Unterstützung für achgut

Archiv

Beiträge von  

07.08.2010   16:49

Italien unterm Hammer

Ich stelle mir das so vor: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi liegt einsam auf einer Yacht herum, die nicht unbedingt seine sein muss, wozu hat man schließlich Amici. Die Mädels sind shoppen, der Präsident und Medienzar wartet besorgt auf die Abrechnungen und überlegt, wie sein traditionell klammes Land auf die Schnelle zu Geld kommen könnte. „Heureka!“ ruft da der griechische Chefsteward (Griechen haben, wie wir wissen, leider kein Geld mehr für eigenen Yachten, sie müssen sich in diesem Sommer als Personal verdingen, an Griechen sehen die weißen Uniformen aber besonders schick aus), denn er hat eine tolle Idee: „Verkauft doch Eure Berge!“ Die Griechen haben Erfahrung damit, als sie mitten in der Krise steckten, wollten sie unter anderem ein paar Inseln verhökern.

Die Italiener hingegen machen das nur

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

03.08.2010   00:31

Tom The Cat

Wir haben ein neues Haustier. Es heißt Tom, kann sprechen, jodeln, singen und wir teilen es mit tausenden anderen Menschen. “Talking Tom” ist ein virtueller Kater, ein iPhone- und iPad-App. Allerliebst. Das Tier ist der neue Star im Internet, täglich bekommt es neue Fans, auf youtube läuft ein Wettbewerb um die besten Videos mit ihm. Wer Apps gegenüber jemals skeptisch war, wird beim Anblick Toms alle Zweifel ablegen. Haben wollen! Wenn man das virtuelle Tier am Kinn krault, beginnt das iPhone zu schnurren. Tritt man Tom gegen die Pfote, schreit er kläglich, ist aber sofort zur Versöhnung bereit, wenn man ihm ein Glas Milch eingießt oder wieder streichelt. Man kann ihm auch - Wumms! - eine reinhauen. Virtuell, versteht sich. Dann fällt Tom um, schreit dabei ein bißchen und steht wieder auf.

(achgut-Hinweis: Es ist wichtig, die

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

24.07.2010   15:29

Back To Business

Die Krise kam von oben. Die Erlösung auch: Die Mitarbeiter der Unternehmensberatung Roland Berger dürfen, laut einer Mail von ganz oben (Geschäftsleitung), auf Dienstreisen ab sofort wieder Business-Class fliegen. Das hätte zwar eine interne Information bleiben können, aber irgendjemand plaudert immer und so hat es auch der Rest der Welt erfahren. Im Zuge der Krise mussten sich die Wirtschaftexperten das harmlose Vergnügen des „Schöner-Fliegens“ monatelang versagen. Wie schnöde Touristen mussten die Unternehmensberater, Menschen, die immerhin die Welt retten wollen, stundenlang in der Enge, ohne Champagner, neben Fremden, ausharren. Die Businessclass-Abteile verkamen zu spärlich besetzten Orten mit beinahe musealem Charakter.

Die Berger-Mitarbeiter können aufatmen: Das war ja wirklich nix, da hinten, in der Holzklasse. Nur

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

12.07.2010   09:36

Fußball: Warteliste für Jogis Stinke-Kuschel-Pulli

Die Fußball-WM birgt beeindruckende Erkenntnisse: Zum einen haben wir gelernt, dass man Tintenfischen trauen kann. Zum anderen müssen wir über den Pulli reden. Es gibt Frauen, die finden Jogi Löw sexy und seinen Pulli auch. Zu denen gehöre ich nicht. Den Mann finde ich langweilig, den Pulli ein bisschen aufregender.

Ich weiß, dass ich mit meinen Jogi-Pulli-Ansichten zur absoluten AußenseiterIn werde, aber da muss ich durch. Immerhin 800 Männer stehen derzeit angeblich auf der Warteliste für den Strenesse-Pulli aus Kaschmir, der 199 Euro kostet. Eine Warteliste, für Pullis! Die bei Strenesse haben wirklich alles richtig gemacht. Das ist Luxus-PR auf allerhöchstem Niveau. Besser kann man die Verknappung einer Ware nicht demonstrieren. Die könnten jetzt auch 2000 Euro für den Pulli verlangen. Es stehen jeden Tag Menschen auf,

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

07.07.2010   10:03

Fußball: Krake(el)-Orakel

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, befragt er gerne Orakel. Das hat den Vorteil, dass man das Denken den anderen überlassen kann und jegliche Verantwortung von vornherein abgibt. Diesmal an einen Tintenfisch. „Paul“ ist der heimliche Star der WM. Er ist ein Oktopus, der in einem Aquarium in Oberhausen lebt. Per Futterauswahl zeigt er den Menschen, wie es bei der Fußball-Weltmeisterschaft weitergehen wird. Verspeist er zum Beispiel das mit der spanischen Flagge gekennzeichnete Muschelfleisch, so gewinnen die Spanier, delektiert er sich an mit deutscher Fahne dekorierter Unterwasserkost, gewinnen die Deutschen usf. Paul irrt sich fast nie. Fußball kann so einfach sein! Der Oktopus ist ein alter Hase im Kickergeschäft, schon bei der EM 2008 sagte er alle Ergebnisse richtig vorher, nur beim Endspiel irrte er sich, aber das muss auch

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

06.07.2010   10:34

Bohr‘ ein Loch in Deine Eierschale!

Es ist nie zu heiß für Sex. Es ist manchmal zu heiß für Yoga. Das ist mein Mantra für den Tag. Ein paar Dutzend Berliner sehen das anders: Sie quälen ihre Körper in Asanas (so heißen die Körperübungen beim Yoga). Sie sehen nicht glücklich aus. Kein normaler Mensch würde in Indien auf die Idee kommen, bei 35 Grad im prallen Sonnenschein Leibesübungen zu machen. Aber wir hier, wir in Berlin, wir machen das. Omm, ich hab mich lieb, dich und dich dort sowieso. Ja, auch dich dort, ganz hinten, der Du Deine Haare nicht gewaschen hast.

Das ist das Seltsame an Yoga: Es ist eine geniale, tausende Jahre alte Idee. Und bei uns denken viele, wenn sie sich die Haare nicht waschen, in einen unsäglichen und plump-jovialen „Du-und-ich-wir-wissen-wie-wir-die-Welt-retten“-Ton verfallen und einen Tee-Tee (das nämlich bedeutet

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

04.07.2010   23:13

Fussball und Wirtschaft: Pinkeln bei Luise

Die gute Nachricht: Die Wirtschaftskrise ist vorüber! Wenn ein Biergarten zehn Euro Eintritt nehmen kann, kann ein Land nicht darben. In der „Luise“ in Berlin liegen die „Luise-WM-Regeln und Infos“ auf den Tischen aus:

1. Aufgrund der hohen Nachfrage können Sie für die Deutschland-Spiele im Biergarten Tische reservieren für 13 Euro pro Person (davon 3 Euro Verzehrgutschein).

2. Der Eintritt bei den Deutschlandspielen ohne Reservierung beträgt 8 Euro (davon 5 Euro Verzehrgutschein).

3. Die Kellner sind verpflichtet sofort zu kassieren (Wenn ich Gastronom wäre, würde ich das auch versuchen- bevor die Gäste auf die Idee kommen könnten, sich gegen diesen Unsinn zur Wehr zu setzen.)!

Weitere Regeln, kurz gefasst: Gäste sollen keine Feuerwerkskörper mitbringen (vernünftig!), nicht über die Zäune klettern, den

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

01.07.2010   11:25

Berlins beste Seiten

Man liest oft, wie schrecklich es sein muss, beim Drogeriediscounter „Schlecker“ zu arbeiten. Schlimmer kann eigentlich nur sein, dort einzukaufen. Mein Ratschlag: Betreten Sie diese Läden nur mit einem klimpernden Sortiment an Münzen und kleinen Scheinen, denn es geht schließlich darum, der Kassierin zu Diensten zu sein. Weil es früh am Morgen war, hatte ich das irgendwie vergessen und wollte mit einem 50-Euro-Schein bezahlen. Sofort ging das Gezeter los, ob es denn nicht kleiner ginge, ich wäre heute schon die Dritte, kurzum: Blabla. Die Schlecker-Mitarbeiterin maulte vor sich hin und als ich meinte, dass es doch vielleicht nicht die Aufgabe der Kunden sei, für Wechselgeld zu sorgen, wurde sie noch unfreundlicher. Sie kramte nach Scheinen und fuhr fort, mich maßzuregeln. Da empfahl ich ihr, doch besser in einem Archiv zu

Kompletter Artikel: permanenter Link
 

Seite 20 von 22 Seiten « Erste  < 18 19 20 21 22 >