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13.01.2007   20:57

Wettlauf der Angsthasen

Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 12.01.2007:

Erinnert sich noch jemand an BSE, an brennenden Rinderscheithaufen und bange Fragen in der Metzgerei?  Es ist ruhig um die Tierseuche geworden, die befürchtete Massenübertragung auf den Menschen blieb zum Glück aus. Doch das Problem hat sich nicht erledigt. Aber dies könnte bald der Fall sein: Eine internationale Forschergruppe zerstörte unlängst in Rinderzellenkulturen das Gen für Prionen und klonten daraus zwölf Rinder. Das Prionen-Protein im Gehirn gilt als Einfallstor für die Krankheit. Deshalb sind die neuen Tiere wahrscheinlich resistent gegen BSE. Bedauerlicherweise dürfte diese Lösung den üblichen Anwälten der Volksgesundheit überhaupt nicht schmecken. Gentechnik? Geklonte Rinder? Gotte bewahre! Dann lieber der gute alte Rinderwahnsinn!

Dieses Reaktionsmuster verrät auch einen gewissen Wahnsinn und er hat Methode: Kaum empfiehlt jemand eine neue technische Lösung für ein Problem, erhebt sich die Stimme derjenigen, die vor der Lösung noch …

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11.01.2007   13:27

Piepi, piep, piep - wir ham uns alle lieb

Endlich: Deutsche Christen lösen den Nahostkonflikt mit Hilfe von Armbändchen und Musik. Das da keiner früher drauf gekommen ist…

Peace – Shalom – Salam
„Friedenswünsche ins Heilige Land“ aus Deutschland
Hamburg, 08.01.2007
Einleitung
Der Wunsch, in Frieden miteinander leben zu können, ist nicht nur ein uralter Menschheitstraum über die Grenzen von Völkern und Religionen hinweg, sondern auch ein verbrieftes Menschenrecht. Frieden ist die Voraussetzung für Fortschritt und Wohlstand, für eine nachhaltige Entwicklung in den Ländern der Erde.

Dennoch ist Frieden von jeher brüchig und gefährdet. Armut und Ungerechtigkeit, politische und wirtschaftliche Interessen, totalitäre Ideologien, Zwist zwischen Religionen, Rassismus u.ä. führten und führen bis heute zu Kriegen zwischen, aber auch innerhalb von Staaten, zu Terror und Gewalt.

Der Konflikt im Nahen Osten wirkt auf viele Menschen besonders bedrohlich. Weil es auch um wirtschaftliche Abhängigkeiten geht, z.B. vom …

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10.01.2007   17:32

Was wurde aus Wilhelmine Tell?

Auszug aus einem Artikel aus der schweizer WELTWOCHE vom Nr. 1/07:
…Wenn eine Institution immer wieder daran erinnern muss, wie wichtig sie sei, dann liegt der Verdacht nahe, dass sie im Grunde überflüssig ist. Und man fragt sich: Was machen eigentlich die neun Mitarbeiterinnen beim Gleichstellungsbüro der Stadt Zürich den lieben langen Tag? Und ihre fünf Kolleginnen der kantonalen Fachstelle für Gleichstellungsfragen? Und die fünfzehn Mitarbeiterinnen vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung? Und all die anderen Frauen bei den landesweit einschlägigen 127 Institutionen, 65 Netzwerken und 160 Organisationen, die im Verzeichnis der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten aufgeführt sind?
Konkret fassbar ist vorweg ein ansehnlicher Ausstoss an Broschüren, Studien, Communiqués, Vernehmlassungen und Ratgebern. Vernetzung, so ist dort nachzulesen, sei die Basis jeder Frauenförderung (bei Männern würde man von Filz reden). Das alles riecht nach Selbstzweck. Doch wer meint, die Gleichstellerinnen würden lediglich an Konferenzen gehen und …

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10.01.2007   17:24

Sie predigen Wasser …

Ausgerechnet die kinderlose Renate Künast will die Väter umerziehen. Sie fände es “schön, wenn wir in Zukunft ein Bundeskabinett hätten, in dem die Männer sagen: Damals habe ich zwölf Monate Erziehungsgeld bezogen, dann war ich zwei Jahre auf Teilzeit. Die Zeit mit den Kindern möchte ich nicht missen.” Entdeckt auf dem Blog von Oliver Luksic.

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07.01.2007   20:50

Geschmacklosigkeit kennt keine Grenzen

In der Schleißheimer Straße in München gibt es ein Restaurant mit dem Namen „Mao”. Und das ist keine zufällige Namensgleichheit sondern DER Mao ist tatsächlich gemeint. Eine Kopie des berühmten Andy-Warhol-Porträts hängt im Gastraum und auch von der Speisekarte lacht einen der Dicke mit der Warze an. Neben der Tür hängt eine lobende Besprechung von einem Fress-Schreiber der SZ. Bei David Harnasch habe ich gelernt, dass der japanische Ausdruck „mukka-mukka“ bedeutet, „so wütend sein, dass man sich vor Wut übergeben möchte.“ Wie heißt das eigentlich auf Chinesisch? Und wie wär’s mit einem Café “Hitler” im nahe gelegenen Dachau? 

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07.01.2007   19:34

Warnung vor Warnhinweisen

Achtung: Wenn Sie diese Website lesen, können Sie sich erstens die Augen verderben (wegen der vielen kleinen Buchstaben) und zweitens dazu verleitet werden, Warnhinweise in Zukunft nicht ernst genug zu nehmen.
Dank an Henriette Schroeder für den Tipp.

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07.01.2007   19:14

Leser protestieren: achgut.de zu delfinfeindlich

Unsere Beiträge über die wahre Natur der Delfine, z.B. der und der, sind auf breiten Protest in der Leserschaft gestoßen.

P. N. schreibt:
“Ich finde das unfair gegenüber den definen ans ganzes - nur wegen der paar militanten antialkoholiker unter ihnen müssen alle anderen sich “viecher” nennen lassen. dabei kann ein tropfen wodka bekanntlich einen ganzen ozean ungenießbar machen.”

N. Jessen aus Tel Aviv schreibt:
“Gegen die antidelfinitische Stimmung, die hier in den letzten Wochen zum Ausdruck kommt. Früher war er nur ein Randproblem an verschmutzten Stränden, jetzt hat der Delfinhass Einlass gefunden in die Mitte unserer Gesellschaft. Einige meiner besten Freunde sind Delfine und ich war Augenzeuge, wie sie in Scharm-al-Scheych einen besoffenen Engländer buchstäblich aus dem Gebiss eines angreifenden Haies retteten (perforierte Lunge, drei Rippen gebrochen, eine halbe verschwunden! And it was the shark, stupid!!! Die …

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06.01.2007   17:47

“Alles, was Sie wissen, stimmt nicht”

John Stossel macht in den USA ziemlich genau das Gleiche, was Maxeiner und ich hierzulande tun: Aufklären wo der kuschelige Konsens in den Medien die Tatsachen vernebelt. Mit einem feinen Unterschied: Er hat großen Erfolg damit und eine eigene Fernsehsendung.

Der Text erschien am 06.01.2007 in DIE LITERARISCHE WELT

Es gibt bei vielen Themen einen Konsens von konservativ bis links, den kaum jemand zu bezweifeln wagt: “Immer mehr Menschen werden krank”, “Der Natur geht es immer schlechter”, “Armut nimmt unentwegt zu”, “Kriminalität steigt ständig an”. Solche Behauptungen ernten Kopfnicken allerorten. Dauernd bestätigen sich alle gegenseitig Prämissen dieser Art. Die Amerikaner nennen solchen allgemein verbreiteten und nahezu unumstößlichen Irrglauben conventional wisdom - konventionelle Weisheiten.

Wer im Journalismus etwas werden will, stellt solche Glaubenssätze lieber nicht in Frage, sondern macht sich besser daran, auf der Basis des conventional wisdom “Skandale” aufzudecken: wahnsinnige Kühe, böse Kapitalisten und …

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