Beiträge von Michael Miersch
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06.02.2010 11:58
Republikflucht
Im Inforadio des RBB hörte ich ein Kurzinterview mit Renate Künast zur Frage, wie man mit der Bankdaten-Datei aus der Schweiz umgehen soll. Steuersünder, die ihr Geld ins Ausland bringen, bezeichnet sie darin gleich zweimal hintereinander als “republikflüchtig”. Republikflucht? Das Wort kam mir irgendwie bekannt vor.
05.02.2010 15:24
Wir müssen leider draußen bleiben
Das empfiehlt jedenfalls Jens Jessen in der ZEIT:
„…Keiner, der die Konstruktion eines islamischen Feindbildes fürchtet, hat jemals Sympathie für Gewalttäter geäußert oder gar Bereitschaft zur vorauseilenden Unterwerfung unter die Scharia zu erkennen gegeben. Vielleicht empfielt es sich, die Internetseite „Achse des Guten“, die besonders großzügig mit solchen Unterstellungen arbeitet, aus der Debatte herauszuhalten. Sie hat sich eher als Achse des Bösen gezeigt…“
28.01.2010 11:18
Artentod: Wo sind die Leichen?
Die Vereinten Nationen haben 2010 ist das Jahr der Artenvielfalt erklärt und warnen vor dramatischen Verlusten. Doch wie viele Arten sind tatsächlich ausgestorben? Eine Spurensuche
Das Massensterben findet statt, tagtäglich und überall. Die UN hat 2010 zum internationalen Jahr der Artenvielfalt ausgerufen und die Großen dieser Welt beteuern wie bedeutend das Thema ist. Ban-Kimoon und Angela Merkel appellieren, den Verlust der biologischen Vielfalt endlich zu stoppen. Denn im Gegensatz zu anderen Umweltschänden, kann das Aussterben von Tieren und Pflanzen nicht rückgängig gemacht werden. Die Stellersche Seekuh (Artentod 1768) und der Riesenalk (Artentod 1844) kehren nie wieder. Unsere Vorfahren löschten sie aus.
Und heute? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN (2007) weltweit 16 306 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Doch wie viele sind bereits verloren, oder verschwinden gerade jetzt? Wer darauf eine Antwort sucht, gerät in einen Irrgarten aus Hypothesen und …
24.01.2010 14:35
Dieser Skandal ist ein Witz
Oh Schreck: Gentechnik-Baumwolle in Bio-Kleidung
Sorgen haben die Leute. Die großen Textilhandelsketten regen sich mächtig auf, weil Spuren von gentechnisch veränderter Baumwolle in Kleidungsstücken gefunden wurden, die in Deutschland als „bio“ vermarktet werden. Die Firma Tchibo nennt es einem „Gau“. C&A-Vertreter sprechen von „Kriminalität“ und haben eine Delegation zu Ermitteln nach Indien geschickt. H&M lässt seien Ware in Labors prüfen. Alle geben sich mächtig empört.
Worin besteht dieser „Skandal“? Hat jemand einen Schaden erlitten? Gentechnisch verbesserte Bt-Baumwolle unterscheidet sich im T-Shirt nicht im Geringsten von der herkömmlichen. Allerdings ist die ökologisch vorteilhaft, weil die Bauern beim Anbau 41 Prozent weniger Insektengift einsetzen. Obendrein verbrauchen sie weniger Land, weil die Bt-Baumwolle 37 Prozent mehr Ertrag auf gleicher Fläche liefert. Nach Faktenlage ist die Bezeichnung „bio“ für die Bt-Baumwolle also durchaus gerechtfertigt. Skandalös ist allenfalls das Bio-Marketing. Gutgläubige Kunden wird damit das Geld aus der Tasche gezogen, weil …
21.01.2010 14:59
Die Rückkehr des Vogelhäuschens
Das gute, alte Vogelhäuschen ist eine unschlagbar effiziente ökologische Hilfe, sagt der Ornithologe Peter Berthold. Ein Gespräch über Meisenknödel und Naturschutz-Mythen.
Herr Berthold, jahrelang haben uns Naturschützern erklärt, dass Vogelhäuschen ökologisch unsinnig sind und nichts weiter als eine Marotte sentimentaler Tierfreunde. Jetzt kommen Sie und sagen: alles Quatsch! Wieso?
Peter Berthold: Leider wurde der Öko-Mythos vom nutzlosen Vogelfüttern von einigen Naturschutzverbänden sehr erfolgreich verbreitet. Die wissenschaftlichen Fakten sprechen dagegen.
Wann kamen Vogelhäuschen eigentlich auf?
Berthold: Deutschland hat im Grunde genommen das Vogelfüttern erfunden. Bereits im späten 19. Jahrhundert erschienen populäre Bücher darüber. Die damaligen Vogelschützer fütterten tüchtig und beschäftigten sich auch mit der Biologie des Vogelfütterns. In vielen Ländern ist das so geblieben, vor allem in der Vogelschützer-Nation Nummer eins: England. Dort wurde das Füttern nie in Frage gestellt. Im Gegenteil, die Engländer haben schon vor dreißig Jahren damit begonnen ganzjährig zu …
17.01.2010 13:22
Die Armutskatastrophe
Als 1995 in der Region zwischen Kobe und Osaka die Erde bebte, kamen 6434 Menschen ums Leben. Das Erdbeben von Tokio im Jahr 1923 war nur halb so stark, doch es forderte 140.000 Opfer. Und das, obwohl die Bevölkerung Japans in den sieben Jahrzehnten dazwischen rapide angewachsen war. Der gewaltige Unterschied in den Opferzahlen liegt daran, dass sich Japan zu einem freien und ökonomisch starken Land entwickelt hatte. Obwohl es eines der schwersten Erdbeben des 20. Jahrhunderts war, blieben beim Kobe-Erdbeben viele Gebäude dank moderner Sicherheitstechnik stehen, vorwiegend traditionell gebaute, alte Häuser brachen zusammen. Die Versicherungen mussten die bis dahin größte Schadenssumme aller Zeiten zahlen.
Für Versicherungen wird die Katastrophe in Haiti wohl nicht sonderlich teuer, denn die meisten der Betroffenen sind nicht versichert. Ihre Hütten würde auch keiner versichern. Die Zahl der Toten jedoch, so viel kann man schon jetzt leider sagen, wird näher an der von …
16.01.2010 18:52
Sharia für Anfänger
Warum die Zeugenaussage einer Frau laut Koran nur halb so viel Wert ist, wie die eines Mannes, wird in diesem Internetforum erschöpfend erklärt (ist schon etwas älter, aber immer noch interessant). Viel Spaß.
14.01.2010 14:13
Die Wahrheit über Maxeiner & Miersch
Herr Axel Mayer aus der sonnigen Region Südlicher Oberrhein ist ein fleißiger Mensch. Er sucht und sammelt Beschimpfungen, Verdächtigungen und Verleumdungen, die über Dirk Maxeiner und mich gedruckt oder ins Netz gestellt werden. Damit füllt er die Website des BUND-Regionalverbandes Südlicher Oberrhein, was - das muss man zugeben - den Unterhaltungswert dieser Seite deutlich hebt. Überschrift der Schmäh-Kollektion: “Dirk Maxeiner & Michael Miersch: Industrielobbyisten als Journalisten getarnt”. Doch trotz seiner Bemühungen ist Herrn Mayer nur die zweitbeste Hass-Seite gelungen. Die beste ist immer noch diese.


