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Beiträge von  

15.02.2008   09:02

Die Christel von der DKP…

... oder: Was uns der Kommunismus in Hannover kostet

Christel Wegner hat seit 1968 und bis zur Rente im Dezember 2007 ein Arbeitsleben in der Krankenpflege verbracht. Lobenswert, möchte man sagen. Ebenfalls seit 1968 ist Christel Wegner aber auch Mitglied der DKP. Für jene, die nicht Bescheid wissen sollten: Das ist die aktuelle Partei von Oskar Lafontaine. Zumindest in Niedersachsen. Die Genossin Wegner jedenfalls ist Mitglied der Fraktion der Linkspartei im Landtag zu Hannover.

So weit, so gut, schließlich wurde sie gewählt, zwar nur über die Landesliste, aber in freien Wahlen. Das Volk, der Souverän, hat entschieden, dass er Kommunisten im Parlament haben möchte. Was ist dagegen einzuwenden? Wenn die Leute meinen, sich aus ihren Steuergeldern einen solchen Sport leisten zu wollen, lasst sie doch.

Alles nicht der Rede wert,

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12.02.2008   12:01

Radio Eriwan macht frei

Frage an Radio Eriwan: Sind wir eine freie Gesellschaft? Die Antwort: Im Prinzip ja, aber… Der eine oder andere wird sich noch an die abgründigen Witze, die zu den Zeiten des Kommunismus in Umlauf waren, erinnern. Sie sind verschwunden, untergegangen mit dem Ostblock. Trotzdem: Sind wir eine freie Gesellschaft? Und, wenn ja, wie lange werden wir es noch sein?…

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06.02.2008   19:08

Warschau wird wieder diplomatisch

Ja, es gibt sie, die Situationen, in denen man sogar in Deutschland merkt, dass das EU-Nachbarland Polen wieder einmal eine neue Regierung hat. So am Dienstag, als der Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit der guten Nachricht aus Warschau heimkehrte, die dortige Exekutive habe nichts mehr gegen die Berliner Pläne für ein Dokumentationszentrum zum Thema Vertreibung einzuwenden, werde sich aber formell nicht daran beteiligen. Stellt man letzteres in Rechnung, scheint Neumann allerdings mehr der Überbringer einer diplomatischen Antwort zu sein als einer echten Botschaft…

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04.02.2008   17:42

Peter Handke verliert die Wahlen in Serbien

Kürzlich hat der Großmeister der nichtmarxistischen, der unscharfen Kapitalismuskritik in Belgrad nicht nur seine politischen Sympathien bekundet sondern auch sein Unbehagen an der eigenen Lebenswelt. Handke hatte nämlich nicht nur gesagt, er würde den ultranationalistischen Kandidaten Tomislav Nikolic wählen, er hatte auch gestanden, dass er weder in Frankreich noch in Österreich von seinem Wahlrecht Gebrauch mache. Offenbar fehlt ihm in beiden Fällen ein Nikolic…

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31.01.2008   11:55

Wo sind eigentlich die Bösen?

Was wir immer schon wussten: Die Bundesrepublik ist ein gutes Land. Worin wir uns aber bis heute nicht sicher sind, ist, ob man es auch sagen darf. Statt dessen gehört es zu unseren täglichen Bemühungen, zu beweisen, dass es um ein gutes Land geht. Ein solcher Beweis ist auch der Offene Brief, den die 17 Unions-Politiker am Mittwoch veröffentlicht haben. Was kann schöner sein als ein solcher Brief! Unsere Öffentlichkeit muss sich zumindest emotional ein Extra einfallen lassen, um dieser Geste gerecht zu werden.

Die Grundthese der siebzehn Guten lautet, die Integrationspolitik sei eine zu ernste Angelegenheit, um zum Wahlkampfthema degradiert zu werden. An dieser Stelle wird man dann doch wieder unsicher. Nicht wegen des eigenen Weltbildes sondern wegen der Vorstellung von den Aufgaben eines Wahlkampfes. Will man uns vielleicht

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30.01.2008   23:37

Schreiben Sie doch auch einen Roman!

Richard Kämmerlings findet (in seinem Artikel „Am Tellerrand gescheitert“, in der FAZ vom 30.01.08) Jerome Kerviel, der große Geldvernichter von der Société Generale, sei eine literarische Figur, seine Biographie biete Stoff für einen Epochenroman. Kerviel sei ein Held unserer Zeit, ruft uns Kämmerlings anspielungsreich zu.
Eine solche Schwärmerei kann nicht ohne Folgen bleiben, denkt man unwillkürlich. Und da ist sie auch schon, die gefürchtete oder bloß vermutete Frage: „Warum finden sich solche Figuren in der deutschen Gegenwartsliteratur so selten?“ Das ist natürlich rhetorisch gemeint und es kommt, was kommen muss, eine der regelmäßigen Schelten, denen sich unsere Schriftsteller zu unterziehen haben, sofern ihnen der Feuilletonbetrieb und sein Stipendiengeld nicht egal sein kann.
Die, denen es nicht egal ist, kriegen es nun gewaltig ab…

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