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02.06.2007   14:43

Draußen, vor dem Zaun

Der Zaun bleibt. Selbst wenn das teure Ungetüm längst abgebaut ist, wird es als Symbol des G-8-Gipfels 2007 in Erinnerung bleiben. Damit verstärkt ausgerechnet das Objekt, das dem Treffen der wichtigsten Industriestaaten Sicherheit verleihen sollte, jenes Vorurteil, das Tausende auf die Straße treibt: dass der Kapitalismus eine Verschwörung habgieriger Finsterlinge gegen die Völker der Welt sei. Aber es gibt ein paar Wahrheiten, die jenseits reiner Symbolik liegen. 

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01.06.2007   12:04

Premiere

Der “Kölner Stadt-Anzeiger” macht auch Fernsehen im Internet. So wie “Streit im Turm” jenes Format, in dem Ralph Giordanos viel debattierter “Pinguin"-Vergleich fiel. Ab heute jeden Freitag bin ich auch dabei, mit einem politisch-satirischen Wochenrückblick. Den Generalprobenpremierenerstling von “E-Mail für Dich” gibt es hier. Feedback ist willkommen.

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30.05.2007   13:43

Vorbilder? Leider Nein. Die 68er aus Sicht eines heute 31-Jährigen

Puddingpädagogen. Luschen in Latschen und Jeans ohne Gürtel - das waren die ersten typischen 68er, die ich kennen lernte. Sie waren damals längst müde. Viele meiner Lehrer waren so: borniert, ausgebrannt. Unterricht gaben sie lustlos, Engagement zeigten sie, wenn überhaupt, nur außerhalb des Klassenraums. Wir demonstrierten für die GEW und gegen den Golfkrieg, weil das ihre Steckenpferde waren - nicht unsere. Und als ihnen das Land Niedersachsen mehr Arbeit aufzwang, reagierten sie mit einer Maßnahme, die unseren damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder nicht juckte, aber dafür uns Schüler traf: Sie strichen die Kurs- und Klassenfahrten.

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30.05.2007   13:32

Ja bin ich denn links?

Bei der Beschäftigung mit dem Cohen-Buch bin ich über das hier gestolpert: Das Euston-Manifest ist ein Dokument, in dem Demokraten 15 Thesen zu einer neuen Linken aufstellen. Sie bekennen sich darin bedingungslos zu Demokratie, bürgerlichen Freiheiten und der offenen Gesellschaft. Ausdrücklich kritisiert und abgelehnt werden Antiamerikanismus, Antizionismus und kulturrelativistische Ideologien, “nach denen die universellen Menschenrechte für bestimmte Nationen und Völker nicht gelten”. Die Globalisierung wird begrüßt, sie müsse jedoch “globale soziale Integration und eine Verpflichtung zu sozialer Gerechtigkeit” bedeuten. Das Manifest wurde von britischen Intellektuellen aufgestellt und bisher von knapp 3000 Menschen weltweit unterzeichnet. Es ist nicht so, dass ich alles gelungen fände, was da drin steht, aber eine Menge Bemerkenswertes steht eben doch drin. Und die deutsche Linke hat es - vielleicht deshalb? - bisher nicht zur Kenntnis genommen ...

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30.05.2007   13:26

“Die Linke läuft Amok”

Nick Cohen , Journalist und Autor, ist politischer Kolumnist der britischen Wochenzeitung “The Observer”. Er ist ein profilierter Gegner der US-Außenpolitik und Kritiker der Regierung Tony Blair. In seinem Buch “What´s left? How liberals lost their way” (Fourth Estate, London) wirft der überzeugte Humanist der politischen Linken vor, sie habe sich in die politische Rechte der Gegenwart verwandelt - unter anderem, weil sie sich zu wenig gegen den Islamismus wende. Ein Interview:

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10.05.2007   13:41

Alles zu unserem guten Freund Alan – und Dyck Kaimann

„Dies ist die Entgleisung eines einzelnen Mitarbeiters“

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10.05.2007   10:24

Was vom Fettnapf übrig bleibt

Mit einer Yacht mitten in den Fettnapf. Nicolas Sarkozy hat in Frankreich sein Amt als Präsident noch nicht angetreten, und schon hat er die erste Affäre am Bein. Sich kurz nach einem Wahlkampf, in dem er schmerzhafte Reformen beschwor, von einem Milliardär zum Luxusurlaub einladen zu lassen, ist instinktlos. Zumal in einem Land, das von den Eskapaden seiner politischen Klasse die Nase voll hat. Mit Recht hat Sarkozy angekündigt, den beinahe selbstverständlichen Zugriff traditioneller Eliten auf die Spitzenpositionen in Staat, Wirtschaft und Verwaltung zu brechen.
Dennoch ist die Moralapostelei rund um Sarkozys Jetset- Urlaub übertrieben. Die Empörung der Sozialisten hat auch mit Sozialneid zu tun. Gegen einen Politiker, der derart polarisiert, dass auch drei Tage nach seiner Wahl noch aus Protest Autos angezündet werden, ist so eine Kampagne beinahe logisch. Aber sie bleibt unsachlich.

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10.05.2007   10:19

Eine wärmere Welt ist möglich!

"Es wandelt sich. Das ist das Einzige, was wir über das Klima mit Bestimmtheit sagen können. Die Erde wärmt sich auf oder kühlt sich ab, ständig, meist um ein paar Zehntel Grad jährlich. Perioden mit einer konstanten Durchschnittstemperatur sind selten. Der Eindruck, es gebe zu irgendeinem Zeitpunkt eine Art „ideale Temperatur“ ist falsch. Dennoch herrscht Alarmismus. Die Erde stehe vor einer bedrohlichen Krise, die nur sofortige Gegenmaßnahmen stoppen können, heißt es. Diese unwissenschaftliche Panik geht davon aus, dass wir in der idealen Welt leben - was die Temperatur betrifft. Und sie folgt der Annahme, dass Modellrechnungen für das Jahr 2040 zuverlässiger seien als die Wettervorhersage für nächsten Mittwoch. “ Gastbeitrag von MIT-Professor Richard S. Lindzen im Kölner Stadt-Anzeiger.

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