Beiträge von Michael Miersch
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02.08.2008 16:27
Warum DAS wohl kein Medienthema ist?
Ein australisches Institut zog die CO2-Bilanz von TV-Werbung: schlimm, schlimm. Eigentlich müsste das Fernsehen werbefrei sein, um das Weltklima zu retten. Zitat: “Australian television advertising is producing as much as 57 tonnes of carbon dioxide per hour, and thirty second ad breaks are among the worst offenders.” Mehr
02.08.2008 16:22
Familienbande
EU-Abgeordnete stellen Familienangehörige und Geliebte als Assistenten ein. Diese kassieren über 15000 Euro monatlich und arbeiten angeblich von Zuhause. Betrug und Vetternwirtschaft im Europäischen Parlament von EU offen geduldet… Hier steht mehr darüber
25.07.2008 11:26
Von der Science Fiction zur Normalität
„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein“, hieß es im Vorspann der Fernsehserie „Raumpatrouille“, die 1966 Thema Nummer eins auf den Schulhöfen war. Was dann schon wenige Jahre später alles möglich wurde, ahnten auch die Autoren dieser ersten deutschen Science Fiction Reihe nicht. Besonders rechnete damals niemand damit, dass neben Physikern und Ingeneuren auch Biologen und Mediziner mit Überraschungen aufwarten - dass der Fortschritt die Lebens-funktionen selbst verändern wird. Zeugung in der Petrischale kam nicht einmal im Raumschiff Orion vor. Heute leben drei bis vier Millionen Menschen auf der Erde, die außerhalb eines Mutterleibes entstanden sind. Eine stolze Zahl, die der Einwohner-schaft mancher Kleinstaaten entspricht. Es sind ganz normale Menschen, wie Louise Brown, die das erste Retortenbaby war. Sie wird heute 30 Jahre alt und mag den Rummel um ihre Person nicht sonderlich. Mehr
23.07.2008 21:45
Gut meinen und gut machen
Gut ist das, folgt man dem Philosophen Jeremy Bentham (1748-1832), was der größten Zahl von Menschen das größte Glück ermöglicht. Das hört sich vernünftig an, ist aber nicht sehr realistisch. Nicht die Not der Mehrheit bestimmt die politische Agenda, sondern die Themen, die die Nachrichtensendungen beherrschen und die fettesten Schlagzeilen produzieren. Egal ob Kanzler, Premierminister und Präsidenten sich treffen oder Demonstranten gegen das Treffen protestieren: Die Hierarchie der Weltprobleme klingt bei Regierenden und Oppositionellen ganz ähnlich. Aber sind die populärsten Übel wirklich die wichtigsten? Hier steht mehr.
22.07.2008 19:56
Problemgruppen wohin man blickt
Die Politik kümmert sich immer eifriger um die Laster und Untugenden der Bürger
Deutschland hat jede Menge Probleme. Über die Hälfte der Erwachsenen sind zu dick. Jedes fünfte Kind leidet unter Essstörungen. Jugendliche besaufen sich oder werden computersüchtig. Alte bewegen sich zu wenig. Gewalt gegen Frauen grassiert, ebenso wie Rechtsradikalismus, Aids und Drogensucht. Offenbar gibt es überall Handlungsbedarf. Wenn Experten nach Prävention rufen, sind Ulla Schmidt, Ursula von der Leyen und Horst Seehofer stets zur Stelle. Die Missstände, klären sie uns auf, sind viel größer als wir dachten. „Gewalt gegen Frauen findet mitten unter uns statt,“ weiß die Familienministerin. Das Gesundheitsministerium stellt besorgt fest, dass 63 Prozent der Jugendlichen „gerne besser aussehen würden. Und findet diese Zahl „beunruhigend“. Der Verbraucherminister fordert mehr Anleitung zum gesunden Essen, ist aber optimistisch, denn „da ist eine lautlose Revolution im Gange.“ Damit hat er eine Entwicklung treffen beschrieben, die tatsächlich das Selbstverständnis …
15.07.2008 20:23
Proviant für Leser, die mich vermissen
In den vergangenen Wochen musste ich ein paar Mal die Frage beantworten: Warum schreiben Sie kaum noch auf der Achse? Der Grund: Ich arbeite jetzt Vollzeit für WELT und WamS. Das hat viele gute Seiten, bedeutet aber auch, dass ich seltener dazu komme, etwas für achgut.de zu tun. Hier drei Kostproben aus meiner neuen Tätigkeit:
Über atomare Mythen
08.07.2008 16:55
Hamster mit Dynamo
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 04.07.2008
Utopie kommt aus dem Griechischen und heißt “Nirgendort”. Utopien beschreiben einen Zustand des Friedens, Wohlstands und Glücks (Meyers Lexikon). Utopisten vertreten eine Weltanschauung, die sich von Idealvorstellungen leiten lässt (Wikipedia). Auf dem Internetportal Utopia.de wird Utopist jedoch ganz anders definiert, als einer, der “Produkte, Marken und Unternehmen bewertet”. Dahinter steckt die populäre Vorstellung, dass man durch ausgetüfteltes Konsumverhalten einer Klimakatastrophe entkomme. Und so findet man dort hauptsächlich Tipps, welche Handtasche oder welcher Kaffee das Weltklima stabilisieren. Prominente Unterstützer wie Sandra Maischberger und potente Geldgeber wie die Versandfirma Otto sind mit dabei.
Utopia.de macht “korrekte Ansagen”, wie der Mensch möglichst klimaschonend konsumiert. Das ist meistens etwas teurer, aber verschafft ein gutes Gefühl. Man kann sich mit anderen Utopisten auf den Leserseiten gegenseitig zum Bessersein beglückwünschen - und von Außenstehenden abheben, die als schwer erziehbare Fälle betrachtet …
06.07.2008 15:39
Bio ist besser: Nix ernten und dennoch kassieren
Viele Biobauern haben heuer nur Unkraut auf ihren Feldern und ernten kein Getreide. Subventionen erhalten sie aber dennoch – und das sind die höchsten in Österreich. Hier weiterlesen.

