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18.02.2007   01:03

Teatime mit Teddy, Gulaschsuppe mit Gesine

Basel wäre eine Alternative zu Berlin. Klein, überschaubar und großartig organisiert. Die Zeit, die ich in Berlin im Auto verbringe, könnte ich in Basel im Cafe absitzen. Morgens in der „Brötli-Bar“, mittags in der „Bodega Strauss“, nachmittags im „Schiesser“ und abends im Restaurant Zum braunen Mutz. Und zwischendurch im „Grand Cafe Huguenin“ und im Tearoom von „Les Trois Rois“, wo schon Herzl beim ersten Baseler Kongress vor 110 jahren logiert hat. Die Zimmer im Les Trois Rois fangen bei 35o.- Franken an, im Zimmerpreis inbegriffen ist das Mobility-Ticket zur freien Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Basel, das Frühstück kostet 4o.- Franken extra.
Mir ist alles recht, ich will das Zimmer haben, in dem Herzl gewohnt hat. Es sei leider schon vergeben, sagt die junge Frau an der Rezeption. Ob ich wenigstens mal reingucken könnte? Das ginge auch nicht, meint die Rezeptionistin, das Zimmer sei ja belegt. Und warum …

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16.02.2007   16:57

Malte Lehming: Halb erschüttert, ganz zufrieden

Zwischen Bafög und Rente liegt ein langes Berufs- und noch längeres Beziehungsleben. Wenn der Mensch jung ist, muss er rackern, um Berufschancen zu haben, ist er alt, fangen die Gebrechen an. Zum Ausgleich darf er dann mit der Seniorenkarte billiger Bahn fahren. Zu den Freuden des Alltags zählt der Durchschnittsbürger den Jahresurlaub und die Weihnachtsgratifikation. Am liebsten entspannt er sich vor dem Fernseher, obwohl ihn die Qualität der Programme oft wütend macht. Aufregendes, gar Sensationelles geschieht ihm allenfalls im Traum.

http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/16.02.2007/3086361.asp

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16.02.2007   16:48

Vergiss den Terrorismus! Die Arktis schmilzt! Und Ilija erregt sich

Nicht mehr ganz taufrisch, aber immer noch erschütternd. Ilija Trojanow fragt in der taz:

“Warum diskutieren wir so selten über die radikalen Schritte, die wir zur Abwendung des Schlimmsten unternehmen müssten, und warum beschäftigen wir uns so viel mit dem Terrorismus? Bezeugen die Satellitenaufnahmen nicht Selbstmordanschläge von viel größerem Ausmaß als jene der Fanatiker? Und ließe sich die Zerstörung der Arktis nicht auch eindrücklich visualisieren, wenn auch nicht so eindrücklich, wie es zerfetzte Fahrzeuge und Körper tun?”

Und antwortet:

“Die Antwort ist einfach und besorgniserregend: Weil die Ökologie keine Erregungslobby besitzt. Würden wir ähnlich hysterisch auf den Treibhauseffekt wie auf den Terrorismus reagieren, müssten wir alle mit Schwimmwesten herumlaufen und Schlauchboote auf unseren Gepäckträgern befestigen. Stattdessen sind wir voreilig bereit, mühsam erkämpfte Bürgerrechte aufzugeben und eine stolze Haltung der kulturellen und religiösen Toleranz als gescheitert abzutun, während wir die kolossalen Schäden unserer Wirtschaftsweise achselzuckend …

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16.02.2007   16:42

„Selig sind, die reines Herzens sind“ - Friedrich Schorlemmer auf Teneriffa.

Natalie Lazar in der Zeitung “Teneriffa Nachrichten” über einen Besuch des Wittenberger Theologen und Bürgerrechtlers auf der Sonneninsel:

Er schart seine Jünger um sich. Die Reisegäste sind angehalten worden, doch bitte schweigsam aus dem Bus zu steigen und die knapp siebenhundert Meter ins Innere der Caldera andächtig und wortlos zu beschreiten. Leises Flüstern ist nicht zu vermeiden, auch können die von manch einem mitgebrachten Klappstühle nicht völlig tonlos auseinandergefaltet werden, Füße scharren. Endlich sitzen doch alle auf mehr oder weniger dafür gedachten Vorrichtungen. Der Klarinettist, auf zwei Steinblöcken sitzend, bläst mit nicht ganz lautlosem Atem in sein Instrument und in die Stille. Eine besondere Atmosphäre liegt allenthalben über der Versammlung. Der Teide ist der tatsächlich Verschwiegenste aller Teilnehmer, und steht nicht nur örtlich über allem. Laut und gewichtig verkündet Schorlemmer, in ein braunes, mit der Landschaft harmonierendes Wildleder-Jackett gekleidet, seine Worte. Nein, eigentlich ist es Martin Luthers Übersetzung …

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16.02.2007   16:21

Irshad Manji antwortet Jimmy Carter

Would the vast majority of Arab Israeli citizens turn out to vote in national elections, as they’ve usually done? Would an apartheid state have several Arab political parties, as Israel does? In recent Israeli elections, two Arab parties found themselves disqualified for expressly supporting terrorism against the Jewish state. However, Israel’s Supreme Court, exercising its independence, overturned both disqualifications. Under any system of apartheid, would the judiciary be free of political interference?
http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,21194124-7583,00.html

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16.02.2007   15:56

Prima Klima - auch in der Schweiz

In einem Verfahren gegen eine brasilianische Prostituierte, die angeklagt war, gegen den Zürcher “städtischen Strichplan” verstoßen zu haben, indem sie in einem rot beleuchteten Fenster nur mit einem roten BH, einem roten Slip und schwarzen High Heels bekleidet saß, machte der Verteidiger u.a. geltend, angesichts der Klimaveränderung laufe “bei derartigen Kriterien” bald manche unbescholtene Frau Gefahr, “wegen illegaler Prostitution verfolgt zu werden”. Das Gericht folgte der Argumentation des Verteidigers und sprach die Frau frei.

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15.02.2007   14:01

Opfer der Gesellschaft

"In Leipzig waren keine Hooligans am Werk, sondern ausgestoßene Teile
der Gesellschaft, denen die Fanszene als einzige Möglichkeit dient,
Anerkennung zu bekommen. Sie sind Opfer der Gesellschaft und werden dadurch
zu Tätern im Fußball”. (Udo Ueberschär, Fanbeauftragte des 1.FC Lok
Leipzig und Sozialarbeiter)

Siehe auch:
http://sport.ard.de/sp/fussball/news200702/12/hooligans_leipzig.jhtml
http://www.faz.net/s/Rub906784803A9943C4A3399622FC846D0D/Doc~EF286F85FB3814E4D903CC7765FAA7CDD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.tagesspiegel.de/sport/archiv/14.02.2007/3080159.asp

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15.02.2007   10:56

“It seems to be a disease among Jews not to be able to get on well with others”

Aljazeera gilt als “gemäßigt”, nach arabischen Maßstäben fast schon als liberal. Jedenfalls als kritisch. Wie gemäßigt, liberal und kritisch Aljazeera ist, wird aus dem folgenden Beitrag klar, in dem es um die Bauarbeiten am Tempelberg geht, die mal wieder die Al Aqsa Moschee und die ganze arabisch-islamische Welt bedrohen. Schauen Sie sich auch die Leser-Kommentare am Ende des Beitrags an, gemäßigter, liberaler und kritischer geht es nimmer:
http://www.aljazeera.com/cgi-bin/review/article_full_story.asp?service_ID=13159

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