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Beiträge von  

  30.10.2014   12:35   Leserkommentare (im Wartemodus)

Kindern Eisbären aufbinden

Heute ist Weltspartag. „Besonders Kinder“ lieben ihn, glaubt die „Weser-Elbe Sparkasse“, denn: „Schon seit nunmehr 90 Jahren werden sie bei den Sparkassen an diesem Tag mit einem Geschenk für ihr eifriges Sparen belohnt.“ Und weil man wenigstens unseren Lütten noch den Bären aufbinden kann, dass sich Sparen in Nullzinszeiten lohnt, sind die Anzeigen der Kasse zum Weltspartag mit dem Foto eines kleinen Eisbären bebildert. Der hockt traurig auf einer winzigen Scholle und klammert sich an ein Sparschwein mit dem Sparkassen-Logo. Die Botschaft leuchtet sogar einem Dreikäsehoch ein: Wenn’s hart kommt, brauchen wir was Eingemachtes.

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Kategorie(n): Klima-Debatte 

  28.10.2014   23:54   Leserkommentare (1)

Stecker raus

Der Tesla „ist ein Viertwagen für Reiche, die noch eine S-Klasse, einen Lamborghini und einen Porsche Cayenne in der Garage haben. Der Tesla S ist ein Spielzeug und ein Image-Booster“ („stern.de“). Das vermeintliche Elektrowundermobil, auf das politisch-korrekte Internet-Milliardäre und Showstars fliegen, gilt auch deutschen „Stromer“-Enthusiasten als Hoffnungsträger. Warum beim kalifornischen Leuchtturmprojekt demnächst vielleicht der Stecker raus ist, lesen Sie hier:
http://www.stern.de/auto/news/tesla-elon-musk-springen-die-investoren-ab-2148577.html

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Kategorie(n): Wissen 

  24.10.2014   08:17   Leserkommentare (6)

Wenn der Klimaschutzmann kommt

Die globale Temperatur steigt seit 16 Jahren nicht mehr? Unsinn! Auf dem Mainzer Lerchenberg klettert die Quecksilbermarke rapide. Beweis: In der jüngsten Folge der ZDF-Serie „Kripo Holstein - Mord und Meer“ entdeckt ein Polizist Furchtbares: Vor einem Bauernhof im winddurchfluteten Plattland parkt ein Volvo - mit laufendem Motor! Der junge Beamte pocht an die Hoftür. Eine Schwangere öffnet. „Machen Sie bitte den Motor Ihres Wagens aus, wegen der Umwelt“, fordert der Klimaschutzmann. Und legt ökopädagogisch nach, mit Blick aufs Bäuchlein der Bäuerin: „Und wegen der künftigen Generationen.“ Höchste Zeit, energisch gegen die Klimakatastrophe vorzugehen. In den Hirnschalen mancher Drehbuchschreiber köchelt’s wie in einem Thermomix.

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Kategorie(n): Kultur 

  21.10.2014   10:45   Leserkommentare (5)

Immer diese Jugendlichen!

Das vergangene Wochenende war im Norden wunderschön, wettermäßig. „Und es war Sommer – Hamburg genoss rekordverdächtigen Traumtag“ jubelte die „Hamburger Morgenpost“ am 20. Oktober über ihre ganze Seite 7. Ein Foto zeigte Kerstin (28), Julia (27) und Christina (28), die mit Hund Lui „nach einer Partynacht die Herbstsonne am Elbstrand genießen“. War sonst noch was los an diesem Wochenende in der hanseatischen Spaß-Metropole? Nun ja, da gab es diese Marginalie, auf Seite 9 zwischen Lufthansa-Streik und Ebola gequetscht, Überschrift: „Jugendliche verprügeln Mann“. Was hatten Lennart, Torsten, Max, Maik und Malte denn da wieder angestellt?

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  16.10.2014   12:08   Leserkommentare (12)

Fräck ju, Panorama!

Im öffentlich-rechtlichen Bezahlfernsehen geschah unlängst Unerhörtes. Zwei Politmagazine, zwischen die ideologisch normalerweise keine Telefonbuchseite passt, kabbelten sich über das so genannte Fracking. Beim Fracking handelt es sich um eine in den USA weit fortgeschrittene Technologie der Schiefergasgewinnung aus großen Tiefen. Sie hat dafür gesorgt, zusammen mit anderen Umständen, dass trotz des Chaos im Nahen Osten und in der Ukraine Öl und Gas derzeit nicht teurer, sondern etwas billiger werden. Daher gibt es gegen das Fracking erbitterten Widerstand aus der grünen Szene. In Deutschland, wo seit 1961 in geringem Umfang gefrackt wird, wollen Energiefirmen jetzt größere Gasmengen fördern. Das geht natürlich gar nicht.

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  14.10.2014   09:16   Leserkommentare (2)

Ein Bild sagt mehr als tausend Tote

...sofern es sensibel kommentiert wird. Das Bild: Ein beeindruckendes Doppelseitenfoto in einem deutschen Magazin*, aufgenommen aus der Vogelperspektive. Es zeigt sehr viele gläubige Menschen bei der Feier ihres höchsten Festes. Der Kommentar dazu schließt mit einem Satz für die Ewigkeit: „All dies ist eigentlich eine Demonstration der Frömmigkeit der Pilger und der Größe ihrer friedlichen Religion“.

Und jetzt raten Sie mal, was das Foto zeigt:

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Kategorie(n): Kultur 

  11.10.2014   10:16   Leserkommentare (3)

„August-Erlebnis“. Ende einer Legende

Aber anfangs haben alle den Krieg bejubelt, besonders in Deutschland, oder? Wenn es um den Beginn des Ersten Weltkrieges geht, fallen uns Bilder aus Schulbüchern oder Fernsehdokumentationen ein. Fotos von Männern, die auf Plätzen und in Parks wie besoffen Hüte in die Luft werfen und Gazetten mit der Kriegserklärung schwenken. Andere Fotos zeigen lachende junge Soldaten, die vor Eisenbahnwaggons posieren. Auf den Waggons die Kreideparole: „Nach Paris!“ Was die Bilder in ihrer Zeit erzeugten und was sie noch immer nähren: Die scheinbare Gewissheit, der Kriegsausbruch im August 1914 sei von den allermeisten Deutschen herbeigesehnt worden. Wie eine Erlösung sei er über die Menschen gekommen. Viele hätten ein (später von Intellektuellen so getauftes) „Augusterlebnis“ gehabt, eine Art patriotischen Kick.

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Kategorie(n): Kultur 

  09.10.2014   23:39   Leserkommentare (3)

Visionen fetzen nicht

„Frösche petzen nicht“ ist eine wirre Krimikomödie von 2010 aus dem Nachlass der gewesenen NDR-Fernsehfilmchefin Doris J. Heinze, die 2012 wegen Bestechlichkeit, Betrug und Untreue zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Gestern lief der Streifen im NDR. Es geht darin unter anderem um ein visionäres Wüstenstromprojekt („Wir verändern die Welt, und zwar grundlegend“), welches „große Energiekonzerne“ verhindern wollen. Nun kann man im fiktionalen Bereich jedweden Schwachsinn produzieren. Bloß sollte man den Mist nicht ausgerechnet ausstrahlen, wenn am Vortag die Wirtschaftsmedien meldeten, dass „Desertec“, die realschwachsinnige Vorlage für den Plot, an der sich auch megaschwachsinnige deutsche Energie- und Industriekonzerne beteiligt hatten, just in den allerletzten Zügen liegt. Aber kann man von einer Anstalt...

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Kategorie(n): Kultur