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  13.07.2010   20:38   +Feedback

Blasting Israel - Courting Iran

Benjamin Weinthal

It is a topsy-turvy world when German politicians can issue a cross-party resolution blasting Israel because of its seizure of a vessel carrying Jihadists, but remain silent about the cooperation between taxpayer-funded German television and IRIB. Is that how one is supposed to understand the “German-Israeli special relationship”? http://weeklystandard.com/blogs/why-german-public-television-courting-ahmadinejad-s-media

ZDF-Pressestelle: Ein ganz normaler Besuch
Sehr geehrter Herr Weinthal,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zur Klarstellung: Kollegen des iranischen Fernsehens hatten - wie viele andere TV-Kollegen aus aller Welt - anfgefragt, ob es möglich wäre, bei einem Besuch in Mainz das neue ZDF-Nachrichtenstudio und dessen digitale Möglichkeiten kennenzulernen. Diesem Wunsch sind wir vergangene Woche nachgekommen. Die TV-Kollegen kamen in Begleitung des iranischen Botschafters ins ZDF und besichtigten das Nachrichtenstudio. Besondere Vereinbarungen wurden nicht getroffen.

Mit freundlichen Grüßen
Walter Kehr

SWR-Pressestelle: Business as usual
Sehr geehrter Herr Weinthal,

die iranische Delegation war an den technischen Standards und den
Produktionsbedingungen interessiert.  Daher bekamen sie eine entsprechende
Führung durch den SWR Hörfunk. Führung durch den Hörfunk-Schaltraum,
das SWR1-Sende-Studio sowie Nachrichtenstudio und Studio 5 (Hörspiel).

Zudem hat der SWR die Delegation darüber informiert, dass er seine
unabhängige Berichterstattung aus Iran stärken möchte.  Es soll so die
Berichterstattung über die politische, kulturelle, wirtschaftliche und
religiöse Situation in der Islamischen Republik Iran erweitert werden.

Nur durch eine regelmäßigere Präsenz unseres eigenen
Hörfunk-Korrespondenten vor Ort kann eine umfassendere unabhängige
Berichterstattung gewährleistet werden. Um dies umzusetzen, benötigen wir
die Möglichkeit, jederzeit in das Land ein- und ausreisen zu können sowie
vor Ort ein Büro zu eröffnen.

Es ist unsere ureigenste journalistische Pflicht aus und über Staaten
jeglicher politischer Couleur zu berichten. Unser Interesse ist es daher,
auch die unabhängige, freie Berichterstattung aus dem Iran zu
gewährleisten. Und das können wir nur mit eigenen Korrespondenten vor Ort.

Herr Boudgoust hat bei dem Termin daher sehr klar die Bedeutung der
Pressefreiheit und die Staatsunabhängigkeit des Rundfunk sowie die
Bedeutung eines staatsfernen Rundfunk für die Demokratie herausgestellt und
das Interesse an einer freien Berichterstattung bekundet.

Wie wichtig die Präsenz eines Korrespondenten vor Ort ist, zeigten die
Vorkommnisse bei den Wahlen im Iran. Weil der Fernsehkorrespondenten vor
Ort war, konnte er über die Unruhen nach hiesigen objektiven und
journalistischen Maßstäben berichten.

Mit freundlichen Grüßen,
Ariane Pfisterer
SÜDWESTRUNDFUNK
Leiterin der Pressestelle/
Pressesprecherin

Siehe auch:
Die Journalisten-Organisation “Reporter ohne Grenzen” begrüßt grundsätzlich den Versuch, Voraussetzungen für eine unabhängige Berichterstattung aus Iran herzustellen. Der Empfang des wichtigsten Repräsentanten des iranischen staatlichen Rundfunks sei jedoch der falsche Weg. “Der staatliche Rundfunk ist ein Instrument der Propaganda, Manipulation und Repression ersten Ranges. Nach einem Jahr massiver Zensur und Verfolgung im Iran geht von dem Treffen ein falsches Signal an die Opfer staatlicher Repression aus”, sagte Christian Rickerts, Geschäftsführer der Vereinigung.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,706114,00.html

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Kategorie(n): Inland 

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