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09.02.2007   13:20

Meet Mr Alusi from Bagdad

Mithal Al-Alusi ist für einen liberalen Irak. Er glaubt immer noch, dass dieses Ziel erreichbar ist, obwohl seine beiden Söhne vor seinen Augen umgebracht wurden. Er weigert sich, von einem Bürgerkrieg im Irak zu sprechen, da die sunnitischen und schiitischen Mörderbanden nicht gegeneinander kämpfen, sondern beide Zivilisten umbringen. Er ist für eine aggressive Politik gegenüber dem Iran. Er beruft sich auf Umfrageergebnisse, nach denen die Unterstützung der Iraker für die Demokratie steigt, nicht sinkt. Alles weitere hier. (Mit Dank an Thomas von der Osten-Sacken.)

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08.02.2007   13:45

Wie tief kann man eigentlich sinken?

Nein, “jüdischer Selbsthass” ist hierfür nicht mehr die richtige Kategorie. (Dank an Alvin Rosenfeld für den Hinweis.)

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08.02.2007   10:38

Herbert Grönemeyer

Die gute Nachricht: Ich bin heute nicht mit einem Radiobeitrag über Al Dschasira aufgewacht, das angeblich eine supertolle Israelberichterstattung habe, oder mit mit einem CSU-Trottel, der im Interview erklärte, die Amerikaner begingen in Afghanistan einen Völkermord. Ich habe nämlich meinen Radioknopf verstellt. Ich dachte: Lieber saudummes Popgedudel am Morgen als sowas, ich bin zu jung für ein Magengeschwür.
Jetzt die schlechte Nachricht: Mich weckte heute früh ein Song von Herbert Grönemeyer. Ich will mich nicht bei Kleinigkeiten aufhalten (der Mann kann offenkundig nicht singen, seine Melodien sind fantasielos zusammengeklaubte Fetzen etc.). Aber die Pointe von dem Song! Nach minutenlangem ökologisch korrektem Genuschel hieß es da: “Die Erde ist freundlich / Warum wir eigentlich nicht”. 

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05.02.2007   10:52

Der Streit geht weiter

Necla Kelek antwortet Timothy Garton Ash, vor allem aber Ian Buruma: hier.

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02.02.2007   15:58

Antisemitismus in Großbritannien

Im vergangenen Jahr gab es so viele Angriffe auf britische Juden wie noch nie, seit die Statistik geführt wird: 594. Das meldet die ”Daily Mail”, und sie erläutert: Faktoren, die zum Anschwellen des Antisemitismus beitrugen, seien “die israelische Invasion im Libanon und die Inhaftierung David Irvings in Österreich wegen Leugnung des Holocaust” gewesen. Die “Drohung mit der Enlassung Ken Livingstones als Bürgermeister nach Kommentaren, die er gegenüber einem jüdischen Reporter des Evening Standard” gemacht hatte, habe allein für elf antisemitische Zwischenfälle gesorgt. Das klingt nun ein wenig so, als wolle die “Daily Mail” sagen, am Antisemitismus sei vor allem der Kampf gegen den Antisemitismus schuld. Interessanter finde ich allerdings die Statistik am Schluss des Artikels: ihr zufolge waren von den antisemitischen Tätern bei 205 angezeigten Fällen “96 weiß, 28 schwarz, 60 asiatisch und 16 Araber”. 
60 Asiaten! Ich fresse den Bart des Propheten, wenn damit …

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02.02.2007   15:38

Guantanamo

Schrecklich und abscheuerregend sind die Haftbedingungen sind die Haftbedingungen in Guantanamo, wie ein Bloggerkollege hier offenlegt.

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31.01.2007   11:46

Apo und Herr Rütgers

Alan Posener machte neulich eine schauerliche Erfahrung: Er musste eine Rede von Jürgen Rütgers—dem bekanntesten sozialdemokratischen Politiker Nordrhein-Westfalens, der bei der CDU ist—über sich ergehen lasse. Als zivilisierter Mensch durfte er leider nicht aufspringen und ein Selbstmordattentat verüben—mit anderen Worten, er war ziemlich mukka-mukka. Zum Glück hat Alan einen Blog, wo er seine Wut in kaltklare Analyse verwandeln kann: hier.

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30.01.2007   14:15

Ist Ayaan Hirsi Ali eine Fundamentalistin?

Nicht nur der Mörder von Theo van Gogh—auch der verdienstvolle liberale Essayist Timothy Garton Ash hat Ayaan Hirsi Ali als “Fundamentalistin der Aufklärung” bezeichnet.
Pascal Bruckner nimmt sie in diesem Originalbeitrag für den “Perlentaucher” gegen den Angriff in Schutz: “Der Multikulturalismus ist ein Rassismus des Antirassismus”, schreibt er. “Er kettet die Menschen an ihre Wurzeln.” Und: “Ist es nicht seltsam? 62 Jahre nach dem Ende des Dritten Reichs und 16 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat ein wichtiger Teil der europäischen Intellektuellen nichts besseres zu tun, als die Freunde der Demokratie anzuschwärzen. Sie wollen, dass wir nachgeben, zurückweichen, sie propagieren eine Aufklärung light. Dabei sind wir noch weit entfernt von den ungleich dramatischeren Umständen der dreißiger Jahre, als sich die besten Köpfe im Namen von Rasse, Klasse oder Revolution Berlin oder Moskau in die Arme warfen. Die heutige Gefahr ist diffuser, zersplitterter. Da gibt es nichts, …

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