Beiträge von Henryk M. Broder
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14.11.2008 10:26
Norman lässt die Hosen runter
Es ist immer wieder schön, wenn Leute, die man demaskieren möchte, einem die Arbeit abnehmen. Bei Norman Paech, dem außenpolitischen Sprecher der SED/PDS/LINKE-Fraktion im Bundestag, gibt es zwar kaum noch was zu demaskieren, trotzdem ist es gut, dass er sich nun bis zur Kenntlichkeit entzerrt hat. Und dem Tagesspiegel sei Dank für diese Hilfestellung:
Die unerträgliche Rhetorik des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad heizt die antiisraelische und antisemitische Stimmung im Lande zwar mächtig an. Eine vergleichbare Drohung wie die israelische gegen Iran enthält sie aber definitiv nicht. Und das unveränderte Beharren auf der Urananreicherung zur zivilen Nutzung der Kernenergie – man mag der Versicherung glauben oder nicht – ist keine Drohung mit einem Angriff. http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Iran-Israel;art141,2660737
14.11.2008 07:48
Schweizer gedenken der Pogromnacht
1. Unbekannte haben am Montag an einem Lebensmittelgeschäft mit Koscher-Produkten in Basel ein Plakat mit der Aufschrift «Kauft nicht bei Juden» angebracht. http://www.bazonline.ch/schweiz/Kauft-nicht-bei-JudenPlakat-an-Geschaeft-angebracht/story/30392122
http://www.20min.ch/news/basel/story/22567688
2. Israel sperrt das grösste KZ der Welt für Journalisten
http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTICLE/6126/2008-11-12.html
3. Switzerland says Israel breaking international law
http://www.iht.com/articles/ap/2008/11/13/europe/EU-Switzerland-Israel.php
14.11.2008 07:17
Hurra, wir haben ein Problem!
Presseerklärung, 12. November 2008
Bei der Kundgebung “70 Jahre nach der Reichspogromnacht – Gegen Antisemitismus”, zu der
u.a. die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten VVN-BdA
aufgerufen hatte, trug ein Zivilbeamter der Polizei ein Kleidungsstück der Marke Thor
Steinar, welche als Szenemarke von Rechtsradikalen bekannt ist.
Dass ausgerechnet das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 durch die Provokation eines
verdeckt arbeitenden Polizeibeamten gestört wird, ist eine Beleidigung der Opfer. Wir sind
empört über diese Entgleisung. Polizeibeamte, die sich als Rechtsradikale ausgeben, haben
auf einer Demonstration zur Erinnerung an die Pogrome vom November 1938 nichts zu
suchen.
Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, Oranienburger Str. 28-31, 10117 Berlin
Vorsitzender: Levi Salomon, Tel.: (030) 880 28-357, Fax: (030) 880 28-250,
E-Mail:
11.11.2008 23:13
Wikis Totengedenken
November ist der Monat, an dem die Menschen ihrer toten Angehörigen gedenken. Das macht auch Wikipedia und listet die Toten des laufenden Monats auf, u.a. Heiko Engelkes, Michael Crichton, Miriam Makeba. Und dazwischen auch drei Tote, deren Namen niemand kennt: hingerichtete indonesische Terroristen, die den Anschlag von Bali (202 Tote) durchgeführt haben. Und nun ruhen sie bei Wikipedia, zwischen einem belgischen Fussballer und einem brasilianischen Bischof. http://de.wikipedia.org/wiki/Nekrolog_2008
10.11.2008 17:07
Wer über Darfur nicht reden will, sollte über Auschwitz schweigen
Es ist vollbracht! Der 9. November liegt hinter uns. Und nichts ist passiert, an das künftige Generationen sich erinnern müssten. Dabei muss man an diesem Tag auf alles gefasst sein. Am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann die Republik aus, am 9. November 1923 marschierten Hitler und Ludendorff auf die Münchener Feldherren-halle, am 9. November 1938 erklang die Ouvertüre zur Endlösung der Judenfrage und am 9. November 1989 begann die Auflösung der DDR im Dunst der Geschichte. Es scheint, als hätte der Allmächtige eine Vorliebe für dieses Datum oder als wollte er den Vergesslichen entgegenkommen, indem er so viele „Events“ an einem Tag geschehen ließ. http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,2658086
09.11.2008 14:48
Koalition der Zeichensetzer
Obwohl das “Denkmal für die ermordeten Juden Europas” sich zu einer Mega-Touristenattraktion entwickelt hat, die jedes Jahr von Millionen Menschen besucht wird, hat der Antisemitismus in Deutschland eher zu- als abgenommen. Deswegen hat eine überparteiliche Gruppe von Abgeordneten der Union, der SPD, der FDP und der Grünen nach langen und intensiven Beratungen einen Antrag erarbeitet, mit dem das Parlament aufgefordert wurde, die Stelle eines “Bundesbeauftragten zur Bekämpfung des Antisemitismus” einzurichten, der dem Parlament regelmäßig über den Stand des Antisemitismus in Deutschland berichten sollte. So wie es in jedem größeren Betrieb einen “Gleichstellungsbeauftragten” gibt, der darauf achtet, dass Frauen nicht benachteiligt oder belästigt werden. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,589308,00.html
Siehe auch: Gideon Böss
Wenn an die Schrecken des Antisemitismus erinnert wird, aber die Bedrohung der Israelis durch Antisemitismus nicht zur Sprache kommt, kann man sich diese Betroffenheitskundgebungen auch sparen. http://debatte.welt.de/weblogs/4881/boess+in+berlin/97883/nie+wieder+9november+1938
08.11.2008 14:35
Die französische Tochter und The Zionist Invasion of the Jewish Mind
Liliane Kaczerginsky ist eine Tochter und hatte auch einen Vater:
http://video.google.com/videoplay?docid=-5312027585026330862
Und noch mehr von der gleichen Sorte:
http://www.ijsn.net/atranslation/233/
08.11.2008 14:19
Die Soße der Betroffenheit
Vor dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht hat der Publizist Henryk M. Broder gefordert, auf Betroffenheitsrituale zu verzichten. “Man könnte sich vielleicht diese Soße der Betroffenheit langsam ersparen.” Die Deutschen hätten weniger ein Problem mit der Vergangenheit als mit der Gegenwart, betonte Broder.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/872426/
Vorwärts in die Vergangenheit
http://mp3.swr.de/swr1/bw/leute/henryk-m-broder-publizist.6444m.mp3

