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24.11.2006   00:10

Wer hat’s gesagt?

"Wie der Amokläufer von Erfurt auch, war Sebastian B. ein fanatischer Computerspieler, wie der Amokläufer von Erfurt spielte er »Killer-Spiele« wie Counterstrike und wie vor vier Jahren in Erfurt war das Massaker von Emsdetten ein getreues Abbild der brutalen Computerspiele.” Mit dieser Analyse reihte sich am Dienstag ein weiterer Politiker in die Reiher derer ein, die die deutsche Jugend vor dem Einfluss verderblicher Software schützen wollen. Aber wer ist dieser Counterstrike- und Pädagogik-Experte? Die Antwort gibt’s hier.

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22.11.2006   14:00

Kochen und Kicken

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es in der U-Bahn nichts zu Essen gibt? Dass dem Otto-Normal-Fan im Stadion immer dasselbe Menü vorgesetzt wird: Bratwurst mit Pommes an einer Variation fußballerischer Magerkost? Und dass der Grieche um die Ecke zwar einen Berg Gyros zaubern kann, aber sonst künstlerisch nichts auf der Pfanne hat? Warum gehen wir da eigentlich noch hin? Ich frage mich, wie U-Bahnen, Fußballstadien und Restaurants sich so lange auf dem Markt halten konnten. Denn die Konkurrenz ist mittlerweile übermächtig.

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22.11.2006   11:01

Blanker Populismus

An starken Worten fehlt es nie. Nach dem Amoklauf von Emsdetten wird wieder die Forderung laut, „Killerspiele“ müssten verboten werden, weil sie harmlose Kinder angeblich zum Töten animieren. Nach dem Massaker von Erfurt 2002 gab es dieselbe Forderung - aber Wiederholung macht sie nicht sinnvoller.

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20.11.2006   15:43

Thomas Schaaf liest Broder

Das wird den erklärten Fußball-Hasser Henryk M. Broder aber freuen: In der heutigen Ausgabe des Kicker Sportmagazins (leider nicht online) outet sich der Trainer des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, Thomas Schaaf, wie folgt:
Kicker: Wie werden Sie die Stunden vor dem Anpfiff verbringen?
Schaaf: Vor der Mannschaftssitzung gehe ich gewisse Sachen noch mal durch, versuche dann aber auch mich abzulenken und zu lesen. Es ist ein Werk von Henryk Broder, das sich mit dem Islam beschäftigt: “Hurra, wir kapitulieren.” Der Titel ist für Werder nicht wörtlich zu nehmen.
Ob Schaafs Vorliebe für unser Achsenmitglied im Zusammenhang mit dem schönen Fußball steht, der Werder seit Jahren auszeichnet?
Danke an B.K. für den Hinweis.

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20.11.2006   14:06

Die UN versagen in Darfur

Das Morden geht weiter. Während die sudanesische Regierung die Weltgemeinschaft mit widersprüchlichen Aussagen hinhält, wird in der Krisenregion wieder gekämpft. Arabische Reitermilizen metzeln Zivilisten nieder. Viele Hilfsorganisationen sind längst geflohen, und der Konflikt hat auf das Nachbarland Tschad übergegriffen.
Die Tragödie von Darfur markiert das traurige Versagen der Vereinten Nationen. Jahrelang ist fast nichts zum Schutz der Zivilbevölkerung unternommen worden. Die islamischen Länder schwiegen, obwohl die Menschen auf beiden Seiten des Bürgerkriegs Muslime sind. China und Russland bremsten aus wirtschaftlichem Interesse. Und nachdem im August endlich die Entsendung einer UN-Friedenstruppe beschlossen wurde, halten sich die Europäer mit Beteiligungsangeboten zurück. Wann und wie Blauhelme stationiert werden, entscheidet mit der sudanesischen Regierung ausgerechnet die stärkste Konfliktpartei.
Und das Morden geht weiter.

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19.11.2006   17:59

Alles wird gut.

http://www.ksta.de/html/artikel/1163834899363.shtml

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17.11.2006   12:11

Frieden ist teuer

... “Es sollte offensichtlich sein, dass auch Deutschland sich mehr engagieren, mehr Hilfe, Geld und Soldaten bereitstellen muss. Und zwar nicht, weil andere uns darum bitten, sondern weil es in unserem eigenen Interesse ist, dass unsere Investitionen in das Projekt Afghanistan nicht vergebens waren. Dass das Land am Hindukusch zum neuen Irak wird, können wir uns noch viel weniger leisten”, schreibt Clemens Wergin – und hat, wie meistens, Recht.

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17.11.2006   09:20

Schluss mit Ladenschluss

... Die neue Regelung bietet eine echte Chance für alle, die neue Ideen probieren. Sie kommt noch gerade früh genug, um auf das sich wandelnde Konsumverhalten reagieren zu können: In Zeiten wachsender Bestellungen im Internet werden Umfeld und Atmosphäre für den traditionellen Einkauf vor Ort immer wichtiger. Die Lust an Unterhaltung und Inszenierungen wächst. Doch das ist kein Ausfluss einer pervertierten Konsumlust, wie manche Kritiker vorschnell unterstellen, sondern geht auf alte Traditionen zurück. Zum Marktplatz gehört seit eh und je das Zurschaustellen beim Kaufen und Verkaufen. Um andere sehen zu können und gesehen zu werden, braucht es aber Zeit und die Möglichkeit, auch wirklich kaufen zu dürfen. Die öffentlichen Räume werden sich beleben. ... Franz Sommerfeld über das Ende vom Ladenschluss im Kölner Stadt-Anzeiger von heute.

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