Fundstück 28.04.2012 00:38 +Feedback
Broderismus
Wer sich aber mit dem Broderismus befasst, muss diese Wahrnehmung so ernst nehmen wie die Überzeugung, dass ein iranischer Vernichtungsangriff auf Israel bevorstehe; etwaige Lücken im Modell füllt Broder mit Energien seiner Hass-Mails auf. Nur so kann man verstehen, warum Broder Grass im Buch schon vor dessen Gedicht so unfair angreift… Und dass Broder sogar das wissenschaftliche Bemühen um ein Verstehen der Positionen junger Deutsch-»Araber« in diesem Feld denunzieren zu müssen glaubt, ist niederträchtig, kontraproduktiv. http://www.neues-deutschland.de/artikel/225278.vom-holocaust-zum-ehrenmord.html
Warum ist „Vergesst Auschwitz“ ein blödes Buch? Henryk M. Houdini – der Wortzauberer. Klar, man könnte dem Wüterich auch einfach folgen und Spaß haben, so wie man bei einem Comedian – sagen wir mal – in eine lustige Genderphilosophie einsteigt, Henryk M. Hirschhausen erklärt die deutsche Krankheit „Auschwitz-Komplex“. Eine polternd-intelligente Burleske? Nein, Broders Burleske ist vor allem aus einem Grunde besonders schlecht: Sie ist falsch etikettiert. Da wird eine Kohlroulade voll Schweinefleisch als „gefilter Fisch“ verkauft und der Hefezopf der oberschlesischen Oma kurzerhand als jüdischer Challah feilgeboten. Da wird ein schlappes Argument aufgepumpt mit der nächstbesten Blödheit. http://www.theeuropean.de/alexander-wallasch/10858-broder-buch-vergesst-auschwitz
Dem deutschen Dichter Durs Grünbein fiel in all seiner Sprachgewalt ein subtiles “Weg du, Günter Grass!” ein. Und von Henryk M. Broder konnte man lernen: “Antisemiten suchen die Nähe der Juden, fühlen sich ihnen verbunden - etwa so, wie Kannibalen von Frischfleisch angezogen werden.” Auf diese Weise lässt sich jeder als Antisemit denunzieren. Das ist die Logik von George Orwells “Animal Farm”. So läuft er, der typisch deutsche Ausgrenzungsdiskurs. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1741832/
Blöder Schwätzer, Psychopath, Flachmann, Kretin, Spatzenhirn, Parasit, Astloch des Monats, Jung-Stürmer, Schweinsfuß, Kinder-Stürmer, Anal-Phabet, Irrer, Heuchler, Antisemit, autistischer Schmierant, Lump, Depp vom Dienst, Lump vom Dienst, parasitäres Pack, Gutmenschenpack, präpotenter Schmock… – wer den Sinn der Deutschen für gusseisernen Humor und für Fäkalsprache kennt, den überrascht nicht, dass der Urheber dieser im Blog „Die Achse des Guten“ veröffentlichten Beleidigungen vor ein paar Jahren mit dem Ludwig-Börne-Preis für seine Verdienste um Polemik ausgezeichnet worden ist (in anderen Ländern würde ihm jeder Arzt ein schweres Tourette-Syndrom attestieren). Schon eher verwundert, dass der Autor, Henryk M. Broder, in seinem neuen Buch den Deutschen „Vergesst Auschwitz!“ befiehlt, ohne ihnen nur eine einzige Beleidigung entgegenzuschleudern. Das ist erstaunlich. Er begnügt sich mit Lügen. Auch das entspricht seiner Begabung. http://www.fr-online.de/meinung/auslese-broder-mal-ohne-tourette-syndrom,1472602,15028586.html
Vom selben Autor:
Es wäre demagogisch, Broder und andere deutsche Islamophobe zu geistigen Brandstiftern zu erklären und für Breiviks Verbrechen in Mithaftung zu nehmen. Aber richtig ist eben auch, dass Schriften, wie sie Broder verbreitet, das Entrebillett für den aggressiven Antiislamismus bilden, der nicht nur die deutsche, sondern fast alle europäischen Gesellschaften befallen hat. http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-zum-antiislamismus-breivik-und-broder,1472602,8719080.html
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Kategorie(n): Kultur

