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18.10.2007 13:00
Die unerträgliche Leichtigkeit des Scheins
Gastbeitrag von Edgar Dahl
In Deutschland kann man es einfach nicht lassen. Wann immer einem die Argumente ausgehen, holt man die braune Keule hervor und bezichtigt seinen Gegner kurzerhand „nationalsozialistischen Gedankenguts“. Das jüngste Opfer ist der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins von der Oxford University, dessen Buch „Der Gotteswahn“ gerade in deutscher Übersetzung erschienen ist. In einer in der WELT abgedruckten Rezension unterstellt ihm der Psychiater und Theologe Manfred Lütz eine „zynische Ethik“, die dem Dritten Reich und der Ermordung von über 100.000 behinderten Menschen den Weg geebnet hätte.
Inwieweit kann aus einem Buch, das der Kritik der großen Weltreligionen gewidmet ist, eine menschenverachtende Ethik sprechen? Nun, „wer suchet, der findet“. So auch der bibelfeste Theologe Lütz. Er versucht Dawkins einen Strick daraus zu drehen, dass er mit seiner Evolutionstheorie die christliche Doktrin von der „Heiligkeit des menschlichen Lebens“ untergrabe und die Stirn habe, sich für einen …
18.10.2007 11:18
Ein gern vernachlässigter Feind der offenen Gesellschaft
Welche Feinde der offenen Gesellschaft sind wohl heute die gefährlichsten für unseren Rechtsstaat? Wie oft habe ich diese Frage schon mit Freunden und Mitstreitern diskutiert! Es ist keine einfache Frage. Die Islamisten sehen sich weltweit auf den Vormarsch, nicht ganz zu Unrecht, aber auch nicht ganz zu Recht, wie ich hoffe. In Europa jedenfalls wird ihre Macht noch immer unterschätzt. Die Linken haben den größten Einfluss auf die Mitte der Gesellschaft. Guevara, nicht Mussolini oder Nasrallah, wird in der Zeit und in der ARD als mythischer Held gefeiert. Die Genossen von der SED, nicht die Republikaner, werden bei Anne Will und Kollegen freundlich empfangen. Und die Nazis? Die sind auch nur in der medialen Öffentlichkeit geächtet. In so manch einem ostdeutschen Kaff haben sie dafür umso mehr zu sagen.
Aber wir haben jemand wichtiges vergessen, einen alten Bekannten, den man auch in liberalen Kreisen leicht und gerne vergisst. …
17.10.2007 15:59
“Saint Al of the Ecopalypse”
Mark Steyn über den frischgebackenen Friedensnobelpreisträger: Doom if Saint Al loses carbs
“A schoolkid in Ontario was complaining the other day that, whatever subject you do, you have to sit through Gore’s movie: It turns up in biology class, in geography, in physics, in history, in English. Whatever you’re studying, it’s all you need to know. It fulfils the same role in the schoolhouses of the guilt-ridden developed world that the Koran does in Pakistani madrassas. (..)
No matter how you raise the stakes ("It might take another 30 Kyotos”, says Jerry Mahlman of the National Centre for Atmospheric Research), Saint Al of the Ecopalypse can raise them higher. Climate change, he says, is the most important moral, ethical, spiritual and political issue humankind has ever faced. Ever. And not just humankind, but alienkind, too. “We are,” warns Gore, …
17.10.2007 10:28
Ganzheitlicher Ansatz
Gefrustet, weil man vom Schreiben allein nicht leben kann? Gefrustet auch, weil man schon von dem Versuch Augen-, Kopf- und Rückenschmerzen bekommt? Na, wie wäre es denn dann mit dem klassischen, aber leider etwas aus der Mode gekommenen Modell? Das lohnt sich wenigstens - für Körper, Geist und Portemonnaie!
17.10.2007 09:36
Zur Kritik der Kritischen Theorie
Erschienen in: Aufklärung und Kritik 2/2007
Radikale Linke ärgern sich zurecht immer wieder darüber, dass im akademischen Betrieb nicht selten über Adorno gesprochen wird, ohne dass auch nur ein Wort zu seiner Kapitalismuskritik fällt. Ich denke, dass es Theoreme in seinem Werk gibt, die sich auch unabhängig von seiner Gesellschaftskritik diskutieren lassen und dazu gehört auch seine Erkenntnistheorie. Adorno selbst aber sieht das anders. Das Zentrum seiner Philosophie ist ohne Zweifel die Kritik der warenförmigen Gesellschaft. Es ist schwer, auch nur eine Seite in seinem Gesamtwerk zu finden, an der sich das nicht zeigen ließe.
Fast alle seiner Thesen über die kapitalistische Gesellschaft werden von Adorno ungeprüft in den Raum geworfen. Adornos Kritik verharrt im Intuitiven. Wissenschaftliche Fakten zu den postulierten sozialen Zusammenhängen sind in seinen Hauptwerken überhaupt nicht zu finden. Selten ist er um eine Begründung bemüht. Ja, er lehnt …
15.10.2007 20:44
Fluch und Segen des Fluchens
Steven Pinker erklärt, warum wir so gerne fluchen und warum wir es trotzdem manchmal bleiben lassen sollten. Ein schöner Text mit einem noch schöneren Titel: What the F***?
“Language has often been called a weapon, and people should be mindful about where to aim it and when to fire. The common denominator of taboo words is the act of forcing a disagreeable thought on someone, and it’s worth considering how often one really wants one’s audience to be reminded of excrement, urine, and exploitative sex. Even in its mildest form, intended only to keep the listener’s attention, the lazy use of profanity can feel like a series of jabs in the ribs. They are annoying to the listener and a confession by the speaker that he can think of no other way to make his words worth attending to. It’s all the more damning …
15.10.2007 10:46
“Allah has blessed the land of America”
Khudayr Taher ist Iraker, Moslem und Liberaler, lebt heute in Amerika und schreibt Sätze wie diese:
”America is the prophet of liberty that has liberated millions of humans from subjugation and slavery. It brought down Nazism, Communism, and the Taliban and Saddam regimes.
It is certain that the ignorant, the rabble, and the terrorists do not understand ... that Allah has blessed the land of America and has graced it with all its resources – mines, oil, agriculture, land, and aquatic fauna… America is an earthly paradise… by the grace of Allah’s blessings.
The foolish and the criminal never manage to see the sunlight and the hidden good that shines out… One needs a clear conscience and a mind free of criminal mob slogans before one can see America’s good, shining face…
Any noble Arab Muslim should …
14.10.2007 12:15
Keine Karikaturen bei Kurt Krömer
Nein, kommt leider nicht in die Tüte. Aber wenigstens eine einleuchtende Begründung bekam der treue Zuschauer gestern abend:
“Sich über fremde Kulturen lustig machen, gibts nicht hier, das kann nämlich Alluuaaaahh-dings Ärger geben. Und über andere Religionen, das geht überhaupt gar nicht - besonders an Alluuaaaaaahh-heiligsten!”

