Beiträge von Hannes Stein
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05.09.2007 21:41
NYC—Tagebuch einer Auswanderung
Liebe Leute, das transatlantische Abenteuer geht weiter! Zu meinen Erlebnissen mit Sharon: hier.
10.08.2007 10:22
Verbeugung vor Ullrich Fichtner
Erst gestern kam ich dazu, im “Spiegel” die Reportage von Ullrich Fichtner über den Irak zu lesen. Ich habe selten—sei es im “Spiegel” oder anderswo—einen dermaßen großartigen, präzisen, dichten, klugen, von sinnlichen Details gesättigten, verzweifelten wie hoffnungsfrohen Text verschlungen. Er widerspricht übrigens völlig der Linie des “Spiegel”, aber nicht nur des “Spiegel”, auch der meisten linksliberalen Medien in Amerika. Respekt also vor Ullrich Tilgner; Respekt vor den Kollegen in der Brandstwiete in Hamburg, dass sie das gedruckt haben; und es ergeht—mit David Harnasch zu sprechen—strengster und sofortiger Lesebefehl.
08.08.2007 15:32
Koreaner, bitte herhören!
Die ”Enzyklopädie der Alltagsqualen” (bald auch im Taschenbuch) ist also nun endlich in einer Weltsprache erschienen: auf koreanisch—mit diesem Vorwort hier. Ein Exemplar in der hübschen Hangul-Schrift ist für mich, eins für meine Großmutter, dann bleiben noch vier. Wer will die geschenkt haben?
01.08.2007 14:45
Sensation! Mitglied der “Achse des Guten” wandert aus!
Berlin—Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, wird Hannes Stein seinen festen Redakteursjob bei der “Literarischen Welt” aufgeben und schon am 1. September nach New York umziehen. Von dort wird er als Autor weiter für die WELT und die WELT am SONNTAG tätig sein.
Hintergrund dieser nicht ganz überraschenden Entwicklung ist eine Greencard, über die wir an dieser Stelle schon berichtet haben. Stein erklärte dazu: “Sieben Jahre war ich Redakteur der WELT, sechs davon für die Literarische Welt in Berlin. Es waren gute, spannende, lehrreiche Jahre. Ich weiß noch wie gestern, wie wir nach dem 11. September innerhalb von zwei Tagen die ganze Literarische Welt umgeworfen und neugemacht haben. Nichts davon will ich im Rückblick missen, und mir werden meine Kollegen hier sehr fehlen. Aber wenn man im gesegneten Alter von 42 Jahren eine Greencard in der Lotterie gewinnt und dann auf seinem Hintern …
24.07.2007 13:33
Hitchens über Galloway
Jetzt ist amtlich, was wir längst wussten: George Galloway hat sich von Saddam schmieren lassen—just mit dem Gerld, das für die Ärmsten der Armen im Irak bestimmt war. Chris Hitchens sagt hier das Nötige dazu. Und überhaupt, meint er auf “Slate”:
“Just look at the gang that strove to prevent the United Nations from enforcing its library of resolutions on Saddam Hussein. Where are they now? Gerhard Schroeder, ex-chancellor of Germany, has gone straight to work for a Russian oil-and-gas consortium. Vladimir Putin, master of such consortia and their manipulation, is undisguised in his thirst to re-establish a one-party state. Jacques Chirac, who only avoided prosecution for corruption by getting himself immunized by re-election (and who had Saddam’s sons as his personal guests while in office, and built Saddam Hussein a nuclear reactor while knowing what he wanted it for), is now undergoing some unpleasant interviews …
23.07.2007 11:20
Reiche Terroristen
Tim Harford schreibt auf “Slate” über die Ökonomie des Selbstmordattentats (und des rassistischen Angriffs). Resultat: Reiche Leute verüben sowas eher als arme Leute. Und unter den Reicheren findet sowas eher Zustimmung als unter den Armen. Einen Trost gibt es: dass so viele Terroristen sich so blöd anstellen wie neulich die Jungs in Glasgow beweist, dass es gar nicht so einfach ist, Unschuldige zu ermorden.
23.07.2007 10:16
JK Rowling rocks!
Der abschließende Band der Harry-Potter Heptalogie ist großartig: ergreifend, spannend und—hochpolitisch: Lord Voldemort und seine Todesser erweisen sich endgültig als Faschisten, die ein Ideal der Rassereinheit durchsetzen wollen. Mein Kollege Thomas Kielinger hat in der WELT eine schöne Rezension geschrieben.

