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  10.12.2008   00:52   +Feedback

Begriffsbestimmung Islamophobie

Wer nicht als rassistisch gelten möchte, tut gut daran, auch keine Religionen zu beleidigen, höchstens solche, die einen Papst haben oder Bischöfe, weil unsere Generation unter denen zu leiden hatte. Was aber hat Islamophobie mit Rassismus zu tun? Die Kölner Großmoschee wird von Ditib aufgestellt, Ditib ist eine türkische Behörde, die Türkei ist das Heimatland des Migrationshintergrundes, Migrationshintergrund ist das Erklärungsmuster für Nichtsdafürkönnen aufgrund seltsamer Kultur, und Kultur ist die neue Rasse.
Der Begriff Islamophobie ist angeblich von Khomeini eingeführt worden, um

die Probleme mit dem real existierenden Islam denen anzulasten, die damit ein Problem haben und ansonsten keine Ahnung, denn über Islam, Koran, Mohammed und Allah gibt es überhaupt keine sicheren Erkenntnisse unsererseits, weshalb jedes Urteil als vorschnell und nicht fundiert zurückgewiesen werden kann. Auch vom Dschihad wird ein völlig falsches Bild vermittelt, von den Medien, denn, so versichern beamtete Islamologen, der Dschihad sei die innere Anstrengung zum Glauben. Diese frohe Botschaft glauben wir gern, noch schöner wäre nur, ihre Verkünder würden sie nicht uns erzählen, sondern den Koranschülern in Pakistan.
Die Probleme, die wir mit dem Islam haben, sind keine religiösen Probleme. Im Gegenteil; wie schön wäre es, im theologischen Disput die Ansichten zu vergleichen, schlimmstenfalls finden sich beide oder alle Seiten in ihrer Auffassung von Gott bestärkt.
Blöd ist auch, dass die islamische Kultur gegen alles steht, was jemals links war - Gleichberechtigung der Frauen, Dialogfähigkeit, sexuelle Selbstbestimmung, Multikulti, Freiheit des Einzelnen, Pazifismus - jedenfalls, wofür Links früher stand, bevor sich offenbarte, dass damit Verantwortung verbunden ist. Mittlerweile positioniert man sich lieber als unangreifbar unrassistisch, als sich mit dem Sicherheitsfanatismus von rechten Busfahrern zu befassen.
Der Konflikt zwischen gutem Gewissen und bösen Wirkungen lässt sich nur mit einer klaren Definition lösen. Ab jetzt, bitte mitschreiben, hat Islamophobie nichts mit Feindschaft gegen Moslems zu tun, sondern bedeutet die innere Anstrengung, nicht frauenfeindlich, nicht gewalttätig, nicht fanatisch und nicht antisemitisch zu sein.

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