Beiträge von Dr. Ulrike Ackermann
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29.11.2007 16:39
Wie hältst Du’s mit der Religion?
Zuerst erschienen in Merkur Heft 703, Dezember 2007
Die Kinderzeiten der Menschheit sind nicht vorüber
Ist die bürgerlich-kapitalistische Moderne so kalt in ihrer Rationalität, so Sinn entleert, daß ein Leben ohne Transzendenz und Erlösungsversprechen ihren Bürgern zu profan geworden ist? Ihre zunehmenden Begehrlichkeiten nach wärmenden Gemeinschaften, nach Bindung und identitätsstiftenden Kollektiven scheint dafür zu sprechen. Das selbstbestimmte, seine persönliche Freiheit und Vernunft auskostende Individuum steht offensichtlich schlecht im Kurs. Nicht nur der weltweite Vormarsch des Islam, der das Kollektiv favorisiert, samt seinen politisch-kriegerischen Varianten zeigt dies tagtäglich. Auch in Europa und Amerika feiern die Religionen freudige Wiederkehr. Der Papst kann sich glücklich schätzen, daß seine wöchentlichen Audienzen immer mehr Zulauf erfahren, besonders von Seiten der Jugend. Wallfahrtsorte wie Lourdes melden Besucherrekorde, in Gruppen organisierte Pilgerwanderungen auf dem Jakobsweg erfreuen sich bei den Sinnsuchenden wachsender Beliebtheit. Und die Volksreligiösität, verbunden mit der Wiederentdeckung regionalen Brauchtums, erhält …
13.11.2007 13:54
Plädoyer für den Perlentaucher
Die für heute angekündigte Urteilsverkündung des Frankfurter OLG im Streit zwischen Perlentaucher und FAZ/SZ ist auf den 11.12.07 vertagt worden. Hier mein Plädoyer für den Perlentaucher, das heute in der Frankfurter Rundschau erschien:http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1242054
04.09.2007 16:09
Verteidigung des dekadenten Europa
Im Sonderheft des Merkur (August/September 2007) mit dem Titel “Kein Wille zur Macht. Dekadenz”, das insgesamt sehr lesenswert ist, verteidige ich in meinem Essay das dekadente Europa.....
17.08.2007 17:33
Der verhasste Bourgeois
Seltsam, je weiter das Jahr 1989 und der gloriose Sieg der Demokratie und Marktwirtschaft über den Kommunismus in die Ferne rückt, desto beliebter und hoffähiger wird der Sozialismus. Alarmierend sind Umfrageergebnisse, nach denen die Zahl jener, die die Idee des Sozialismus gut finden, auch wenn sie schlecht ausgeführt wurde, seit Jahren kontinuierlich steigt. 45 Prozent der Westdeutschen sind heute dieser Meinung und immer noch 57 Prozent der Ostdeutschen. Wobei in den neuen Bundesländern die Attraktivität des Sozialismus in den letzten Jahren rückläufig war. Schon kurz nach der Wiedervereinigung setzte bei den Deutschen eine Entwicklung ein, in der kontinuierlich die Wertschätzung der errungenen Freiheit, im Kern die individuelle Freiheit, zugunsten sozialer Sicherheit und dem Diktum sozialer Gerechtigkeit abnahm. Der erfolgreiche populistische Feldzug von Oskar Lafontaine und seinen ehemaligen SED-Genossen für einen nationalen Sozialismus ist vor diesem Hintergrund nur die Spitze des Eisbergs.
“Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung …
17.07.2007 12:03
Freiheitsliebe
Der Freiheitsliebe habe ich meine jüngsten Gedanken zur Zeit im NRD/WDR am 14. Juli gewidmet.
Die Liebe zur Freiheit ist in Deutschland äußerst schwach entwickelt. Argwöhnisch und ängstlich wird sie beäugt. Daran hat selbst die historische Zäsur von 1989, der Sieg der Demokratie über den Kommunismus wenig rütteln können.
27.02.2007 17:34
Lob der Dissidenz
Die vom Perlentaucher initiierte internationale Debatte über Multikulturalismus, Freiheit und Islam wird immer munterer. Ich habe gerade ein Lob der Dissidenz beigetragen: http://www.perlentaucher.de/artikel/3717.html
19.01.2007 08:31
Lest Hirsi Alis Autobiographie
Rezension von Mein Leben, meine Freiheit
(Piper, München 2006)
Wer ist diese schöne, kluge und mutige Frau, der nicht nur von islamischer Seite, sondern inzwischen von linksliberalen Intellektuellen wie Timothy Garton Ash und Ian Buruma vorgeworfen wird, eine „Fundamentalistin der Aufklärung“ zu sein - weil sie nicht nur den Islamismus, sondern den Islam kritisiert und damit angeblich dem Kampf der Kulturen Vorschub leiste? In ihrer ungemein beeindruckenden Autobiographie beschreibt die ehemalige holländische Parlamentsabgeordnete und Autorin Ayaan Hirsi Ali ihren Weg in die Freiheit. Geboren wurde sie 1969 in Somalia, 7 Jahre später folgte ihre Familie dem Vater ins politische Asyl nach Äthiopien, Saudi-Arabien und schließlich nach Kenia. Mit 10 Jahren hatte sie bereits in drei unterschiedlichen politischen Systemen gelebt, verblüfft darüber, daß die Frauen in Somalia und Saudi-Arabien verhüllt und verschleiert waren, während sie sich in Äthiopien lachend und rauchend in knielangen Röcken oder Hosen frei …
25.11.2006 16:15
Auf was es uns wirklich ankommt
Freiheit in die Offensive! Mehr dazu in meinem Essay heute in der Literarischen Welt.

