Präsidenten, der von der Auslöschung Israels träumt, wird Obama aber genauso wenig akzeptieren können wie ein republikanischer Präsident. Wenn Iran weiter auf seinem Atomprogramm besteht und sich der Konflikt diplomatisch nicht entschärfen lässt, wird ein US-Angriff auf die Atomanlagen in näherer Zukunft fast unvermeidlich sein. Der Commander in Chief hieße Barack Obama.

Die größten Problem aber scheinen in Pakistan und Afghanistan zu liegen. Barack Obama hat bereits bei seiner Rede vor der Berliner Siegessäule deutlich gemacht, dass er als Präsident bereit wäre, auf amerikanische Alleingänge à la Bush zu verzichten. Im Gegenzug erwartet er aber mehr Hilfe aus Europa – und meint damit keine Krankenschwestern, sondern Soldaten. Nicht nur in Deutschland aber sinkt die Bereitschaft, sich am Hindukusch weiter zu verausgaben. Die allgemeine Begeisterung über Obamas Wahl könnte in der Bundesrepublik rapide abnehmen, wenn der neue Präsident seinen militärischen Wunschzettel nach Berlin schickt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,588738,00.html

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Kategorie(n): Ausland 

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