Beiträge von Michael Miersch
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02.01.2007 21:17
Selbstständige sind arme Irre
Dieser brandeins-Text des wunderbaren Wolf Lotter ist so, wie sein Titel lautet ”Einsame Klasse”:
…Selbst in China würden junge Menschen besser auf die Selbstständigkeit vorbereitet als hier. Überall, weiß er, boomt die Selbstständigkeit, „überall lernt man, mit ihr umzugehen, und nimmt das positiv auf“. Es sei den meisten Politikern und Verantwortlichen anderswo völlig klar, wie wichtig die Selbstständigkeit als Lebens- und Erwerbsform wäre. „Die sind dort die Leitbilder, die Avantgarde, die Zukunft. Aber die Deutschen wollen das nicht.“ Hier sind Selbstständige Menschen zweiter Klasse, Schein-Bürger, Außenseiter, Störenfriede, die es nicht zu einer anständigen Unselbstständigkeit geschafft haben, mit Lohn und Abzug, jeden Ersten, so wie alle. Scheinsicherheiten und Scheinheiligkeit überall…
02.01.2007 20:58
Und Mutter Bürokratur schuf die Menschin nach ihrem Bilde
Der Nationalpark Eifel ist ein schöner Flecken Erde zwischen Bonn und Aachen. Lichte Buchenwälder wechseln sich ab mit duftenden Heidewiesen. Es ist ein Ort, an dem alle Menschen gleichermaßen Ruhe und Erholung finden, Männer wie Frauen; ein Ort, so möchte man meinen, wo der Geschlechterkampf pausiert. Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen traute dem Frieden nicht und schickte ein Expertenteam los, eine Soziologin, eine promovierte Ökotrophologin, sie hatten einen wichtigen Auftrag: “Gender Mainstreaming im Nationalpark Eifel - Entwicklung von Umsetzungsinstrumenten”. Das klingt kompliziert, aber dahinter stand die Überzeugung, dass Sexismus nicht vor den Grenzen eines Naturschutzgebiets haltmacht. Nach elf Monaten Arbeit legte das Forscherteam einen 67-seitigen Abschlussbericht vor. Es empfahl zum Beispiel, Bilder von der Hirschbrunft möglichst aus Werbebroschüren zu streichen, denn so etwas fördere “stereotype Geschlechterrollen”. Die Landesregierung überwies 27 000 Euro für die Studie. Man könnte die Sache für das Ergebnis einer übereifrigen Bürokratie halten, wäre da nicht diese merkwürdige Wendung …
02.01.2007 20:51
Hände weg von schwulen Schafen!
Wissenschaftler werden angegriffen, weil sie Widder davon abbringen wollen, ihre Geschlechtsgenossen zu bespringen:
…Scientists are conducting experiments to change the sexuality of “gay” sheep in a programme that critics fear could pave the way for breeding out homosexuality in humans. The technique being developed by American researchers adjusts the hormonal balance in the brains of homosexual rams so that they are more inclined to mate with ewes… Zum kopletten Artikel auf TIMES Online
02.01.2007 20:40
Nicht nur die Deutschen sind so
Der Amerikaner R. ist Künstler an einer großen deutschen Bühne. Dort erlebte er Folgendes:
Heute kommt eine Tänzerin zu mir, ein ganz niedliches kleines Ding aus Brasilien, sie ist wirklich ganz lieb, ich habe sie immer gemocht, sie findet mich auch ganz nett, und sagt zu mir, “Oh, R. hast du die Nachrichten gesehen?” “Was denn?” frug ich. “Saddam Hussein ist tot!” “Ja, das habe ich auch heute früh im Radio gehört.” “Das hat mich so traurig gemacht. Ich habe fast geweint”, sagte sie mit großen brasilianischen Rehaugen. “Hast du ihn so gern gehabt?” fragte ich. “Das weiß ich nicht,” meinte sie, “aber ich habe mich nur gefragt, warum er und nicht der andere da...?” Welcher “Andere” meinst Du?” “Na, der Bush, natürlich...!” sagte sie, als wenn es das Selbstverständlichste der Welt wäre.
02.01.2007 20:28
Überraschung: Iraks Wirtschaft entwickelt sich erstaunlich gut
Silvia Spring berichtet in Newsweek International:
…Civil war or not, Iraq has an economy, and—mother of all surprises—it’s doing remarkably well. Real estate is booming. Construction, retail and wholesale trade sectors are healthy, too, according to a report by Global Insight in London. The U.S. Chamber of Commerce reports 34,000 registered companies in Iraq, up from 8,000 three years ago. Sales of secondhand cars, televisions and mobile phones have all risen sharply. Estimates vary, but one from Global Insight puts GDP growth at 17 percent last year and projects 13 percent for 2006. The World Bank has it lower: at 4 percent this year. But, given all the attention paid to deteriorating security, the startling fact is that Iraq is growing at all… Zum kompletten Artikel.
Dank an Thomas von der Osten-Sacken ( wadinet.de) für den HInweis.
02.01.2007 19:50
“Es lebe die Freiheit”
Gastbeitrag von Thomas von der Osten-Sacken ( zuerst erschienen auf wadinet.de ):
Mit unserer Arbeit geht einher, dass man in 15 Jahren unzählige Irakis lernt und kennengelernt hat. Manche sind engste Freunde und Mitarbeiter, andere Kaffeehausbekanntschaften. Von vielen erhielten wir in den vergangenen zwei Tagen Anrufe und emails, die ihre Freude über das Ende Saddam Husseins Ausdruck gaben und zugleich Erstaunen darüber, dass, wie ein kurdischer Freund meinte, die Europäer angesichts der Hinrichtung des Tyrannen so tun, als sei “Jesus zum zweiten Mal gekreuzigt worden”. Bedingt durch die schlechte Sicherheitslage haben wir viele Kontakte in den Südirak verloren. M., den ich ein paar Minuten in einer südirakischen Stadt im Jahre 2003 getroffen habe, berichtet dagegen seitdem regelmäßig über die Lage vor Ort und fragt ständig an, ob wir unsere Aktivitäten auch in den Süden ausdehnen können. Er hatte sich noch unter Saddam Hussein ein wenig Deutsch beigebracht und anbei dokumentiere ich eine email, die er uns zu Neujahr schickte. Aus Sicherheitsgründen müssen Name und Ort anonym bleiben. (Rechtschreibung ist im Original belassen)…
29.12.2006 20:38
Wie alles anfing
Strengster Lesebefehl!
Die deformierte Gesellschaft
Erschienen in NOVO Nr. 85
Hanna Thiele erklärt darin, wie die deutsche Umweltbürokratie systematisch aufgebaut wurde und welche Konsequenzen dies bis heute hat:
…Die Umweltbürokraten suchen sich zur Selbsterhaltung ständig neue „Probleme“, für die sie das gesellschaftliche Bewusstsein schärfen möchten. Am besten eignen sich hierfür Themen, die faktisch nicht greifbar oder langfristig angelegt sind, sodass der Nachweis schwerfällt, ob neue Umweltauflagen überhaupt Sinn machen können. Nach dem Motto „je abstrakter, desto besser“ wurde vor einigen Jahren der „Klimawandel als größte Bedrohung der Menschheit“ ausgeguckt…
29.12.2006 20:26
Kein Blut für Öl!
Sometimes, the best way to examine a radical assertion is to assume that it is correct and examine the likely consequences …
Hier klicken und runter scrollen bis zur Überschrift “No Blood for Oil!”. Die anderen Texte dort sind ebenfalls lesenswert. Dank an TPR für den Hinweis.

