09.10.2012   22:01   Leserkommentare (0)*

Bürger ab 10 000 Euro

Vieles wird durch die Energiewende besser. Gewiß, der Strom wird teurer, aber auch demokratischer. Das zumindest werden alle Propagandisten des Guten nicht müde zu betonen, zumal, seit immer deutlicher wird, wie schlecht der Rest läuft.

Energie kommt, wie es allerorten heißt, ganz egalitär in Bürgerhand, es entstehen Bürgerkraftwerke und Bürgerwindparks. Die neue Bürgerenergiewelt funktioniert nach einem sehr einfach zu begreifenden Muster: Bürger, die über das notwendige Kapital verfügen, zeichnen Fonds, deren Rendite von einer Bürgermehrheit garantiert wird, die zwar keine 10 000 Euro Mindestzeichnungskapital besitzt, dafür aber alternativlos 3,59 Cent pro Kilowattstunde zugunsten von Solarkraftwerken und Waldwindparks ins öffentliche Subventionsnetz einspeist. Am 15. 10. wird die EEG-Umlagenerhöhung bekanntgegeben, aber sie gilt erst ab kommendem Jahr.

Man sieht auf einen Blick, was die grüne Industrie richtig und der Rest falsch macht. Die Deutsche Bank müsste sich einfach in Bürgertransaktionspark umtaufen, um endlich auch bei der ARD, der Süddeutschen und den Grünen etwas Sympathie zu ergattern. Nur an seinem Image als ausgesprochener Billigheimer unter den Bürgerunternehmen hätte das Frankfurter Unternehmen noch zu feilen. Zurzeit kostet die Aktie der Deutschen Bank rund 32 Euro.

Aus einer Pressemitteilung von Green City Energy:

„München, 9. Oktober 2012. Der 16. Bürgersolarpark von Green City Energy ist voll platziert. In weniger als drei Monaten zeichneten rund 320 Anleger das Kommanditkapital von fünf Millionen Euro. Die Solaranlage mit einer Leistung von 7,6 MWp ist komplett fertiggestellt und speist seit Dezember 2011 grünen Strom in das öffentliche Stromnetz ein.

In einer Rekordzeit von weniger als drei Monaten haben die Anleger des Solarparks Weißenfels ein Emissionsvolumen von fünf Millionen Euro gezeichnet. „Wir freuen uns sehr über die schnelle Platzierung“, sagt Marina Dietweger, Bereichsleiterin Ökologische Geldanlagen von Green City Energy. (...) Der Solarpark ist seit letztem Jahr am Netz und damit nicht von den jüngsten Kürzungen der Solar-Einspeisevergütung betroffen.

Das Sonnenkraftwerk in Weißenfels in Sachsen-Anhalts Burgenlandkreis ist mit rund 7,6 MWp der bisher größte Bürgersolarpark von Green City Energy. (...)
„Wer für den Solarpark Weißenfels zu spät kommt, muss trotzdem nicht leer ausgehen“, so Jens Mühlhaus, Vorstand von Green City Energy. „Wir haben einige interessante ökologische Geldanlagen im Bereich Wasser und Wind im Angebot.“ Aktuell besteht die Möglichkeit, sich ab einer Mindesteinlage von 10.000 Euro an dem Wasserkraftfonds Frankreich zu beteiligen. Für den Winter ist außerdem ein Bürgerwindpark im bayerischen Odenwald in Vorbereitung.”

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Kategorie(n): Inland  Klima-Debatte  Wirtschaft 

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