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Beiträge von  

  02.05.2015   10:51   Leserkommentare (1)

Die Leiden der Gebrauchten

Manche Menschen rätseln, was ist der Sinn des Lebens. Andere möchten wissen, ob Margarine gesünder ist als Butter. Ich aber frage mich, was passiert mit den Tausenden von Gebrauchtwagen, die überall in der Landschaft herumstehen? Sie wurden offenbar von den Händlern in Zahlung genommen. Wenn diese Autos eine Seele hätten, dann würden sie leiden.

Sie haben ihren Besitzern jahrelang brav gedient, sie gaben sich mit dem Notwendigsten zufrieden, und sie haben nicht gejammert, wenn der Inspektionstermin übersehen wurde. Und dann wurden sie einfach ausgesetzt. So etwas machen sonst nur Eskimos mit alten Menschen, die zur Last werden. Wer kauft so ein Auto? Wer gibt ihm wieder ein zu Hause? http://ps.welt.de/2015/05/02/die-achsen-des-guten-warum-armenier-rechtslenker-so-lieben/

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  30.04.2015   14:59   Leserkommentare (3)

Es sind noch Karten da!

Falls Sie in der Akademie der Künste angerufen haben, um Karten für unseren Gad-Granach-Abend zu bestellen, und falls man Ihnen gesagt hat, es gebe keine Karten mehr, dann nehmen Sie das bitte weder persönlich noch wörtlich. Die Auskunft hat etwas mit dem Unvermögen einer Verwaltung zu tun, sich auf die reale Nachfrage einzustellen.

Also: Es sind noch Karten da. Und falls man Ihnen keine geben will, dann kommen Sie am 5.5. in die AdK am Hanseatenweg. Wir werden niemand vor der Tür stehen lassen und den Abend mit einer Fürbitte an den deutschen Amtsschimmel anfangen! Wir sehen uns!

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Kategorie(n): Kultur 

  28.04.2015   09:57   Leserkommentare (1)

Pussy Riot in Tegel

Jetzt hat die Tegeler Gefängnisleitung ein Machtwort gesprochen. Die Häftlinge dürfen keine Ab-18-Pornos mehr über das Internet bestellen. Die Begründung liest sich wie ein Zitat aus einem Editorial von “Emma”. Die Sex-Filme würden “eine vergröbernde Darstellung sexuellen Verhaltens” zeigen, die “den Menschen zum bloßen Objekt geschlechtlicher Begierde oder Betätigung macht”. Und: Die Überlassung von Pornofilmen an Inhaftierte wäre kontraproduktiv, nämlich dazu angetan, “Sexualstraftäter an der Erreichung ihres Vollzugszieles (zu) hindern”. http://www.welt.de/kultur/article140175185/Auch-Knackis-haben-ein-Recht-auf-Pornografie.html

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Kategorie(n): Inland 

  27.04.2015   21:16   Leserkommentare (3)

Ein Fest für Gad Granach - zu seinem 100. Geburtstag

Haben Sie am kommenden Dienstag, 5. Mai, schon etwas vor? Darf ich Ihnen einen Vorschlag machen? Wie wäre es damit?

Sie gehen so gegen 17 Uhr in das Cafe Buchwald in der Bartningallee an der Bärenbrücke, bestellen einen Baumkuchen, für den das Buchwald weltberühmt ist, dazu einen Kaffee oder Tee, und genießen das stillvolle Ambiente des ältesten Berliner Cafes, seit 1852 im Familienbesitz.

So gegen 18 Uhr machen Sie sich dann auf den Weg zur Akademie der Künste im Hanseatenweg, etwa zehn Gehminuten vom Buchwald entfernt. Dort holen Sie erst einmal Ihre Karten ab, die Sie unter bestellt haben. Das sollten Sie bald tun, denn Gad Granach hat viele Fans und Freunde in Berlin.

Und ab 19 Uhr geht es dann um “Gadi”, der am 29. März dieses 100 Jahre alt geworden wäre. 1915 in Rheinberg bei Berlin geboren, wanderte er 1936 nach Palästina aus, wo er viele Jahre später das wurde, was er immer werden wollte: Ein Unterhaltungskünstler. Seine Bühne war eine kleine Wohnung in der Rehov Radak, gegenüber dem Sitz des Staatspräsidenten. Dort hielt er Hof, dort unterhielt er seine Gäste mit wahren Geschichten aus seinem Leben. Erst in den 90er Jahren trat er einige Male vor großem Publikum auf, u.a. im Berliner Centrum Judaicum. Es war eine Stunde der Kleinkunst. Wir haben sie festgehalten.

Gad Granach

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Kategorie(n): Kultur 

  26.04.2015   13:12   Leserkommentare (2)

Hauptsache, der Outfit passt zum Thema

Es ist mal wieder spät geworden, Sie kommen müde und lustlos nach Hause, wo Sie wieder einmal niemand erwartet. Es ist einer jener Tage, der mit Kopfweh begann und mit Magenschmerzen endet. Sie werfen eine Portion zarte Hähnchenfilets in herzhafter Pilzsoße mit Schwarzwurzelgemüse und Petersilienkartoffeln, die Sie auf Vorrat gekauft haben, in die Mikrowelle, holen ein Jever aus dem Kühlschrank und setzen sich vor das Fernsehgerät. Mehr aus Routine als aus echtem Interesse. Mal schauen, vielleicht gibt es irgendwo einen Bauern, der eine Frau sucht oder eine Doku über allein erziehende Mütter in Transnistrien.

Zu viel erwartet. Es gibt nur Schrott. Sie zappen die Kanäle rauf und runter und bleiben bei 3sat hängen. Da haben Sie zuletzt einen Film über das Sozialverhalten der Piranhas gesehen. War nicht schlecht, sogar richtig...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur  Wissen 

  26.04.2015   00:38   Leserkommentare (4)

Mein Hund Chico ist Palästinenser - aber nicht halal

Gestern in Berlin-Treptow bei der “Konferenz der Palästinenser in Europa 2015”
http://www.welt.de/videos/article140089150/Henryk-M-Broder-und-der-Hunde-Eklat.html

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Kategorie(n): Inland 

  25.04.2015   09:17   Leserkommentare (8)

Hängt ihn tiefer!

Grass war ein schwadronierender Langweiler, ein geschwätziger Wortakrobat, der blutleere Figuren nach seinem Abbild formte. Er hat so geschrieben, wie ältere Damen ihren Nachmittagskaffee trinken – mit abgespreiztem kleinen Finger.

Auch Kritiker, die ihn in den Himmel lobten, gaben unter vier Augen zu, dass sie Mühe hatten, seine Bücher von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen.
Ihn einen „ganz Großen“ zu nennen, ist eine Beleidigung für Erich Maria Remarque, Heinrich Mann, Oskar Maria Graf, Hans Fallada und viele andere deutsche Dichter. Von den Klassikern der modernen Literatur wie Mark Twain, Victor Hugo und Jules Verne nicht zu reden.
http://www.bild.de/politik/inland/henryk-m-broder/haengt-ihn-tiefer-40688582.bild.html

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Kategorie(n): Kultur 

  24.04.2015   13:48   Leserkommentare (16)

Wir sind schuld!

Wenn Sie derzeit in Deutschland punkten wollen, sei es bei Günther Jauch im Fernsehen oder bei einem Nachtmahl in einem Sterne-Restaurant, dann müssen Sie nur sagen: „Wir sind schuld!“

Wir sind schuld, dass Millionen von Afrikanern aus Afrika flüchten – weil wir deren Fischbestände leergefischt haben. Wir sind schuld, dass Tausende im Mittelmeer ertrinken, weil wir uns abschotten und Europa zu einer Festung ausgebaut haben. Wir sind schuld an den Zuständen in Somalia, am Bürgerkrieg in Syrien, am Zerfall Libyens, an den vielen Toten im Irak – weil wir uns überall einmischen. Oder weil wir uns eben nicht einmischen und den vielen Menschen, die uns kommen wollen, nicht helfen, dem Elend in ihrer Heimat zu entkommen.

Nun, es mag etwas dran sein, dass „wir“ uns besser im Irak und im Libyen rausgehalten hätten. Dann...

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Kategorie(n): Inland