Fundstück 27.01.2012 23:31 +Feedback
Auschwitz mon amour
Das Gedenken an die Opfer des Naziregimes im Deutschen Bundestag am Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee gehört zu den unveräußerlichen Traditionen unseres Parlaments. http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Auschwitz-Gedenken-Mehr-als-Erinnerung-article5341141.html
Es herrscht eine Atmosphäre gespannter Erwartung. Dann geht ein Raunen durch die Reihen, die Abgeordneten erheben sich. Marcel Reich-Ranicki erscheint am Arm des Bundespräsidenten Christian Wulff, an seiner Seite Bundeskanzlerin Angela Merkel. Reich-Ranicki, der Überlebende des Warschauer Ghettos, wird heute die Rede zum Gedenktag halten. http://www.welt.de/politik/deutschland/article13837166/Das-unheimliche-Klicken-der-Kameras-im-Bundestag.html
Diese Feierstunde hatte, wie ihre Vorgänger, auch etwas Schales. Denn es ist zwar honorig, aber nicht schwer, an diesem Tag einem Angehörigen des damaligen Opfervolkes das Wort zu geben, ihn auf die Bühne zu heben, ihn für uns alle sprechen zu lassen.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13837737/Die-Rede-eines-Taeters-waere-ein-ueberfaelliger-Akt.html
Marcel Reich-Ranicki berichtete mit mühsamer Stimme von Erinnerungen, in denen fotografierende SS-Männer eine Rolle spielen. Weshalb ist der Deutsche Bundestag an einem solchen Tag nicht in der Lage, im Parlament einen angemessenen Kleidungs- und Verhaltenskodex durchzusetzen?
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13837695/Beschaemende-Peinlichkeiten-bei-Holocaust-Gedenken.html
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Kategorie(n): Inland


