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04.03.2011   16:24

Das Gehirn und das Herz der Welt

Hussein Taeb ist ein Kleriker vom religiösen Rang eines Hojatulislam. Er ist zudem Direktor der Geheimdienstabteilung der iranischen Revolutionsgardisten. Er hat düstere Visionen und geht davon aus, dass die US-amerikanische Regierung etwa in einem Jahr einen “samtenen Putsch” im Iran durchführen wolle, berichtete Farsnews am 2. März 2011. Die US-Regierung wolle in den kommenden Monaten zunächst neue Sanktionen gegen den Iran durchsetzen. Dann würden weitere Schritte folgen.


Er geht davon aus, dass die USA seit Jahren “Netzwerke im Iran aufgebaut haben”. Diese seien mit dem Beginn der letzten Präsidentschaftswahlen aktiv geworden und haben die Aufstände organisiert, so der iranische Staatskleriker und Geheimdienstchef.
Taeb sagte zudem: “Die Amerikaner haben bei ihrer Strategie für das 21. Jahrhundert erklärt, dass sie in diesem Jahrhundert nicht nur den Westen, sondern die ganze Welt führen wollen.” Taeb glaubt, dass die US-Amerikaner diese Ziele mit zwei Projekten erreichen wollen: Einmal mit dem Konzept des “Global …

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25.02.2011   01:16

Die Zerschlagung der Zivilgesellschaft

Hojatuleslam Mostafa Purmohammadi hat schon hohe Ämter im Iran bekleidet. Er war Geheimdienstminister und Innenminister. Falls es eines Tages einen internationalen Strafgerichtshof für den Iran geben sollte, würde Purmohammadi ein Kandidat für die Anklagebank sein. Heute ist er der Chef des iranischen Zollamtes, kümmert sich aber auch um Fragen der Aufstandsbekämpfung. Er ist der Meinung, dass die „Aufstände zu Ende“ seien, wie ISNA am 22. Februar berichtete.

Der Feind müsse erkannt werden und er solle keine Bewegungsfreiheit erlangen, meint Purmohamadi.

Ferner ist er der Überzeugung, dass die Aufstände in der arabischen Welt sich nur gegen den Westen richten und daher will er Konsequenzen ziehen, um die Aufstände im eigenen Land zu zerschlagen. Denn seiner Meinung nach seien die iranischen Aufstände vom Westen gelenkt, im Gegensatz zu den arabischen Aufständen, die sich gegen den Westen richteten. Daher müsse man die Führung der iranischen Aufstände als „Konterrevolutionäre“ bezeichnen …

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18.02.2011   22:15

Die Diktatur braucht Märtyrer

Die Montagsdemonstration in Teheran wurde im Keime erstickt. Es waren Zehntausende. Die Demonstration wurde im Vorfeld aufgelöst.

In Facebook hat ein Exiliraner zwei Kommentare von jungen Iranern aus dem Iran erneut auf seiner Seite veröffentlicht. Der Exiliraner schreibt in Facebook auf Persisch: „Das Klima im Iran ist schrecklich. Diejenigen, die nicht im Iran sind, regen sich auf und diejenigen, die im Iran sind, suchen mit aufgerissenen Augen nach denjenigen, die verloren gegangen sind. Sie wollen uns zufrieden stellen, weil sich ein paar Spaziergänger frei bewegen. Einer derjenigen, die gestern Abend nicht mehr nach Hause gekommen ist, hat in Facebook folgende Zeilen geschrieben: Sie haben dich und die Freiheit mitgenommen. Ich denke an Dich und an die Freiheit. Gibt es eine noch stählernere Handschelle als solche Gedanken?“ Der Exilant veröffentlicht erneut eine andere authentische Stimme aus dem Iran: „Das Ziel des Regimes ist dieses Mal die totale Auflösung des …

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08.02.2011   20:09

Halbavi wünscht Ägypten einen ebenso guten Präsidenten wie Ahmadinejad

Kamal Al-Halbavi ist ein hochrangiges Mitglied der ägyptischen Muslimbruderschaft. Er hat Hoffnung, dass Ägypten eines Tages einen ebenso guten Präsidenten wie Ahmadinejad bekommen werde.

Gewiss ist die Zukunft der arabischen Welt offen. Der negative Einfluss der khomeinistischen Propaganda auf die arabischen Massen ist dabei nicht zu unterschätzen. Am letzten Freitag hielt der iranische

Revolutionsführer Ali Khamenei einen Teil seiner “Predigt” sogar auf Arabisch, in der Hoffnung, dass die arabische Welt ihn hören werde. Er wurde gehört. Die ägyptische Muslimbruderschaft bedankte sich offiziell bei Ayatollah Khamenei für seine Unterstützung.

Ali Khamenei griff bei seiner Freitagspredigt den ägyptischen Präsidenten an und nannte ihn “Na-Mubarak”. Mubarak heißt auf Persisch segensreich. Auch Khamenei bezweifelt seinen Segen. “Na-Mubarak” bedeutet segenlos.

Khamenei betonte bei seinem Freitagsgebet, dass die islamische Revolution von 1979 ein Höhepunkt des islamischen Erwachens gewesen sei, das sich nun in der arabischen Welt fortsetze.

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03.02.2011   20:54

Die Explosion von Lichtstrahlen

Die iranischen Nachrichtenagenturen bejubeln die ägyptische Revolution und propagieren, dass das Modell der islamischen Revolution im Iran sich heute erfolgreich in Ägypten durchsetzen könne.

Der iranische General Safavi sagt, dass die „Freiheit der muslimischen Völker die Frucht des Blutes der Märtyrer der islamischen Revolution im Iran“ sei, berichtete Farsnews am 2. Februar. Safawi zufolge habe die islamische Revolution von 1979 einen Modellcharakter für die ägyptischen Revolutionäre. Ferner sagte Safawi: „Unsere Revolution fand auf der Grundlage der islamischen Schule statt. Daraus ging ein politisches System hervor, eine religiöse Volksherrschaft. Dieses politische System kann sich auch in anderen Staaten durchsetzen. Die islamische Revolution hat die Geschichte der Welt verändert.“

Der Ex-Staatsminister Mostafa Purmohammadi ist bekannt für seine Verantwortung für massive Menschenrechtsverletzungen im Iran. Dennoch will er die Welt im Sinne des totalitären Ideologen Ayatollah Khomeini verändern.

Purmohamadi sagte am 2. Februar, dass die „islamische Revolution heute …

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01.02.2011   21:57

Die Achse des Islam

Die iranischen Machthaber schauen hoffnungsvoll auf die neue Massenbewegung in der arabischen Welt. Eine neue Achse des Islam sei im Entstehen begriffen.
Der iranische Ayatollah Seyyed Ahmad Khatami predigt regelmäßig bei den sogenannten Freitagspredigten in Teheran, wo seit der islamischen Revolution von 1979 regelmäßig „Tod Israel und den USA“ gebrüllt wird.

Am 28. Januar betete Ayatollah Khatami die „neue Achse des Islam im Nahen Osten“ herbei. Für ihn zeichnet sich eine solche Achse infolge der Protestbewegung in Tunesien, in Ägypten, in Jordanien und in Jemen ab, berichtete IRNA. Ayatollah Khatami sprach den früheren US-amerikanischen Präsidenten Bush an und sagte: „Er hatte die Perspektive eines neuen Nahen Osten in Aussicht gestellt. Er glaubte, dass er und die Zionisten die Region kontrollieren werden. [...] Ich spreche es direkt aus. Der Nahe Osten wird sich als eine Achse des Islam, als eine Achse der Religion und der religiösen Volksherrschaft …

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24.01.2011   20:01

Der Iran will es wissen

Die internationalen Verhandlungen mit dem Iran sind gescheitert. Ahmadinejad fordert, dass die 5+1 Gruppe sich vom Druck der Zionisten und der Kolonialstaaten lossagt und die Urananreicherung des Iran bedingungslos akzeptiert.

Das khomeinistische iranische Regime fordert, dass die Verhandlungspositionen der 5+1-Gruppe sich ändern müssen. Dabei sei die iranische Haltung gerecht. Der Westen müsse noch gerecht werden.

Die Atomverhandlungen in Istanbul waren auch ein Thema des Freitagsgebets am 21. Januar. Ayatollah Imam Kashani forderte schon am ersten Verhandlungstag bei seinem Freitagsgebet in Teheran: “Ich hoffe, dass der Westen von den bisher aufgetretenen Problemen lernt und endlich aufwacht und die Verhandlungen in die richtige Richtung lenkt.” Er garantierte, dass der Iran sich von den Sanktionen nicht beirren lassen werde, denn die Sanktionen würden nur “ihnen selbst Probleme schaffen und ihnen noch mehr Arbeit machen,” berichtete Farsnews.

Der iranische Atomunterhändler Said Jalili nahm zur gleichen Zeit an einem …

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20.01.2011   00:47

Afghanistan will Handelsbeziehungen mit Iran abbrechen

Die afghanische Handelskammer hat dazu aufgerufen keine iranischen Waren mehr zu kaufen, falls der Iran weiterhin den Transit von Brenn- und Treibstoff nach Afghanistan blockiert.

Afghanische Unternehmer wollen keine iranischen Waren mehr kaufen, berichtet die afghanische Zeitung „Haschte Sobh“ („8 Uhr“) am 19. Januar. Qorban Haghjoo, Direktor der afghanischen Handelskammer sagte: „Kauft keine iranischen Waren. Dies wird Druck auf die iranische Wirtschaft ausüben. Afghanistan kann 90 Prozent der aus dem Iran importierten Waren im eigenen Land herstellen,“ berichtet „Haschte Sobh“.

Das afghanische Handelsministerium sagt, dass in diesem Jahr 40% weniger Brenn- und Treibstoff als im letzten Jahr auf dem afghanischen Markt sind. Dies wird auf den reduzierten Import zurückgeführt, woraufhin massive afghanische Proteste in den letzten Wochen entstanden. Iran sagt dagegen, die antiiranischen Proteste in Afghanistan würden von der NATO, England und Israel gesteuert werden.

Die afghanische Zeitung „Haschte Sobh“ („8 Uhr“) berichtete am …

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