02.09.2014   23:38   Leserkommentare (0)*

Öl ins Feuer

Es gibt eine Magie der Zahlen. Die Mörderbanden des Islamischen Staates treiben im Irak 800.000 Flüchtlinge vor sich her. In der Ukraine sind über eine Million Menschen auf der Flucht. Auf 800.000 bis eine Million wird die Zahl der Palästinenser geschätzt, die im Zuge der Kämpfe um die Gründung Israels aus ihren Dörfern und Städten vertrieben wurden oder geflohen sind. Aus diesen 800.000 - 1.000.000 wurden im Laufe der Jahrzehnte vier bis fünf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, zu deren Versorgung eine UN-Agentur gegründet wurde, die seit über 60 Jahren dafür sorgt, dass sich am Status der Almosenempfänger nichts ändert. Denn die UNRWA ist der größte Arbeitgeber im ganzen Nahen Osten, in Gaza ist sie faktisch mit der Hamas identisch. Und wenn in einer UNRWA-Schule zufällig Raketen gefunden werden, werden sie umgehend an “die Behörden” übergeben, also an die Hamas.
Nun warten wir erst einmal ab, ob zur Versorgung der irakischen und ukrainischen Flüchtlinge ebenfalls Spezialagenturen gegründet werden. Ob irgendwelche Antiimps aus Freiburg, Göttingen oder Kassel Solidaritätskomitees gründen und Schiffe chartern werden, um die Flüchtlinge mit versifften Spielsachen, abgelaufenen Medikamenten und kaputten Rollstühlen zu versorgen. Denn auch der IS und die Freunde der ukrainischen “Separatisten” unterhalten in der Bundesrepublik ihre Netzwerke. Ein Kretin der Linkspartei, der immer so wirkt, als wäre er als Kind nicht oft genug gebadet worden, hat Joachim Gauck vorgeworfen, ”Öl ins Feuer eines europäischen Konflikts” zu gießen. Etwas subtiler hat der Prantl den “unbesonnenen Präsidenten” abgewatscht. Gauck habe “kein einziges Wort darüber” verloren, “welche Traumata der Krieg in Russland hinterlassen hat”.
Bleibt nur noch die Frage, welche Traumata die IS-Killer durchgemacht haben. Auch das wird uns Prantl demnächst bei einer Maß Bier auf dem Oktoberfest erklären.

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Kategorie(n): Ausland 

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