Unterstützung für achgut

Archiv

Beiträge von  

  19.01.2014   22:44   Leserkommentare (3)

Freiheit als Lebenselixier

Es scheint lange her zu sein, dass die Idee eines geeinten freiheitlichen Europas die Bürger, Politiker und Märkte noch gleichermaßen begeisterte. Aus dem ehrgeizigen Projekt ist im Zuge der Staatsverschuldungs- und Finanzkrise ein ökonomischer und politischer Scherbenhaufen geworden. Die Vergemeinschaftung der Schulden mit immer gigantischer werdenden Rettungsschirmen geht einher mit einem atemberaubenden Entmündigungsprozess: der einzelnen Staaten, der nationalen Parlamente und natürlich der Bürger. Verträge werden gebrochen, demokratische Verfahren ausgesetzt und unterlaufen und die Freiheit verbunden mit Selbstverantwortung bleibt auf der Strecke. Das Primat der Politik über die Ökonomie wollen die EU-Bürokratie, die europäischen Regierungschefs und ihre Finanzminister durchsetzen. Das Heil sehen sie in noch mehr...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur  Wissen 

  30.09.2013   20:49   Leserkommentare (3)

Ist Europa noch zu retten?

Europa hat letzten Endes nur Sinn, wenn und insoweit es zur Entfaltung und Verbreitung der liberalen Ordnung beiträgt”, mahnte einst der Soziologe und ehemalige EU-Kommissar Ralf Dahrendorf. Davon ist die Politik der Europäischen Kommission, des Europäischen Rates, aber auch der nun abgewählten christlich-liberalen Regierung weit entfernt gewesen. Immer wenn die Kanzlerin aus Brüssel zurückkam, hatte sie “mehr Europa” – also mehr Regulierung und Vergemeinschaftung – im Gepäck als vormals im Lande angekündigt. Ihr Finanzminister wollte schon immer eine bundesstaatlich straffere EU. Die Liberalen hatten sich, solange sie noch im Bundestag waren, europapolitisch im Windschatten Angela Merkels bewegt. Sie wird nun unter stärkeren Druck ihrer neuen Partner geraten. Ob Sozialdemokraten oder Grüne: Beide wollen schon länger die...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland  Ausland 

  15.11.2012   16:55   Leserkommentare (im Wartemodus)

Freiheitsindex 2012

Die Wertschätzung der Freiheit in Deutschland hat im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Dies hat das John Stuart Mill Institut als Ergebnis des „Freiheitsindexes Deutschland“ für das Jahr 2012 ermittelt. In Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach und dem Institut für Publizistik der Universität Mainz wurden eine repräsentativen Befragung der Bevölkerung und eine quantitative Medieninhaltsanalyse überregionaler Printmedien durchgeführt.

Auf einer Skala, die sich von -50 bis +50 erstreckt, befindet sich der für 2012 aus den Ergebnissen von Befragung und Inhaltsanalyse errechnete Freiheitsindex bei minus 0,3, das heißt: nach wie vor befindet sich Freiheit damit im Hintertreffen gegenüber konkurrierenden Werten wie Gleichheit, Gerechtigkeit oder Sicherheit. Im Vergleich zu 2011 kann aber eine leichte...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland  Wissen 

  16.03.2012   08:12   Leserkommentare (im Wartemodus)

Willkommen Joachim Gauck

Es ist schon kurios: ab Sonntag werden wir, wenn alles gut geht, einen leidenschaftlichen Kämpfer für die bürgerlichen Freiheiten zum Bundespräsidenten haben, den eigentlich keine der Parteien haben wollte. Der prompt entbrannte Streit um Joachim Gaucks Freiheitsverständnis spiegelt recht getreu wider, wie es in Deutschland um die Wertschätzung der Freiheit in der öffentlichen Debatte bestellt ist. Dieser eigensinnige ehemalige Bürgerrechtler und Diktaturaufklärer erlaubt es sich – dem Zeitgeist ganz gegenläufig –, die Freiheit als den wichtigsten Wert unserer westlichen Zivilisation zu preisen und zu verteidigen.

Er ist damit weder unpolitisch, monothematisch oder ewig gestrig, wie uns seine Kritiker von rechts bis links einreden wollen. Ganz im Gegenteil: Gaucks antitotalitären Freiheitsimpuls brauchen wir auch noch 23...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland 

  19.11.2011   11:44   Leserkommentare (im Wartemodus)

Was ist der Markt?

In der aktuellen Diskussion um die Finanz-, Euro-, Schulden- und Wirtschaftskrise, um Staatsbankrotte, Europäische Stabilitätsfonds und milliardenschwere Rettungsschirme steht oftmals “der Markt” im Mittelpunkt der Kritik. Doch was genau ist gemeint, wenn von “dem Markt” geredet wird? Handelt es sich bei ihm um ein abstraktes, gesichts- und geschichtsloses Wesen? Müssen wir uns, wie Kritiker fordern, von ihm verabschieden? Sicherlich nicht! Aber, welche Argumente sprechen für “den Markt”? Zahlreiche interessante Gedanken und intellektuelle Anregungen sowie kulturhistorische Hintergründe zur Fundierung der gesellschaftlichen Debatte über “den Markt” stehen in dem Buch über die Kulturgeschichte des Marktes von Hans Jörg Schmidt.


Hans Jörg Schmidt
Kulturgeschichte des Marktes
Ein Essay zur Genealogie einer soziokulturellen...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur  Wissen  Wirtschaft 

  21.09.2011   21:11   Leserkommentare (im Wartemodus)

Paternalismus und Ökodiktatur

Was waren das für schöne Zeiten, als die Idee eines geeinten freiheitlichen Europa die Bürger, Politiker und Märkte noch gleichermassen begeisterte! Aus dem ehrgeizigen Projekt ist im Zuge der Staatsverschuldungskrise ein ökonomischer und politischer Scherbenhaufen geworden. Die Vergemeinschaftung der Schulden mit immer gigantischer werdenden Rettungsschirmen geht einher mit einem atemberaubenden Entmündigungsprozess: einzelner Staaten, der nationalen Parlamente und natürlich der Bürger. Verträge werden gebrochen, demokratische Verfahren ausgesetzt und unterlaufen. Die Freiheit, verbunden mit Selbstverantwortung, bleibt auf der Strecke. Den Primat der Politik über die Ökonomie wollen EU-Bürokratie, die europäischen Regierungschefs und ihre Finanzminister durchsetzen. Das Heil sehen sie in noch mehr zentraler Planung,...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland  Wissen  Wirtschaft 

  15.08.2010   19:09   Leserkommentare (im Wartemodus)

Trauen wir uns!

Die vielzitierte Politikverdrossenheit der Bürger entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Parteienverdrossenheit und handfeste Enttäuschung über die Politik, die die konservativ-liberale Regierungskoalition seit ihrem Amtsantritt ihren Wählern zumutet. Denn die Bürger sind erwachsen und realistisch genug, um zu begreifen, dass die Rundumversorgung des Wohlfahrtstaates angesichts exorbitanter Staatsverschuldung und dramatischer demografischer Lage nicht mehr finanzierbar ist. Anstatt Koalitionsgezänk und parteiinterner Ränkeschmieden erwarten sie endlich eine Politik, die dieser Realität mit Tatkraft begegnet und Reformen auf den Weg bringt – und nicht ständig über selbst vermasselte Neustarts jammert. Die Kanzlerin scheut sich weiterhin, den Bürgern mehr an Selbstbestimmung und Eigenverantwortung „zuzumuten“. „Die...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Inland 

  25.01.2010   13:34   Leserkommentare (im Wartemodus)

Seyran Ates trifft den wunden Punkt

Seyran Ates: ‚Der Islam braucht eine sexuelle Revolution’, Ullstein Verlag, Berlin

Der Islam braucht eine sexuelle Revolution, fordert die Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates in ihrem jüngsten Buch. Sie zählt zu den wenigen Islam-Dissidentinnen, die nicht nur den Islamismus kritisieren, sondern unerschrocken auf die großen Probleme hinweisen, die der Islam mit den westlichen Bürger- und Freiheitsrechten hat. Dafür zahlte sie in der Vergangenheit bereits einen hohen Preis: Nachdem sie bedroht, zusammengeschlagen und angeschossen wurde, gab sie zeitweise ihre Tätigkeit als Anwältin auf. Mit ihrer neuesten Streitschrift berührt Seyran Ates einen äußerst wunden Punkt: die Sexualität. Ob Individuen ihre Sexualität selbstbestimmt leben können oder eben nicht, darin sieht sie die gravierendste Kluft zwischen dem Westen...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur  Wissen