Richard Wagner 12.05.2009 06:18 +Feedback
Abriss des Kölner Doms beschlossen!
Köln, 12.05.2019
Der Beschluss wurde vom Stadtrat mit großer Mehrheit in der Nachtsitzung nach der gemeinsamen Beteiligung am Freitagsgebet genehmigt. Dagegen haben nur die Abgeordneten der rechtspopulistischen Bürgerinitiative „Unser Dom – Unser Leben“ gestimmt. Sie wird bekanntlich seit Jahren schon vom Verfassungsschutz beobachtet.
Einzelne Abgeordnete der CDU haben sich wohl der Stimme enthalten. Der Fraktionsvorsitzende der Partei hat sich dafür bei den muslimischen Mitgliedern entschuldigt. Er schäme sich für das Verhalten seiner Parteifreunde, ein Parteiverfahren gegen diese werde es aber trotzdem nicht geben, sagte der Kommunalpolitiker am Montag auf Anfrage. Ein solches war von muslimischen Mitgliedern der CDU am Wochenende gefordert worden. Die Forderungen kommen aus einem Netzwerk von CDU-Politikern türkischer Herkunft, die im vergangenen Jahr die Änderung des Parteinamens in „Christliche und Muslimische Demokratische Union“ (CMDU ) beantragt hatten.
Die SPD betonte in ihrer Erklärung zum Stadtratsbeschluss, dass es bei dem Domabriss nicht nur um die Beseitigung einer steingewordenen Beleidigung der religiösen Gefühle der muslimischen Bürgerschaft gehe, sondern auch um die Verurteilung einer fatalen christlichen Tradition von Kreuzzug und Zwangsmission, Kolonialismus und Versklavung der Völker in der Dritten Welt, die ihr Symbol in dem Kirchenbau gefunden habe. Der SPD-Sprecher sieht in dem Beschluss des Stadtrats einen klaren Sieg der Vernunft. Er dankte ausdrücklich den Führern der „Islamischen Bruderschaft“, die die Initiative auf den Weg brachten und damit die lange schon fällige Korrektur im Geschichtsbild der Stadt ermöglicht hätten. Den muslimischen Mitbürgern sei es zu verdanken, dass die großen Ziele der Aufklärung, die in Deutschland nie ganz durchgesetzt werden konnten, endlich eine reale Chance bekommen.
In der Frage der Laizität des Staates könne man im Übrigen viel vom türkischen Modell lernen. Eine SPD-Abgeordnetengruppe werde demnächst zu einem einschlägigen Arbeitsbesuch nach Kayseri, die anatolische Partnerstadt Kölns, reisen. Dieser Erklärung schloss sich ohne Vorbehalt die im Stadtparlament nicht vertretene Linke an, auch als „Toskana-Bolschewiki“ bekannt.
FDP und Grüne begrüßten in einer gemeinsamen Erklärung den Beschluss zum Abriss des Doms. Endlich falle die Maske des rheinischen Obskurantismus, rief die Sprecherin des liberalen Parteienbündnisses sichtlich bewegt in den Saal der Pressekonferenz. Handel und Wirtschaft könnten davon nur profitieren. Grün habe Zukunft, Gelb auch! Sie sprach sich für ein weltoffenes, multikulturelles Köln aus.
Als Hommage an die muslimischen Frauen der Stadt trug sie bei ihrem Auftritt ein Kopftuch und betonte, dass sie dieses nicht nur zum heutigen Anlass trage, sondern auch sonst im Alltag, und zwar immer öfter, und dadurch einen ganz neuen Blick auf die Beziehungen zwischen Männern und Frauen bekommen habe. Es sei für sie eine spannende Erfahrung. Sie fühle sich keineswegs gedemütigt, vielmehr habe sie das Glück der Demut erfahren dürfen. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu, mahnte sie abschließend.
Die Ausschreibung für den Abriss des Doms soll bereits in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.
(Achtung Satire! FSK 18/ Anmerkung gemäß Pressegesetz vom 23.03.2018)


