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17.10.2007   08:04

Lachen ist umweltschädlich

"Es gibt immer mehr Menschen, die mir vorschreiben möchten, wie ich zu leben habe. Früher haben sich Kabarettisten darum bemüht, anzuecken. Inzwischen hat man Angst, dass die Menschen in Islamabad auf die Straße gehen, wenn man etwas Falsches sagt”, sagt Dieter Nuhr im Interview über den Irrsinn der Religion, Vorteile der Spaßgesellschaft und das Missverständnis, dass die Natur etwas ist, was man schützen muss. Normalerweise Lesebefehl, aber Nuhr liest man ja freiwillig.

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14.10.2007   18:58

Für den Frieden und die Familie

Dass Ashkan Dejagah nicht für Deutschland in Israel Fußball spielen wollte, weil seine Eltern Iraner sind, hat in der vergangenen Woche eine Menge Staub aufgewirbelt. Jetzt redet der Jung-Profi selbst über den Fall. “Ich habe es für meine Familie getan”, sagt er, und außerdem wünscht er sich (wie übrigens auch Mahmud Ahmadinedschad), “dass überall auf der Welt Frieden herrscht.” Fein. Dass der Kicker immer noch nicht verstanden hat, worum es geht, und dass es ihm bisher auch weder sein Verein noch irgend jemand sonst erklärt hat, beweist folgende Interview-Passage:

Stern.de: “Aber von den Ansichten des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der den Holocaust leugnet und die Vernichtung Israels propagiert, haben Sie schon gehört?”
Dejagah: “Meine Einstellung hat damit absolut nichts zu tun. Ich konzentriere mich auf den Fußball, damit hab ich genug zu tun. …

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12.10.2007   18:31

Glückwunsch, Mr. Gore!

Die Achse des Guten zitiert exklusiv aus einigen der zahllosen Glückwunschtelegramme und anderen Reaktionen, nachdem Al Gore der Friedensnobelpreis zugelost zugesprochen worden war:

“Im Namen Allahs, des ... (blabla) gratuliere ich Ihnen zu diesem Preis. Die Islamische Republik Iran wird in Ihrem Sinne weiter alles zum Schutz des Klimas tun und sein Co2-neutrales Streben nach Nuklearwa Nuklearenergie mit doppelter Anstrengung vorantreiben und die Zerstörung der Schöpfung durch arrogante Mächte bekämpfen. Ich räume Ihnen in meiner Koalition für den Frieden ehrerbietig einen prominenten Platz ein! Möge Allah, der ... (blabla).” (Mahmud Ahmadinedschad)

“Wenn die Skandinavier vernünftige Wahlautomaten hätten, wäre das nicht passiert.” (George W. Bush)

“… freuen wir uns außerordentlich, dass Ihr wagemutiges Eintreten für eine in den Medien unterdrückte Wahrheit belohnt wurde. Wissen Sie schon, was Sie mit all dem Geld machen? Wir haben hier in Potsdam ...” (Stefan Ramsdorf)

“Wir erwarten, …

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12.10.2007   13:04

Exklusiv! Die Nobelpreisträger 2008

Die Achse des Guten hat dank ihrer hervorragenden Kontakte zu den ensprechenden Komitees exklusiv einige der Nobelpreisträger des kommenden Jahres in Erfahrung bringen können. Angesichts des Trends, der sich bei den Preisen für Literatur (Pinter) und Frieden (Gore!) zuletzt abzeichnete, dürfte die Liste zwar immer noch überraschend sein, aber nicht ganz sensationell. Und hier die Namen:

Kim Jong Il (Physik, für seine Fortschritte bei der diplomatischen Nutzung veralteter nuklearer Technik), Aiman Al-Zawahiri (Medizin, für weil er mal Arzt war), Oskar Lafontaine (Literatur, weil er auch Bücher schreibt und ein Kollege vom Neffen von Doris Lessing ist), Michael Moore (Frieden, wegen Gore)

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08.10.2007   11:13

Walthers Wahrheit

Lesen und schreiben im technischen Sinne sind wichtige Fertigkeiten. Um einen journalistischen Text über ein Buch anzufertigen, braucht es es aber mehr: Man muss das, was man gelesen hat, auch verstehen. Man muss seine Gedanken dann angemessen und sachgerecht auszudrücken vermögen. Und wenn es sich um ein Sachbuch handelt, das man rezensiert, dann kann drittens auch ein wenig einschlägiges Wissen nicht schaden.
Rudolf Walther hat im Umgang mit dem Buch “Neu-alter Judenhass. Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik” bewiesen, dass er keine der drei genannten Voraussetzungen erfüllt. Trotzdem (oder deshalb?) druckten die “Frankfurter Hefte” seine Rezension, die vor Fehlern, intellektuellen Kurzschlüssen und geistiger Niedertracht nur so wimmelt. Ich könnte allein anhand der zahlreichen beschämend falschen Bezügen Walthers auf meinen eigenen Text in jenem Buch eine lange Erwiderung schreiben. Aber ich habe keine Lust. Außerdem hat Ingo Way in der ”Jüdischen Allgemeinen” auf …

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07.10.2007   20:56

Hitler, die Bücherverbrennung und der Kölner Marathon

Heute war in Köln Marathon. Als Begleitmaterial für die Läufer gab es unter anderem ein Hochglanzheft mit vielen Informationen, das redaktionell offenbar von einer großen Runner-Zeitschrift zusammengestellt wurde. Beim Zusammenbasteln der Hefte ist etwas ziemlich schief gelaufen: Was als Titelseite geplant war, erschien auf der letzten Seite innen - Das Umschlagblatt war offensichtlich falsch herum an den Rest getackert worden. Noch erstaunlicher war aber, was man auf Seite 54 zu lesen bekam.  Da wird der passionierte Läufer Gerd Papcke porträtiert, es geht um frühere Läufe, seine Glückzahl 33 ... und dann kommt wortwörtlich folgende Passage:

“Das Geburtsjahr ist seine Glückszahl. Gerd Papcke erblickte am 20.1.1933 in Berlin das Licht der Welt. Zehn Tage später wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt und im Mai brannten bereits Bücher für den Sieg.”

Ging ja ziemlich gut los, dieses Jahr 1933 für Herrn Papcke. Erst die eigene Geburt, kurz darauf …

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05.10.2007   12:46

Morgen ist Feiertag

Am 6. Oktober wird in den USA an den deutschen Anteil an Amerika erinnert. Denn an diesem Tag wurde 1683 im Bundesstaat Pennsylvania der Ort Germantown gegründet. 300 Jahre später proklamierte Ronald Reagan erstmals den “German-American-Day”, der seit 1987 jährlich begangen wird. “On this day, we underscore our commitment to working together to promote peace and making the world a more hopeful place” schreibt der böse, böse Bush zu diesem schönen Tag – und zwar hier. Herzlichen Glückwunsch allerseits.

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05.10.2007   10:47

Der zärtliche Che

Am 9. Oktober ist Che Guevara 40 Jahre tot. Mmh. Ist das wichtig? Die “Zeit” findet: Ja. Und feiert den “Revoluzzer” auf ihrer Homepage rauf und runter. “Doch wer steckt hinter dieser unnahbaren Christusgestalt mit dem schwarzen Barett? Wer war dieser facettenreiche Mann, dieser “vollkommenste Mensch unserer Zeit” (Sartre), der “die Härte von Stahl mit der Zartheit einer Rose” (Korda) verband?”, schreibt Karin Geil. Und antwortet am Ende: “… ein Menschenfreund und Weltverbesserer, ein Träumer und gefallener Held und auch ein zärtlicher Vater”. *Seufz*
Leider, leider werde ich nicht dazu kommen, nächste Woche eine Kerze für den unverbesserlichen Stalinisten und Verbrecher anzuzünden, in den sich “Zeit"-Autorinnen verliebt haben. Dann am 9. Oktober hat meine Mama Geburtstag.

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