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09.12.2006   22:16

Inside The Beltway - 4

Wer den “Tastee Diner” in Bethesda (http://www.tasteediner.com) noch nicht besucht hat, der weiss nicht, was ein echter Diner ist. Aussen ein unauffaelliges langes Etwas, drinnen “History Channel”. 1935 gebaut, wurde die Einrichtung seitdem nicht geaendert. Auch das Menue ist, von den Preisen abgesehen, gleich geblieben. Wenn das Wort “authentisch” irgendwo passt, dann hier. “Tastee” hat rund um die Uhr geoeffnet, an den Wochenende muss man anstehen, um einen Tisch zu bekommen. Wir bestellen Pan Cakes, French Toast, Eggs Sunny Side Up, Home Fries, Cole Slaw, Tee und Kaffee. Es dauert keine fuenf Minuten und das Essen ist da, frisch zubereitet. Wie schaffen die das nur? Nach dem Fruehstueck gehen wir zum Farmers Market (http://www.farmwomensmarket.com). Am Kaesestand von Stonyman werden auch Buecher verkauft, darunter “The Unite States of Arugula” (Die Vereinigten Staaten von Ruccola) von David Camp. (http://www.randomhouse.com/broadway/catalog/display.pperl?isbn=9780767915793). Untertitel: “How We Became A Gourmet Nation”. Auf dem Cover …

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09.12.2006   21:57

Ahmadineschads willige Helfer

Es ist so weit: Nächste Woche findet in Teheran die seit langem angekündigte Konferenz über den Holocaust statt. Sie soll zwei Tage dauern und zwei Fragen klären. Hat der Holocaust wirklich stattgefunden? Und falls ja: Warum sollen die Palästinenser die Rechnung für die Verbrechen der Deutschen bezahlen?
Die Konferenz ist ein Non-Event. Würden sich in Ulan-Bator oder an irgendeinem anderen zentralen Ort der Welt die Mitglieder der „Flat Earth Society“ (die es wirklich gibt) treffen und darüber beraten, ob die Erde eine flache Scheibe ist und was man anstellen sollte, um nicht vom Rand in die Tiefe des Universums zu fallen, wäre dies ein Ereignis vom gleichen Rang. Nur wesentlich unterhaltsamer und garantiert harmlos. Was die Teheraner Konferenz nicht ist, weswegen man sich leider mit ihr beschäftigen muss. 

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09.12.2006   19:59

Bleib doch gleich drueben, wenn es Dir hier nicht gefaellt!

Aus gegebenem Anlass muessen wir heute noch einmal auf den Satz von Dieter Bohlen zurueck kommen, mit dem man das auf den ersten Blick unerklaerliche Verhalten vieler Zeitgenossen doch erklaeren kann: “Das Problem ist: mach einem Bekloppten klar, dass er ein Bekloppter ist!”
Und hier die Geschichte zur Pointe, aus dem Wiener STANDARD:

Wien - Der antizionistische Wiener Rabbi Moishe Aryeh Friedman ist am Freitag nach Teheran aufgebrochen, wo er an einer umstrittenen Konferenz über den Holocaust teilnehmen wird. Gegenüber der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA warnte Friedman vor “einem strategischem Missbrauch des historischen Ereignisses des Holocaust"… Der österreichische Rabbi meinte, der Iran sei das beste Gastland für die Holocaust-Konferenz, weil er im Zweiten Weltkrieg neutral geblieben und nicht in die Ereignisse involviert gewesen sei. Er würdigte den Iran als “Modellstaat”, was dessen Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten angehe…

http://derstandard.at/?url=/?id=2689820

Was man sonst …

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09.12.2006   19:50

Apartheid in Israel

Hier ein weiteres Beispiel fuer die Diskriminierung der Muslime in Israel, das Jimmy Carter in sinem Buch zu erwaehnen vergass:

Ben-Gurion-Airport Tel Aviv:
Muslime werden auf dem Weg zum Flugzeug beten können

Erstmals wird am Ben-Gurion-Flughafen ein muslimisches Gebetshaus
eingerichtet. Die Krankenhäuser Tel Hashomer und Rambam werden dem Beispiel folgen.

Das Gebetshaus, das im Terminal 3, dem Terminal der abreisenden
Passagiere, gebaut wird, wird einigen Dutzend Gläubigen Platz bieten. Das
muslimische Gebetshaus wird nach bester muslimischer Tradition mit Teppichen an den
Wänden ausgeschmückt sein und farbige Fenster sowie Verzierungen in
geometrischen Formen und kalligraphischen Korantexten erhalten.

Außerdem wird das Gebetshaus mit Koranbüchern und anderen heiligen
Büchern ausgestattet. Wie üblich, wird es getrennte Bereiche für Frauen und
Männer geben, und in den angrenzenden Toiletten wird es eine …

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09.12.2006   00:47

Inside The Beltway - 3

Eine gute Adresse ist die halbe Miete. Wer am Potsdamer Platz wohnt, der braucht keine Hermes-Krawatten, die Adresse ist fein genug. Auch der Dupont Circle ist eine Lokation, mit der man angeben kann, ohne zu protzen. Und 1755 Massachusetts Avenue liegt nur eine Fußminute vom Dupont Circle entfernt, dem Herzen der Hauptstadt. Hier residiert das American Institute for Contemporary German Studies, kurz AICGS. (http://www.aicgs.org/about/scholars/broder.aspx) Gleich nebenan ist die Brookings Institution, gegenüber auf der anderen Seite der Mass Ave die Congressional Black Caucus Foundation. Fast alle großen Stiftungen und Institute haben sich rund um den Dupont Circle niedergelassen, was damit zu tun hat oder dazu geführt hat, dass es rund um den Dupont Circle die größte Dichte an Cafes gibt - Amsterdam und Tel Aviv ausgenommen. Am bekanntesten ist das Kramerbooks and Afterwards Café (http://www.dailycolonial.com/go.dc?p=3&s=91), eine Mischung aus Buchladen und Restaurant, das man nur mit gefesselten Händen und ohne …

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08.12.2006   01:34

And Finally: Merry Christmas And A Happy New Year!

http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2-2489416.html

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08.12.2006   01:30

Inside The Beltway - 2

Hannes hat Recht. Man muss die USA kritisieren dürfen. Nicht nur die „Bush-Administration“, sondern auch den „American Way of Life“. Was ich zum Beispiel irre finde, ist die Art wie die Amis Auto fahren. Auf dem Highway überholen sie links und rechts, ohne dabei zu rasen, in der Stadt halten sie an STOP-Schildern, auch wenn weit und breit kein zweites Auto zu sehen ist. Es gibt Kreuzungen mit gleich vier STOP-Schildern an jeder Ecke. Und es kommt tatsächlich vor, dass vier Autos gleichzeitig anhalten und die Fahrer sich mit Gesten und Blicken verständigen, bevor sie wieder anfahren. Wo bleibt da das Recht der Bürger auf freie Fahrt?
Noch ärger ist das Parkverhalten. Wir sind ja einen laschen Umgang mit Parkverboten gewöhnt, wo eine Lücke ist, da wird geparkt.
Das würde der Ami nie machen. Wann man wo Parken darf, ist eine Wissenschaft für sich. Heute zum …

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07.12.2006   19:30

Inside The Beltway - 1

Walter Laqueur weiss alles, wenn er etwas nicht weiss, was praktisch kaum vorkommt, dann muss es etwas sein, das es nicht gibt. 1921 in Breslau geboren, hat er das 2o. Jahrhundert aus nächster Nähe erlebt: Drittes Reich, Auswanderung nach Palästina, die Gründung Israels, das Ende des Kommunismus. Er hat als Landarbeiter und Journalist gearbeitet, bevor er anfing, sich mit Geschichte zu beschäftigen, ein Autodidakt mit Notabitur und ohne akademisches Training. So wurde er Professor an der Brandeis- und Georgetown University und Direktor des Institute of Contemporary History in London. Heute lebt Laqueur in Washington, London und Jerusalem. Das Gehen fällt ihm schwer, aber das Reisen macht ihm noch immer Spaß.
Nicht einmal Laqueurs Frau weiss, wie viele Bücher er geschrieben hat, es können vier oder fünf Dutzend oder auch mehr sein. Jedenfalls füllen sie ein ganzes Regal in der Washingtoner Wohnung. “Schauen Sie, was ich hier habe”, sagt …

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