Fundstück 24.02.2012 18:03 +Feedback
Aachen immer närrischer
Im Aachener Karneval hat es einen Eklat gegeben. Offenbar wurde einem Rechtsradikalen in Aachen-Richterich ein Karnevalsorden verliehen, weil es keine Übergriffe gegen einen dunkelhäutigen Prinzen gegeben habe. Dies erfuhr das WDR-Studio Aachen am Freitag. Laut “Aachener Zeitung” sei der Orden ein “Dank” dafür gewesen, dass “nichts passiert sei”. Der inzwischen zurückgetretene Karnevalspräsident der Gesellschaft Koe Jonge gab an, er habe “aus einer Emotion heraus gehandelt”. http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt3850.html
Gleich nach der Ordensübergabe verließen zwei Vorstandsmitglieder die Bühne, “zwei Richter, die Jens B.s Gesinnung kannten”, so Ungermann. Sie sei oben geblieben, “aus Solidarität mit Balam”. Präsident und Vorstand absolvierten auch noch die beiden Karnevalszüge und die Inthronisation des Prinzen an Rosenmontag: so lange gab es auch keine Veröffentlichungen in der Presse. Am Dienstag (21.02.2012) traten sie dann zurück, der Präsident verließ zugleich den Verein. Ungermann: “Für uns ist das sehr tragisch. Wir wollten etwas gegen die rechte Gewalt tun und zeigen, dass auch ein afrikanischer Prinz mit afrikanischem Hofstaat Karneval feiern kann. Das haben wir auch getan. Gleichzeitig haben wir aber den Rechten eine große Bühne geboten.” Wird Jens B. der Orden wieder abgenommen? “Das bringt nichts, die Fotos sind längst gemacht, das wird ordentlich ausgeschlachtet”, vermutet Ungermann. http://www1.wdr.de/themen/panorama/karnevalsorden110.html
Laut Medienberichten hat am Samstag vor Rosenmontag der Vereinsvorsitzende der KG Richterich 1956 “Koe Jonge”e.V. bei einer Karnevalsfeier in einem Festzelt vor etwa 1000 Zuschauern einem ortsbekannten Rechtsextremen, der sogar in der Hooligan-Szene bekannt sein soll, den “Gesellschaftsorden” der KG überreicht, aus Erleichterung und Dank dafür, dass die Session glatt und ohne rechte Pöbeleien über die Bühne gegangen ist, obwohl der Prinz des Vereins Balam I. aus Afrika stammt. http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/02/24/oche-alaaf/
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Kategorie(n): Inland


