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17.08.2007   14:36

KEine Herrenreiterin auf Kuba :  Ariadne von Schirach schreibt die Castro-Diktatur schön

Frau von Schirach reist im Auftrag des „Focus“ nach Kuba und tut dort, was sie anscheinend überall am liebsten tut, ausreiten und die Welt aus abgehobener Perspektive betrachten. Zwar muss sie bedingt durch die lokalen Gegebenheiten, mit einem „mageren Pferdchen“ vorlieb nehmen, aber galoppieren verbietet sich sowieso, den Kuba „entschleunigt“ Es geht nur geschäftiger zu , wenn es morgens mal was in den Läden zu kaufen gibt oder „man sich in den Höllenkreisen des Tourismus bewegt“. Die Kubaner ,wenn sie nicht träge im Lehnstuhl sitzen, sind gezwungen, mit Touristen „rumzuhängen“, wobei sie entweder wie Schauspieler posieren oder diese unappetitliche Spezies begleiten bzw. beschlafen, um ihren dürftigen Lebensunterhalt zu verbessern. Fidel Castro kann leider nicht mehr für sein Volk tun, er muss das Land verkommen lassen, denn schließlich haben die Amerikaner eine Blockade verhängt. Nur Fidel, so hat Frau von Schirach von oben herab herausgefunden, kann Kuba davor bewahren, zum „Billig-Mallorca“ …

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12.08.2007   13:02

Sonntagslektüre:  Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem

Den heutigen Artikel von Ralf Giordano in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“sollte niemand verpassen. Giordano erklärt anlässlich des Streites um die Großmoschee in Köln, warum der Islam, nicht die Moschee das Problem ist. Ein eindrucksvolles Plädoyer für ein Ende der Multikulti- Illusionen.
Es „ist ein verdrängtes, hochexplosives Thema deutscher Innenpolitik in das öffentliche Bewusstsein katapultiert worden. Und ich werde mir auch weiterhin von der Seele schreiben, was dabei ist, mich in einem späten Abschnitt meines Lebens das Fürchten zu lehren: der politische Islam und seine Funktionsträger, die grüne Blauäugigkeit deutscher „Umarmer“ und die Sirenentöne der professionellen Taqiyya- Rhetoriker. Und wenn es denn der Preis sein sollte, in diesem Konflikt Freunde zu verlieren und persönlich bedroht zu werden, dann bin ich bereit, ihn zu zahlen.”

http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx2={3A2D42A4-9CAB-56FA-841C-F0470570A941}&rub={E3C3C617-6BD4-497B-8E43-BEC78289CFD1}

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11.08.2007   11:31

Ulrich Plenzdorf ist tot, Charly ist schwer krank, aber die Rolling-Stones geben noch Konzerte

In diesem für die Klimaerwärmung untauglichem Sommer sterben auffällig viele Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller. Nun auch Ulrich Plenzdorf, der erste Ost-West-Autor.  Berühmt wurde er mit „Die Neuen Leiden des jungen W.“, das als Buch und Theaterstück in beiden Hälften Deutschlands Furore machte, weil es den Gefühlen der Jugendlichen in beiden deutschen Teilstaaten gleichermaßen entsprach. Damit widerlegte Plenzdorf schon 1973 nebenbei die Legende, das deutsche Volk rechts und links der Mauer hätte sich durch die Trennung so auseinander entwickelt, dass es geradezu verschiedene Sprachen spräche. Mit den „Neuen Leiden des jungen W.“, das in dreißig Sprachen übersetzt wurde, landete Plenzdorf einen der wenigen Welterfolge der DDR-Literatur. Sein Drehbuch zum Film „Paul und Paula“ konnte an diesen Ost-West-Erfolg anknüpfen. Das von Heiner Carow gedrehte Meisterwerk ist noch heute, nach über dreißig Jahren, in den Programmkinos zu sehen.
Sein DDR-kritischstes Buch, „Kein runter kein fern“ gewann zwar den Ingeborg-Bachmann-Preis, blieb aber …

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06.08.2007   13:33

Worpswede, Fischerhude und was man in Künstlerdörfern über die Diktaturen lernen kann

Worpswede und Fischerhude liegen keine vierzig Kilometer von Nartum entfernt. So nah war ich Worpswede, das zu DDR-Zeiten zu den unerreichbaren Orten meiner Träume gehörte, noch nie gekommen. Also fuhr ich kurz entschlossen hin. Der Sommer hatte gerade eine Pause gemacht und die meisten Touristen in andere Gegenden geführt, so dass ich am Vormittag das Dorf nur mit den Einheimischen teilen musste. Zufällig parkte ich direkt gegenüber dem Modersohn-Haus und konnte meine Tour mit einer der Ausstellungen beginnen, die anlässlich des hundertsten Todestages von Paula Modersohn-Becker hier und in Bremen stattfinden. Vom ursprünglichen Haus ist mehr zu erahnen, als wirklich zu sehen. Aber der Leuchter mit dem Engel ist noch da, den Otto Modersohn schmückte, als Paula nach langem Wochenbett erstmals wieder aufstehen durfte und unter dem sie mit Blumen im Haar und den Worten „Wie schade“ zusammenbrach und starb. Unter den ausgestellten Bildern fiel mir eines von Modersohn besonders …

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05.08.2007   15:41

Ein Nachmittag bei Walter Kempowski

Wie begegnet man einem sterbenden Dichter? Diese Frage bewegt die Besucher, die am ersten Mittwoch dieses Monats in Nartum gekommen sind, um an einem der inzwischen legendären Literatur- Nachmittage teilzunehmen, die Kempowski seit Jahren in seinem Haus Kreienhoop veranstaltet. Die kleine Gemeinde, die sich eingefunden hat, in der Hoffnung, den schwerkranken Autor noch einmal zu sehen, bevor er ins unerreichbare Nebenan geht, ist bunt gemischt. Etliche Büchermenschen und Journalisten, Urlauber aus der Umgebung, aber auch von weit her Gereiste. Manche haben Blumensträuße in der Hand, wie jene Vierzigerin mit den Kleinmädchenzöpfen, die so andächtig guckt, dass man ihr die unpassende Frisur sofort verzeiht. Andere tragen große Taschen oder Beutel bei sich. Als gelernte DDR-Bürgerin hätte ich sofort ehemalige Landsleute vermutet, die für eventuelle Einkaufsgelegenheiten gerüstet sein wollten, wenn die Behältnisse nicht schon voll gewesen wären.Das Haus, das alle sechzig Literaturfreunde aufnehmen soll, sieht auf den ersten Blick bescheiden aus. Erst …

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30.07.2007   15:45

Der Geschichtsrevisionismus der PDS findet breite Unterstützung (2)

Während der Landtag in Sachsen- Anhalt eine ehemalige Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit zur Stiftungsrätin über die Gedenkstätten der Zweiten Diktatur gewählt wird, hält die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur trotz heftiger Proteste an der geplanten Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung der PDS fest.
Nachdem die Stiftung anfangs noch mit einer Stellungnahme und Briefen die berechtigten Bedenken zu zerstreuen suchte, ist sie nun offenbar zur Taktik des Aussitzens übergegangen und hüllt sich in Schweigen. Dabei besteht jede Menge Handlungsbedarf. Die Rosa- Luxemburg-Stiftung hatte sich angesichts der Proteste zu einer Stellungnahme hinreißen lassen, die entlarvender nicht sein könnte. Schon im zweiten Absatz steht eine dicke Geschichtslüge. „Im Osten Deutschlands“ heißt es, hätten „viele Menschen den Schluss gezogen, dass nur der Sozialismus mit Krieg dauerhaft bricht und unterstützten die Entwicklung in der DDR“. Genau das wurde mir als Geschichtsbild der SED in der Schule eingetrichtert Inzwischen wissen wir aber, dass die sozialistische Sowjetunion …

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29.07.2007   17:03

Sonntagslektüre Warum der Sozialstaat unsere Freiheit bedroht

Außer ein paar bekennenden Libertären scheinen es in Deutschland vor allem emeritierte Professoren zu wagen, vor der Zerstörung der Freiheit durch den Sozialstaat zu warnen.
In der heutigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist ein wichtiger Beitrag abgedruckt, den sich Interessierte unter
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFA5CCC2310CA438EAF77C971CE7B84D3~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html
anschauen können.(Danke,Frank Martin)
Der Sozialstaat, führt Walter Schmitt-Glaeser aus, sollte ursprünglich Freiheit ermöglichen, indem er Schwächeren die Chancen für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit bot. Spätestens seit den siebziger Jahren sei man aber dazu übergegangen, als Hauptzweck des Sozialstaates die an den jeweiligen politischen Vorstellungen orientierte Einkommens-, und Vermögensverteilung zwischen Arm und Reich“zu betrachten. “Immer stärker strebt der Staat mit seinen Steuer-, und Abgabegesetzen danach, die Ergebnisse der marktwirtschaftlichen Ordnung zu korrigieren“ Das hat Folgen. „Das Absterben der Freiheit erfolgt still und langsam…eingebettet in eine Landschaft scheinbar humaner Fürsorge…“
„Der Ökonom Friedrich August von Hayek hat ‚soziale Gerechtigkeit’ einmal …

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29.07.2007   15:22

Der Geschichtsrevisionismus der PDS findet breite Unterstützung (1)

Heimlich, still und leise beziehen die ehemalige SED-Genossen Schlüsselpositionen in den Gremien, die der Aufarbeitung der Geschichte der DDR dienen sollen. So wurde von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt in Sachsen-Anhalt eine ehemalige Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit und für die Verurteilung von „Republikflüchtlingen“ zuständige Staatsanwältin vom Landtag einstimmig zum Mitglied des sachsen-anhaltinischen Gedenkstättenrates, dem auch das berüchtigte Stasigefängnis „Roter Ochse“ in Halle unterstellt ist, gewählt. Es dauerte über ein halbes Jahr, ehe die Opferverbände den Landtag aufforderten, diesem „beschämenden Zustand ein Ende“ zu machen. Bislang ohne Erfolg. Gudrun Tiedge, Landtagsabgeordnete der Linken, sieht keinen Grund, ihren Posten zu räumen. Schließlich verkörpere ihre Biografie den „Erfahrungshintergrund“ vieler DDR-Bürger.
Die CDU-Fraktion sieht zwar inzwischen, dass sie einen Fehler gemacht hat, als sie für Frau Tiedge votierte, sieht aber keine Möglichkeit, diesen Fehler zu korrigieren. Dabei hatte selbst der heutige Ministerpräsident Böhmer vor zehn Jahren Frau Tiedge als Vorsitzende des Verfassungs-, und …

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