Beiträge von Michael Miersch
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17.04.2007 17:58
Endlich angekommen
Auch unter Alarmisten wächst zusammen, was zusammen gehört: Greenpeace und Bildzeitung haben beschlossen, gemeinsam das Klima zu retten (SPON berichtete). Was kommt als nächstes? Wird Thomas Gottschalk Parteivorsitzender der Grünen? Übernimmt Franz Alt die Chefredaktion der ADAC-Motorwelt? Ich bin gespannt.
17.04.2007 17:48
Gastbeitrag von Marko Martin: Kleine Typologie des Herumsitzens
Von Magdeburg nach Marrakesch
Erinnert man sich noch? Vor einigen Jahren musste ein sachsen-anhaltinischer Minister zurücktreten, da er in einem „Spiegel“-Interview die als despektierlich empfundene Bemerkung geäußert hatte, in seinem Bundesland gäbe es doch arg viele Mitbürger, die nichts täten, als im Unterhemd aus dem Fenster zu schauen, das Sofakissen unter die verschränkten Unterarme geschoben. Nun hätte dieser Satz schon wegen seiner nahezu marcel-proustschen Beobachtungsdetailliertheit einen Preis anstatt politisch korrekter Schelte verdient. Andererseits aber wurden aus Magdeburg und Halle auch keine gewalttätigen Proteste gemeldet, weder der „Spiegel“ noch eine Minister-Puppe waren öffentlich verbrannt worden, und anstatt sich „gedemütigt“ zu fühlen – schaute man weiterhin verdrossen aus dem Fenster. Mal sehen, was wird. Vielleicht fühlte sich der Autor dieser Zeilen, vor ein paar Tagen noch in Marrakesch unterwegs, ja deshalb so an Magdeburg erinnert: Höchstens unterschwellige Aggressivität, dafür aber eine habituell gewordene Frustration, ein offensichtliches Sich-nicht-wohlfühlen in seiner Haut, …
17.04.2007 17:36
Gastbeitrag von Ingo Way: Ein Letztes zur Sache Filbinger
Ein Letztes zur Sache Filbinger - und zwar Fakten zur Akte Walter Gröger, die belegen, daß Filbinger nicht nur ein “Mitläufer” sonder ein aktiver Täter des Naziregimes war.
…14.04.2007 08:51
Treibhaus im Klassenzimmer
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 13.04.2007.
Ein Gymnasium in einem Vorort von München. Die Abiturklassen versammeln sich im Musiksaal. Es ist Klimakatastrophentag. Während der regulären Schulzeit führen Aktivisten von „Germanwatch“ ihre Roadshow „Klimaexpedition“ vor. Germanwatch setzt sich nach eigenen Worten für eine „soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung“ ein.
Martin, der bärtige Germanwatch-Frontmann mit Holzfällerhemd spricht seine Zuhörer gerne mit „Leutchen“ an und vermittelt den Siebzehnjährigen ihre Mitschuld am Klimafrevel, den mit dem austrocknenden Tschad-See illustriert. Schuld an dessen Schrumpfen sind zwar in erster Linie die Ableitung von immer mehr Wasser für die Landwirtschaft an seinen Zuflüssen, aber dieser Hinweis wäre für Martins pädagogische Botschaft kontraproduktiv. Martin macht gerne Witzchen spricht von „McDoofnalds“, fordert mehr Subventionen für Biolandwirte, warnt vor der Gentechnik und natürlich den Amerikanern. Die beiden anwesenden „Leutchen“ von der Münchner-Rück-Versicherung fordert er auf, den Amis endlich die Prämien …
13.04.2007 00:55
Now in English: HMB about free speech in unfree societies
Muslim journalists and bloggers across the Arab world are speaking out to promote civil society and women’s rights in Islamic societies. But it is a hard struggle at times, with societal pressure and even fines to contend with. Read more.
12.04.2007 10:31
Die Schlagzeilen-Apokalypse
Erschienen im „Politischen Feuilleton“, DeutschlandRadio Kultur, am 10.04.2007
Hier gibt es das ganze zum Hören.
Januar 2006: „Klima Knall – extremstes Wetter aller Zeiten!“
Oktober 2006: „Wird die Erde unbewohnbar?“
Januar 2007: „Fliegt uns die Erde um die Ohren?“
Februar 2007: „Unser Planet stirbt! Jetzt amtlich: Erde immer heißer.“
Und ebenfalls Februar 2007: „Wir haben noch elf Jahre …“
Das ist nur eine kleine Auswahl von Balkenüberschriften einer großen Zeitung - na Sie wissen schon welcher. BILD bildet keine Ausnahme: Hörfunk, Fernsehen und die allermeisten anderen Blätter servieren uns den Klimawandel ganz ähnlich zubereitet.
Erinnern Sie sich noch an den BSE-Panik vor sechs Jahren? In einem Monat erschienen damals 1311 Presseartikel zum Thema Rinderwahnsinn, die - ohne Beweise zu erbringen - höchste Gefahr für unser aller …
05.04.2007 12:42
Würg: Grüner DiCaprio missbraucht Knut
Seit 1969 ist Unzucht mit Tieren in Deutschland keine Straftat mehr. Aber wer rechnete damals damit (Achtung: nichts für Leute, denen leicht übel wird)? Geschmacklosigkeiten dieses Grades konnte man sich einfach noch nicht vorstellen. Ich bin ja liberal, aber dafür muss ein neues Gesetz her. Als Strafe schlage ich vor: Einen Tag in Knuts Gehege – aber erst 2008. Danke an Gudrun Eussner für den Hinweis.
05.04.2007 09:19
Ein Aufklärer weniger
Es stand zwar schon in allen Zeitungen und es geschah bereits vergangenen Samstag, dennoch finde ich sollte auf der „Achse des Guten“ ein kurzer Abschiedsgruß stehen, wenn ein Guter gestorben ist. Paul Watzlawick hat vielen Menschen zu nützlichen Einsichten verholfen und dem kritischen Denken gedient. Er war zwar ein Konstruktivist, aber einer von der aufklärerischen Sorte und kein Nebelwerfer. Es lohnt sich, sein Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ im Kontext der allgemeinen Klima-Hysterie noch einmal zu lesen.


