Beiträge von Henryk M. Broder
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01.12.2006 17:08
What is a ‘moderate’ Muslim?
Das große Verständnis, das den Islamisten derzeit entgegengebracht wird, die Bereitschaft ihre Gewaltakte schönzureden und zu rechtfertigen, hat nichts zu tun mit Respekt vor einer anderen Kultur oder einer fremden Religion. Es ist der reine Rassismus der “bleedings souls”, der Herz-Jesu-Sozialisten und der enteierten Herrenmenschen, die ihre Idee vom “edlen Wilden” nicht aufgeben wollen. Es ist ein Kotau vor der Urgewalt, die jene am meisten beeindruckt, die ihre eigenen Phantasien nicht ausleben können. Die Islamisten sind die letzte Hoffnung der Filzpantoffel-Revoluzzer; jene sollen den Westen Mores lehren und das vollbringen, wozu diese nicht in der Lage waren - die Transformation der Gesellschaft in ein totalitäres System. Deswegen das Gerede von den “Schnittmengen” zwischen dem Koran und dem Kommunistischen Manifest. Deswegen die Avancen von Lafontaine und Genossen gegenüber Teheran. Deswegen die Forderung, mit Terroristen zu verhandeln statt sie zu bekämpfen.
Gelobt sei der Herr - immer mehr Moslems durchschauen …
01.12.2006 16:11
In pädagogischer Mission - Daniel J. Goldhagen entdeckt den Islamismus
von Christian Böhme
Wehret den Anfängen! Wenn diese pathosgeschwängerte Warnung mit Ausrufezeichen erschallt, dann ist es meist schon viel zu spät. Dann brennt das Feuer längst lichterloh, vor dessen Ausbruch der Aufklärer doch gerne die ach so Unwissenden und Naiven warnen möchte. Der Harvard-Professor Daniel Jonah Goldhagen beendet am Montagabend seine 90minütige Rede mit genau diesem deutschen Satz. Er sagt die drei Wörter nicht einfach so dahin. Der 47jährige gibt ihnen durch den Tonfall etwas sehr Bedeutungsschweres. Goldhagen fixiert dabei das Berliner Publikum durch seine Brille. So als wolle er hinzufügen: Nun wißt ihr Bescheid. Endlich seid ihr euch der Gefahr des Islamismus bewußt. Doch brauchen wir diese Art Erleuchtung überhaupt? Ist Daniel J. Goldhagen aus den USA womöglich ein Zuspätkommer?
„Europa und der politische Islam“ heißt der Vortrag, den der Soziologe und Politologe auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung hält. Aber Goldhagens Ansprache will …
30.11.2006 23:55
Danke, Roger!
In der letzten Ausgabe der LITERATUREN nennen sieben Rezensenten ihre Buch-Favoriten in acht Kategorien. In der Kategorie “Mein Ärgernis des Jahres” nominiert Roger Willemsen “Hurra, wir kapitulieren! Von der Politik des Einknickens”.
Was mich zu einem herzlichen “Danke, Roger!” veranlaßt, denn die Vorstellung, von R.W. gelobt zu werden, ist nicht nur schweißtreibend, demütigend und rufschädigend, sie würde mir auch den Appetit auf den nächsten Maine-Lobster verderben.
Und hier der Subtext zum Kontext:
http://www.henryk-broder.com/html/tb_willemsen.html
http://www.henryk-broder.com/html/schm_willemsen.html
30.11.2006 23:30
Die Aufklärung geht flöten - und wir gehen mit
Die Rede von Victor Davis Hanson beim diesjährigen “Churchill Dinner” des Claremont Institute am 2o.11.06.
“Note also the constant subtext in this new self-censorship of our supposedly liberal age: the fear of radical Islam and its gruesome methods of beheadings, suicide bombings, improvised explosive devices, barbaric fatwas, riotous youth, petrodollar-acquired nuclear weapons, oil boycotts and price hikes, and fist-shaking mobs, as the seventh century is compressed into the twenty-first.
In contrast, almost daily in Europe, “brave” artists caricature Christians and Americans with impunity. And we know what explains the radical difference in attitudes to such freewheeling and “candid” expression—indeed, that hypocrisy of false bravado, of silence before fascists and slander before liberals is both the truth we are silent about, and the lie we promulgate.
There is, in fact, a long list of reasons, among them most surely the assurance that cruel critics of …
30.11.2006 23:11
“Eine libertierende Götzin mit Feuerflamme in der Hand”
Eine großartige Satire zu Weihnachten, in der all die Fragen gestellt werden, auf die wir die Antworten schon wissen. Z.B.:
“Was wird Jesus bezüglich der Besatzung in Palästina tun? Was wird er zu den Zionisten sagen und was zu den Palästinensern? Was wird er zu der Mauer durch das Heilige Land sagen?”
Das ganze Stück steht hier:
http://f25.parsimony.net/cgi-bin/topic-flat.cgi?Nummer=63498&Phase=Phase1&ThreadNummer=47464
30.11.2006 22:56
Wenn die Russen Trauer tragen
Die Rede des Russischen Botschafters in Deutschland, Vladimir Kotenev, am Grab von Markus Wolf:
“Sein kritischer Geist stellte viele unbequeme Fragen. Aber in Bezug auf Russland hat er nie den Rahmen der freundschaftlichen, sympathisierenden Kritik gesprengt. Deswegen erinnern sich heute so viele Menschen in meinem Lande.”
http://www.super-illu.de/aktuell/superstory_unter_174978.html
29.11.2006 21:31
Schalom, Chawer!
Robert Rosenberg ist tot. Er starb vor über ein em Monat in Tel Aviv an einer Krankheit, die er noch im Frühjahr besiegt glaubte. Wir kannten uns seit 25 Jahren, seitdem wir uns in Yamit ein paar Tage vor dem Rückzug der Israelis aus dem Sinai getroffen hatten.Er sah aus wie der jüngere Bruder von Omar Sharif, und wenn er nicht arbeitete, hielt er Hof im Cafe Tamar in der Rehov Sheinkin. Bevor andere wußten, dass es so etwas gibt, hatte er schon e-mail und eine eigene Homepage. “Henryk, you must have this, its great”, sagte er jedesmal, wenn ich ihn staunend bei der Arbeit beobachtete. Er zog immer wieder um, fing immer etwas Neues an, der einzige stabile Faktor in seinem Leben war seine Frau Silvia. Kurz vor dem Ausbruch des ersten Golfkrieges saßen wir alle bei den Rosenbergs auf dem Sofa, hatten Gasmasken an und fotografierten uns gegenseitig. …
29.11.2006 21:12
“My First Visit To Palestine”
"My first view of Palestine was from the air. I had flown for several hours above the unrelieved barrenness of Arabia. Small signs of cultivation had become apparent as my plane neared the valley of the Jordan. After flying over the twisting, curving river, these signs increased. But the general bleakness continued. Jerusalem lay about thirty miles to the south, among rocky hills. As we began to descend, the sea and the coastal plain came into view, and then the great city of Tel Aviv. Now there were many villages and orderly settlements and carefully planted citrus groves. Trees, too, appeared, and I could see that all of them were young.”
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