Beiträge von Vera Lengsfeld
Kategorien
Archiv
18.04.2007 12:45
Die ARD instrumentalisiert Kinder
Bislang war es Diktatoren in totalitären Systemen vorbehalten, Kinder für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Nun zieht die ARD nach. Der Sender plant, für die für die heutigen Tagesthemen eine zwölfjährige Schülerin den Klimawandel kommentieren zu lassen. Dabei stört es die öffentlich-rechtlichen Redakteure nicht, dass ein Kind, das nach eigenem Bekunden im Unterricht noch nie etwas über das Klimageschehen gehört hat, nicht einschätzen kann, ob die Glaubenssätze über den angeblich menschengemachten Klimawandel, die es verkünden soll, etwas mit der Realität zu tun haben. Dies ist der vorläufige Höhepunkt einer Klimadebatte, die längst nicht mehr von wissenschaftlichen Fakten, sondern von ideologischen Annahmen bestimmt ist. Was die ARD heute vor hat, ist Indoktrination unter Missbrauch eines Kindes. Die Gebührenzahler sollten der ARD zeigen, was sie davon halten…
13.04.2007 16:48
Ein furchbarer Ministerpräsident
Seit zwei Tagen ist Deutschland wieder einmal fest im Griff seiner unbewältigten Vergangenheit. Anlaß ist die Trauerrede von Ministerpräsident Oettinger für seinen verstorbenen Amtsvorgänger Filbinger. Als Festredner des von seiner Regierung veranlassten Requiems für Filbinger glaubte Oettinger betonen zu müssen, bei dem Verstorbenen hätte es sich um einen Gegner des Naziregimes gehandelt .Er wäre „schicksalhaft in Situationen hineingeraten, die den Menschen heute glücklicherweise erspart bleiben.“ Dies ist ein Freispruch erster Klasse für einen Karrieristen, der buchstäblich über Leichen gegangen ist. Leider ist diese Haltung typisch für die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen. Nachsicht gegenüber den Tätern, Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern. Bis heute gelten Deserteure im zweiten Weltkrieg in Teilen der Gesellschaft als Kameradenschweine, denen kein Denkmal zusteht. Noch immer wird das Recht auf Leben der jungen Menschen, die skrupellose in einem verbrecherischen Krieg verheizt wurden, geringer geachtet als die Stellung eines willigen Vollstreckers menschenverachtender Willkürgesetze. Filbingers Satz: “Was damals Recht war, kann …
03.04.2007 22:21
Demagogie statt Debatte
Frau Integrationssenatorin von Berlin Knake- Werner beschwerte sich gestern im Deutschlandfunk über die Strafanzeigen, die mehr als dreißig Pankower Bürger gegen die Politikerin gestellt haben. . Sie hatte in öffentlichen Äußerungen das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung ausgehebelt , als sie Bürger, die anders denken als sie, der Brandstiftung bezichtigte.Was war geschehen?
Auf der Baustelle des zukünftigen Gemeindezentrums der Ahmaddiyya in Pankow-Heinersdorf brach zwei Tage vor einer Antifa- Demonstration ein Feuer aus. Aufmerksame Heinersdorfer bemerkten den Brand, alarmierten die Feuerwehr und verhinderten größere Schäden. Polizei und Staatsschutz ermitteln, haben aber seit zwei Wochen keinerlei Hinweise auf die Täter, die keinerlei Spuren hinterließen .Von daher war es mehr als verwunderlich, dass die Polizei in einer ersten Presseerklärung von einer politisch motivierten Tat sprach, ohne die geringsten Beweise dafür liefern zu können. Das Feuer, das am Anfang von den Baustellenbetreibern noch als normales Vorkommnis auf einer Baustelle bezeichnet worden war, entfachte hysterische …
31.03.2007 12:48
Die Täter sind unter uns
Es gibt sie noch, die Menschen mit Zivilcourage Der Verleger Christian Seeger wagt es, das Buch seines Autors Hubertus Knabe „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“ herauszubringen. Frau Staatssekretärin Renate Meyer öffnet die Pforten ihrer Thüringer Landesvertretung, damit das Buch in einem würdigen Rahmen präsentiert werden kann .Als der Saal schon voll war, wurden einfach von überallher Stühle zusammengeklaubt, damit keiner abgewiesen werden musste, der sich anhören wollte, was der „Cicero“ sich nicht vorabzudrucken traute. Ausgerechnet die selbsternannte Edelpostille der einflussreichsten Intellektuellen kniff damit zeitgeistgemäß den Schwanz ein. Schließlich leben wir in Zeiten, da Mohnhaupt nicht Mörderin, Gysi nicht Stasispitzel und die DDR nicht SED- Diktatur genannt werden sollen. Das lässt sich noch steigern: der Stasiknast Hohenschönhausen war ein begehrtes Wellness- Paradies mit Schwimmbecken und Sauna.
Die Gefangenen stellten Einweisungsanträge, um dorthin zu gelangen. Die Angehörigen der Staatssicherheit konnten vor Sorge um das Wohlergehen …
27.03.2007 20:46
Eine Reise in die Antarktis (Schluß)
Falklandinseln
Kurz bevor wir die Falklandinseln erreichen, lässt der Sturm nach. Das ist wichtig, denn die Einfahrt nach Port Stanley ist so schwierig, dass schon mehrere Passagierschiffe hier gescheitert sind. Aus den sinkenden Schiffen konnten viele Menschen nicht gerettet werden, obwohl das Land greifbar nahe scheint. Unser Schiff hat zum Glück keinerlei Probleme. Uns hält nach der Anlandung eher die Hafenbehörde auf. Schließlich dürfen wir raus und haben nach drei stürmischen Tagen auf See wieder festen Boden unter den Füßen.
Wir beschließen, den Shuttle-Service in die Stadt nicht in Anspruch zu nehmen, sondern zu laufen. Sobald wir die ersten Häuser von Stanley erreichen, machen wir eine interessante Beobachtung. Ganze Viertel scheinen in letzter Zeit erbaut worden zu sein. Keines der Häuser hat einen angelegten Garten .Das kann bei den Briten nur heißen, dass dafür noch keine Zeit war. Tatsächlich entdecken wir zwischen den schon bewohnten häusern …
23.03.2007 12:48
Eine Reise in die Antarktis (5)
Elefanteninsel, Stromness Südgeorgien
Wir verlassen das Antarktische Festland und nehmen Kurs auf die legendäre Elefanteninsel. Für alle Antarktisenthusiasten ist diese beeindruckende Felseninsel eine Legende und ein ähnlicher Wallfahrtsort wie Kap Horn für die Seeleute. Hier landeten die 22 Mitglieder der berühmten Imperial Trans-Antarktik Expedition von Sir Ernest Shackleton. Die Männer hatten zuvor den Winter auf dem Packeis verbracht, nachdem ihr Schiff, die „Endurance“ erst vom Eis eingeschlossen und schließlich zerdrückt worden war. Die drei geborgenen Rettungsboote mussten erst von den Männern im Frühling über das Eis gezogen werden, bis sie offenes Wasser erreichten, ehe sie in See stechen konnten. Als die Mannschaft die Elefanteninsel erreichte, wurde sehr schnell klar, dass eine Weiterfahrt aller drei Boote unmöglich war. Also entschloß sich Shackleton mit fünf Begleitern und einem umgebauten Boot die 800 Seemeilen (1280 km) bis Südgeorgien zurückzulegen und von der dortigen Wahlfangstation Stromness ein Schiff zu Hilfe zu holen. …
22.03.2007 12:56
Eine Reise in die Antarktis (4)
Winterinsel. Antarktis und Politik
Auf der Winterinsel, wo sich die britische Forschungsstation Base F befand, die heuteein Museum ist, das von den Ukrainern der benachbarten Vernadskiy- Station betreut wird, begegne ich zum ersten mal den politischen Ansprüchen auf antarktisches Gebiet: „British Crown Land“ steht auf einem verwitterten Schild hinter dem Haus. Im entlegensten Teil der Welt, wirkt das nur noch absurd. Ob sich die Forscher und die Militärs, die in den vierziger und fünfziger Jahren hier bis zu fünf Jahren am Stück stationiert waren, wirklich heimischer gefühlt haben, weil der Boden unter ihren Füßen zum Besitz der Krone erklärt worden war?Es war in den Entdeckerjahren durchaus üblich, das Land, auf dem Forschungsstationen errichtet wurden, zum Hoheitsgebiet des Staates zu erklären, der die Station betrieb. Außerdem leiteten die Staaten Gebietsansprüche auf die Territorien ab, die von ihren Forschern entdeckt wurden. Zu wirklichen Auseinandersetzungen kam es jedoch nur zwischen Chile …
21.03.2007 00:34
Eine Reise in die Antarktis (3)
Die Antarktis als Wetterküche der Erde
Die ukrainischen Klimaforscher auf der Vernadskiy- Station müssen es wissen : für langfristige Wetterprognosen muß man sich gut in polarer Meteorologie auskennen,
denn die Pole sind maßgeblich für das Wetter in beiden Hemisphären.
Es herrscht ein ständiger kalter Luftstrom von den Polen zum Äquator. Oberhalb davon kehrt ein warmer Gegenstrom in die Polargebiete zurück. Dieser ständige Austausch kann als die Atmung der Erde bezeichnet werden. Dieser Prozeß hinterlässt seit Jahrmillionen Rückstände im ewigen Eis. Da die Antarktis eines der reinsten Gebiete der Erde ist, kann man an den aus anderen Weltgegenden hereingetragenen Verschmutzungen gut die erdgeschichtliche Klimaentwicklung ablesen Seit mehreren Jahrzehnten werden Kerneisbohrungen vorgenommen und ausgewertet. Sie ergeben ein ziemlich eindeutiges Bild: Das Erdklima ist im Laufe der geologischen Zeitalter der Erde keineswegs konstant geblieben. Die Klimaaufzeichnungen zeigen, dass Eiszeiten regelmäßig vorkommen und etwa 90 000 Jahre dauern. …

