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  29.08.2011   12:25   +Feedback

Bequeme Satire im Grünen Reich

Man müsste sich mal den Spaß machen und aus Titanic alles herausstreichen, was nur politisch linkskorrekt ohne einen weitergehenden Einfall ist. Das Heft würde um einiges dünner, aber besser.
Eine schöne Entlastung wäre der Wegfall der doppelseitigen Verstopfung von Stefan Gärtner, der in seiner Kolumne zum jeweiligen Thema zuverlässig die bequemste aller denkbaren Meinungen verhämmert. Die Überraschung besteht lediglich in dem Thema, was er sich nun wieder draufgezogen hat—von Susanne Osthoff geht mich nichts an bis die Stasi-Jäger sind olle Deppen. Wie zur Tarnung der Bequemlichkeit schlägt er den Ton eines schreibenden Wutbürgers an, der noch zorniger ist als die durchschnittlichen Leser, weil er noch mehr darüber gelesen hat und die Bezüge durchblickt. Es soll nach Arbeit und Mühe aussehen, das Risikoärmste zu vertreten.
Wenn die Leser das so wollen und ihre outgesourcte Wut als Dienstleistung kaufen, ist natürlich allen geholfen.
Man kann sagen, man hat Karl-Eduard von Schnitzler Unrecht getan, als man ihn nach drei Titanic-Kolumnen absetzte.

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Kategorie(n): Satire 

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