Beiträge von Michael Miersch
Kategorien
Archiv
03.07.2008 20:30
Das waren noch Zeiten
1980 habe ich DIE GRÜNEN aus vollem Herzen unterstützt. Wenn ich mir heute diesen Wahl-Spot ansehe, kann ich das eigentlich nur noch mit den Rauschmitteln der siebziger Jahre rechtfertigen. Viel Spaß: http://www.youtube.com/watch?v=lQ6jhSQCUQc
28.06.2008 21:18
Das Marburg-Virus
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 27.06.2008
Es gibt Briefe, die möchte man am liebsten ungeöffnet in den Papierkorb befördern. Etwa Schreiben vom Finanzamt oder der städtischen Parkraumüberwachung. Besonders unangenehm ist derzeit allerdings die Post vom Heizöllieferanten, dem Gasversorger oder dem Stromanbieter. Die Energiekosten treiben beim gemeinen Bürger den Puls in die Höhe wie eine DVD von „Das Schweigen der Lämmer“. Deshalb gibt eigentlich niemanden mehr, der nicht schleunigst auf Abhilfe sinnt. Wie kann ich am besten sparen? Anbieter wechseln? Weniger Heizen? Neue Heizung? Dämmen? Ökolampen? Solarenergie? Erdwärme? So setzt ein funktionierender Markt ein. Der Bürger sucht sich die für ihn günstigste Lösung. Er weiß am besten, was gut für ihn ist. Wenn man ihn denn lässt.
Nun gibt es Amtspersonen, die der Meinung sind, sie wüssten viel besser, was gut für die Menschen ist. Beispielsweise in Marburg. Der grüne Bürgermeister und …
13.06.2008 17:30
Her mit der Urbanpauschale
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 13.06.2008
Welches ist das sauberste Personentransportmittel? Nein, nicht die Bahn und nicht das Drei-Liter-Auto. Es ist der gute alte Fahrstuhl, der es seit 1853 Menschen ermöglicht, Häuser immer höher zu bauen und dadurch der vertikalen Verdichtung der Großstädte einen kräftigen Schub gab. Nächste Frage: Welche Amerikaner leben am umweltfreundlichsten? Es sind nicht die öko-schicken Cappuccino-Cowboys in ihren romantischen Landhäusern, sondern die Bewohner Manhattans. Das Zentrum von New York hat den niedrigsten Prozentsatz an Autobesitzern in den gesamten Vereinigten Staaten. Zwei Drittel der Bewohner benützen öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder gehen zu Fuß. Dagegen sind die vielen Millionen Auto fahrenden Pendler eines der heftigsten Umweltprobleme der USA. Nur übertroffen von den 40 Millionen Rasenmähern in den Vorstädten, die die Luft wesentlich schlimmer belasten als die Autos.
Es wird Zeit die Landromantik einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterwerfen. Doch in Deutschland …
13.06.2008 17:24
Greenpeace verkauft Atom-Strom
Dass ich das noch erleben darf. Jetzt nur keine Häme.
08.06.2008 20:47
Grün neu denken
Was als „öko“ gilt und was nicht, wurde vor einem Vierteljahrhundert definiert Immer häufiger stellt sich heraus, dass ökologisch motivierte Politik selbst der Umwelt schadet (vom Plastik-Recycling bis zu manchen Biotreibstoffen). Es wird Zeit, neu darüber nachzudenken, was tatsächlich gut ist für Menschen und Umwelt. Hier geht’s weiter.
08.06.2008 20:41
Es gibt nichts Gutes
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 06.06.2008
Diese Woche wurden wir von der Milchkrise, der neuerlichen SPD-Krise und der Eckkneipenkrise heimgesucht. Ganz zu schweigen von der Birma-Krise zwischen Alice Schwarzer und Matthias Matussek. Die Welt wird von Tag zu Tag schlechter, lautet der Minimalkonsens zwischen dem Volk und seinen ungeliebten Vertretern. Die Jüngeren wissen schon gar nicht mehr, dass es jemals anders war. Dass es mal einsame Intellektuelle gab, die sich mit ihrer Kritik schwer unbeliebt machten. Wer fand, dass in Deutschland nicht alles in bester Ordnung war, wurde schnell zum Außenseiter. Heute ist es umgekehrt. Wer erklärt, irgendetwas in Deutschland oder in der Welt sei gar nicht so übel, erntet allgemeines Kopfschütteln. Der Argwohn gegen alles Bestehende gehört zur kulturellen Grundausstattung vom Kleinkind bis zum Rentner.
Es begann, als die Trümmergeneration in Westdeutschland aus dem Gröbsten raus war und anfing, Auto, …
08.06.2008 20:06
Bäume verbuddeln fürs Klima
Siehe:
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=10472
Zitat: “Unter den heutigen globalen Umweltproblemen ist die exzessive Freisetzung von Kohlendioxid durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die damit verbundene Erderwärmung eines der drängendsten. Fritz Scholz und Ulrich Hasse von der Universität Greifswald stellen in einem Essay in der Zeitschrift ChemSusChem einen möglichen Lösungsansatz vor: Extra angepflanzte Wälder binden das CO2 durch Photosynthese und werden dem globalen CO2-Zyklus anschließend durch Vergraben entzogen. „Erstmals würde der Mensch so der Natur etwas wieder zurückgeben, das er ihr zuvor genommen hat,“ so Scholz…”
Klingt bizarr, aber auf den zweiten Blick fand ich die Idee durchaus reizvoll. Es wäre billiger als “Kyoto” und es gäbe mehr Wälder. Warum also nicht?
31.05.2008 21:50
Kurze Ansage für die 2648 Abonnenten unseres Rundbriefes “Die Frohe Botschaft”
In der neuen DFB Nr. 38 steht unter anderem folgende Meldung aus achgut.de:
Rohmilch sei besonders wertvoll, behaupten Anthroposophen und Körner-Gurus, dehalb wird sie auch unter der Bezeichnung “Vorzugsmilch” verkauft. Nicht zum ersten Mal sind jetzt Kinder schwer daran erkrankt, denn Rohmilch kann EHEC-Bakterien enthalten. Mehr über gefährlichen Ernährungsunsinn steht hier drin.
Leider fehlen darin die Links, was den geschilderte Sachverhalt als pauschale Behauptung erscheinen lässt. Da das Senden der DFB ziemlich zeitaufwändig ist, bitten wir um Verständnis, dass wir keine korrigierte Fassung verschicken.

