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14.09.2007   17:46

Angelas neue Freunde

Angela Merkel hat einen neuen Freund gefunden, den Chef der britischen Konservativen David Cameron. Sie trafen sich heute in Berlin, und ein euphorischer David Cameron erklärte danach, dass beide Parteien - CDU und Tories - in Zukunft eng miteinander kooperieren werden:

“Angela Merkel and I had a very positive meeting, where we discussed how centre right parties can cooperate. I am delighted that the Conservative Party and the CDU will be setting up joint working groups covering climate change and environment, security and counter-terrorism, and economic competitiveness.”

Das hatte natürlich noch gefehlt: eine Mischung aus Camerons Umwelt- und Schäubles Sicherheitspolitik, sozusagen schwarze Sheriffs mit Happy Planet-Index. Wir dürfen gespannt sein.

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14.09.2007   14:26

Still not bothered …

Sie haben es schon wieder versucht! Noch immer glaubt die Polizei in Hammersmith, dass versuchte Straftaten keine Straftaten sind. Das war zwar schon falsch, als sie mich damals mit meinem versuchten Kreditkartenbetrug nach Hause schickten, obwohl ich eigentlich eine Strafanzeige erstatten wollte. Und das war heute wieder falsch, als ein Handtaschendiebstahl gar nicht registriert werden sollte.

Das Opfer war allerdings (im Gegensatz zu mir) nicht bereit, sich von der Polizei abfertigen zu lassen, beschwerte sich und informierte die Daily Mail, wo man aus der Geschichte einen hübschen Artikel gemacht hat. Dort wird die Bestohlene, eine Rechtsanwältin, wie folgt zitiert: “The female police officer behind the desk asked me the barest of details and she said that if I have got the bag back then obviously that’s not a crime.”

Scheint so, als wären wir beide an dieselbe Polizistin …

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13.09.2007   15:50

Maggie is back!

Margaret Thatcher ist zurück in No. 10 Downing Street - auf Einladung von Premierminister Brown. Ziemlich gutes Timing, finde ich.

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13.09.2007   14:04

Wachstum, die Wurzel allen Übels

Für welche Sünden in meinen früheren Leben er mich damit bestrafen wollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber einer Bestrafung für gröbste Verfehlungen gleich kam die Bitte meines Chefs, ich möge doch einmal zu der Vorstellung des Berichts zur Steigerung der Lebensqualität gehen, den die konservative Programmkommission für ihren Parteichef David Cameron angefertigt hatte.

So fand ich mich heute Morgen im Auditorium des königlich britischen Architekturinstituts, um den Ausführungen des früheren Umweltministers John Gummer MP, Chef der Lebensqualitätsabteilung der Partei, und seines Vize Zac Goldsmith, seines Zeichens Herausgeber des “Ecologist”, zu folgen. Das Publikum wirkte für konservative Verhältnisse bereits ungewöhnlich, denn es bestand fast ausschließlich aus Vertretern britischer Umweltorganisationen wie Greenpeace, Friends of the Earth und World Wildlife Fund. Und noch ungewöhnlicher: Die Ökoaktivisten lobten den konservativen Bericht in den höchsten Tönen.

Was steht also drin, in diesem DIN A4-großen Buch mit 547 Seiten Hochglanzpapier, neben dem …

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12.09.2007   08:53

Gut gesprochen, Frau Roth.

Hätte ich mir das vorstellen können, dass ich Claudia Roth einmal aus vollem Herzen zustimmen könnte? Es ist tatsächlich passiert. Den Vorschlag Wolfgang Bosbachs, ein “Konvertitenregister” für Neu-Muslime einzuführen, kommentierte Frau Roth mit den Worten: “So etwas widerspricht dem Dialog der Religionen und ist zudem mit dem Grundgesetz absolut unvereinbar.”

Damit wäre zu dieser Idee, die sowieso eher nach Schäuble als nach Bosbach klingt, eigentlich alles gesagt. Außer vielleicht, dass der Volljurist Bosbach selbst darauf hätte kommen müssen, dass sein Register vor dem Bundesverfassungsgericht nie und nimmer Bestand haben würde.

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11.09.2007   13:11

Sozialisten in allen Parteien

Dass das Leben hart und ungerecht ist, hatte ich immer schon geahnt. Aber auf die Bestätigung dieser Befürchtung hätte ich dann doch gerne verzichtet.

Was ist passiert? Vor drei Monaten erhielt ich eine Einladung der Fabian Society, jener britischen Intellektuellenvereinigung, die sich seit 1884 für die Verbreitung des Sozialismus einsetzt. Man gedenke, eine Veranstaltung zu dem Thema zu organisieren, welche Partei besser für die Wirtschaft sei, Labour oder die Tories, und ob ich dort nicht sprechen könne.

Das war Mitte Juni, in den letzten Amtstagen von Tony Blair, und im direkten Vergleich mit einer Labour-Party unter Gordon Brown, der in seinem Amt als Finanzminister für eine massive Ausweitung der Staatstätigkeit und unzählige Steuererhöhungen verantwortlich war, wäre es mir leicht gefallen, die Frage zugunsten der Tories zu beantworten - wenn auch nur als das kleinere Übel. Diese Antwort hätte den Sozialisten zwar nicht gefallen, aber wenn sie …

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04.09.2007   17:01

Islam in Australia

Policy Exchange (der Think Tank, für den ich arbeite) hat heute einen neuen Report ("Islam in Australia") über den Umgang mit dem radikalen Islam veröffentlicht. Autor ist Gerard Henderson, der frühere Stabschef des australischen Premierministers John Howard.

Hier unsere Presseerklärung dazu:

British politicians of all parties and Muslim representatives believe there are lessons to be learned from Australia

New Policy Exchange report discovers a more robust approach to community cohesion issues on the other side of the world

On the eve of the Australian general election and the 5th anniversary of the Bali bombings, some of the principles underlying the Australian approach to its Muslim population have found favour with a group of British politicians and British Muslim leaders. In their signed statement, they praise Australia’s bipartisan approach to security legislation; the system of consultations that underpins bipartisanship; their blunt …

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03.09.2007   14:58

Streikbonus

Wenn man glaubt, es ginge gar nicht mehr verrückter, dann muss man nur englische Nachrichten lesen. Auf der nach oben offenen Absurditätsskala sind hier und heute nämlich wieder neue Rekordwerte gemessen worden.

Die BBC News berichten, dass die Insassen eines Gefängnisses in Nottinghamshire dafür belohnt wurden, dass sie sich während eines Streiks der Gefängniswärter ruhig verhalten haben. Alle Gefangenen erhielten von der Anstaltsleitung einen Bonus von zwei Pfund für ihre Kooperation - aus Steuergeldern, wie sich natürlich von selbst versteht.

Eigentlich sollte man die Erfahrungen aus Nottinghamshire sofort auf London übertragen. Dort streiken zwar nicht die Gefängniswärter, aber dafür ab heute Abend die U-Bahn-Arbeiter, was aber in gewisser Weise aufs selbe herauskommt. Ab fünf Uhr heute Nachmittag wird ein Verkehrschaos erwartet, das uns Londonern wahrscheinlich noch bis Ende der Woche erhalten bleibt. Vom letzten U-Bahn-Streik erinnere ich mich noch gerne an den zweistündigen …

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