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Beiträge von  

  19.12.2014   11:23   Leserkommentare (im Wartemodus)

1989- Tagebuch der Friedlichen Revolution

Sechzehnter Dezember 1989
Der Außerordentliche Parteitag der SED tritt erneut in Berlin zusammen. Die Pause hat bewirkt, dass es keine Mehrheit für die Auflösung der Partei mehr gibt. Stattdessen legt sich die SED einen zweiten Namen zu: PDS – Partei des Demokratischen Sozialismus. Kaum jemand glaubte an den Erfolg dieses Manövers. Die SED schien so diskreditiert zu sein, dass sie keinerlei Zukunftsaussichten zu haben schien, auch nicht mit neuem Zweitnamen. Wohl deshalb ist es den Bürgerrechtsgruppen niemals in den Sinn gekommen, die Partei zu enteignen. Spätestens Gysis Hinweis auf das verloren gehende Vermögen bei einer Auflösung der Partei hätte ein Signal sein müssen, die Herausgabe genau dieses Vermögens zu fordern. Das nicht getan zu haben, war einer der fatalen Fehler der Opposition, der bis heute nachwirkt.
Die...

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Kategorie(n): Inland 

  15.12.2014   18:28   Leserkommentare (im Wartemodus)

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Zehnter Dezember 1989

Die Delegierten des SED-Parteitages verabschieden eine Resolution, in der sich die SED beim Volk der DDR für die von ihr verursachte Krise entschuldigt. Gysi als neuer Parteichef macht in seiner Dankesrede klar, dass er gegen die Wiedervereinigung ist.Das kommt nicht gut an. In Plauen sind wieder 15.000 Menschen für die schnelle Wiedervereinigung auf der Straße. In Erfurt bilden hunderte Bewohner der Stadt einen „Bürgerwall“ gegen den drohenden Verfall der historischen Bausubstanz im größten Flächendenkmal der DDR und gegen die Abrisspläne, nach denen mittelalterliche Häuser einer Stadtautobahn weichen sollen. Die Häuser stehen bereits seit zwei Jahren leer. Ihr Abriss hatte aus Geldmangel nicht erfolgen können. Das hat sie gerettet.

In der Westberliner Kongresshalle vergibt die Internationale Liga...

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Kategorie(n): Inland 

  12.12.2014   09:41   Leserkommentare (15)

Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!

Das sage nicht ich, sondern weil jetzt auch auf der Achse von der “angeblichen Islamisierung” zu lesen ist, möchte ich noch einmal den großen Ralf Giordano zu Wort kommen lassen, der bereits vor fünf Jahren in einem Offenen Brief an den damaligen Bundespräsidenten auf die Probleme hingewiesen hat, die heute tausende Menschen auf die Straße treiben:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

„Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland, das ist unsere christlich-jüdische Geschichte, aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Dieser Satz in Ihrer Rede vom 3. Oktober anlässlich des 20. Gedenktags der Wiedervereinigung offenbart in seiner Pauschalität eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit und verfrühte Harmonisierung grundverschiedener Systeme, dass es...

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Kategorie(n): Inland 

  08.12.2014   16:54   Leserkommentare (im Wartemodus)

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Achter Dezember 1989

Die SEW, der Ableger der SED in Westberlin, kündigt ihre Auflösung an. Beinahe wäre mit der SED dasselbe geschehen: Die Mehrheit der 2.700 Delegierten auf dem in Berlin beginnenden Sonderparteitag der SED ist mit dem Willen angereist, die Partei aufzulösen. Vor allem der Wirtschaftsflügel macht sich für einen ehrlichen Neuanfang stark. Ministerpräsident Modrow appelliert zwar, die Partei nicht zerbrechen zu lassen, denn das würde auch die sowjetische Perestroika gefährden, findet aber nicht genügend Gehör. Das gelingt dem nächsten Redner viel besser: Rechtsanwalt Gregor Gysi, bislang noch eher unbekannt, betritt das Podium und überzeugt die Genossen, diese Entscheidung zu überdenken. Denn sonst, das ist Gysis Hauptargument, wären auch das Vermögen und die Parteistrukturen verloren, was „unabsehbare...

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  07.12.2014   12:03   Leserkommentare (14)

Bei Zivilcourage droht der Staatsanwalt!

In Berlin sieht man auf den U- und S- Bahnhöfen immer wieder großformatige Anzeigen mit der Aufforderung Zivilcourage zu zeigen. Die soll darin bestehen, einen Notknopf zu drücken, sollte ein Mitreisender in Bedrängnis geraten.

Wie lange es dauert, diesen Notknopf zu finden und auf Hilfe zu warten, steht nicht auf den Plakaten.Ein Berliner ergriff , statt den Notknopf zu suchen und zu drücken, lieber selbst die Initiative, als er sah, wie ein 15- jähriger Intensivtäter gegen einen Kinderwagen trat und gegen die Mutter und ihr Kind das Messer zückte.

Er schritt ein und hinderte den Täter handgreiflich daran, auf Mutter und Kind einzustechen. Beide entkamen unverletzt. Dem Mann gelang es, den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Er hätte das lieber nicht tun, sondern sich auch davon machen sollen. Denn der...

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  07.12.2014   11:01   Leserkommentare (im Wartemodus)

1989 - Tagebuch der Friedlichen Revolution

Sechster Dezember 1989

Der gestürzte SED-Generalsekretär Egon Krenz tritt auch als Staatsratsvorsitzender zurück. Sein Nachfolger wird LDPD-Chef Manfred Gerlach, der das Amt bis zur Konstituierung der ersten frei gewählten Volkskammer innehaben wird. Später wird der kurzzeitige Hoffnungsträger übrigens Mitglied der überwiegend aus ehemaligen Stasileuten bestehenden „Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde“ und zeigt damit, wes Geistes Kind er immer gewesen ist.

Bild berichtet: „Die Honecker-Bande handelte mit Kokain.“ Mit Waffen übrigens auch, wie wenige Tage zuvor aufgedeckt worden war.

Das Neue Deutschland titelt weniger sensationell: „DDR und BRD vereinbaren gemeinsamen Fonds für Reisemittel.“ Damit können DDR-Bürger erstmals genug Geld für eine Reise eintauschen und sind nicht mehr...

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  07.12.2014   10:23   Leserkommentare (4)

Einen wunderschönen Adventssonntag !

Es gibt sie noch,die schönen Dinge, z. B. ein Flashmob der Berliner Stadtmission, der viele mitreißt!

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  05.12.2014   14:31   Leserkommentare (12)

Das schändliche Versagen der CDU

Die Würfel sind gefallen. Ein SED- Linke- Ministerpräsident in Thüringen ist installiert.

Die Koalition hat das nicht aus eigener Kraft geschafft alle nötigen Stimmen zu bekommen, wie der erste Wahlgang beweist. Wir können nur den Hut vor dem tapferen Sozialdemokraten ziehen, der versucht hat, die Ehre seiner Partei zu retten.

Im zweiten Wahlgang hat es dann plötzlich gereicht. Aber es war ganz sicher nicht der unbekannte Sozialdemokrat, der seine Meinung geändert und Ramelow plötzlich doch gewählt hat. Wir wissen vom Fall Heide Simonis, dass jemand, der gute Gründe hat, eine Koalition abzulehnen, das auch im vierten Wahlgang aufrecht erhält.  Die Stimme kam also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der AfD oder der CDU. Die AfD hatte keinen Grund, Ramelow zu wählen, sie hätte in Ruhe den dritten Wahlgang...

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