Beiträge von Hannes Stein
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07.04.2013 22:52
Three observations about the Israeli-Palestinian issue
This blog is known for being pro-Israel. In a way this is a shame because here I would like to propose three simple observations on the Israeli-Palestinian conflict which, I believe, could be shared by everyone around: friends of Israel, critics of Israel, friends of the Palestinians, critics of the Palestinians, fans of Meretz, fans of Gush Emunim, followers of El Fatah (if there still are any), perhaps even some of those who sympathize with Hamas – as long as they agree that those annoying little thingies called facts are not completely irrelevant.
My three propositions are the following: 1) This is not a very interesting conflict. 2) There is no easy resolution to this conflict. 3) Peace, if it ever comes, will not come through reconciliation. Let me explain each point in turn.
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11.03.2013 21:55
Hannes Stein auf Tour!
Ich lese aus meinem Debutroman “Der Komet”, und zwar dann und da:
13. März 2013
Köln, Buchhandlung Ludwig im Hauptbahnhof. Beginn: 19 Uhr
14. März 2013
Leipzig, Centraltheater, Bosestraße 1. Beginn: 20 Uhr
16. März 2013
Leipzig, Ariowitsch-Haus, “Jüdische Lebenswelten”, Hinrichsenstraße 14. Beginn: 17 Uhr
17. März 2013
Wien, Theater Nestroyhof Hamakom, Nestroyplatz 1. Beginn: 19 Uhr
18. März 2013
Salzburg, Literaturhaus, Strubergasse 23. Beginn: 20 Uhr
19. März 2013
Heidelberg, Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12. Beginn: 20 Uhr
20. März 2013
Bonn, Bonner Kunstverein mit dem Literaturhaus, Hochstadenring 22. Beginn: 19.30 Uhr
21. März 2013
Berlin, Österreichisches Kulturforum, Stauffenbergstraße, Beginn: 19.30 Uhr
15.02.2013 06:05
Die Liebeskatastrophe
Heute passieren drei Dinge gleichzeitig, die nichts miteinander zu tun haben.
a) Ich trete meine 49. Sonnenumrundung an.
b) Ein Asteroid schrammt haarscharf an der Erde vorbei, siehe hier: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/natur/524333_Asteroid-gefaehrdet-Satelliten.html
c) Mein Roman „Der Komet“ erscheint im Galiani-Verlag. Die junge österreichische Schriftstellerin Vea Kaiser befand über ihn:
»Absurd und glaubhaft, skurril und irrwitzig, durchdacht und überraschend, herrlich und bizarr, höchstkomisch und tieftragisch, vollkommen unkonventionell: ein fabelhaftes Buch, das von einer fantastischen Welt handelt, in deren Schrägheit man sich sofort verliert.«
Hier exklusiv für die Konsumenten der „Achse des Guten“ eine Geschmacksprobe aus dem ersten Kapitel: „Die Liebeskatastrophe“. Voilà:
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13.01.2013 04:06
Kinski
Aus Gründen, die ich selbst nicht erklären kann, beschäftigt mich aus der Ferne der Fall Klaus Kinski. Als ich ein Teenager war, galt er als Held, als dämonisches Genie, als gottbegnadeter Schauspieler, und ich mochte ihn nie. Wirklich: Ich habe den Zinnober, der um diesen Mann veranstaltet wurde, schon damals nicht verstanden. Bitte, Kinski war kein großer Schauspieler. Ein Mime, der immer nur sich selbst mimt und sonst niemanden, ist offenkundig nicht besonders begabt.
10.01.2013 06:01
Auch ich ueber Augstein. Seufz.
Der deutsche Journalist Jakob Augstein wurde nicht mit überragenden Geistesgaben gesegnet. Er ist darum gewiss ehrlichen Herzens überzeugt, er sei kein Antisemit. Augstein junior hat nur geschrieben, dass Israel der Welt eine »Logik des Ultimatums« aufgedrängt habe, dass die Gewalt in Libyen, im Sudan und im Jemen den amerikanischen Republikanern und der israelischen Regierung nütze, dass Israel durch eigene Schuld seine Legitimität, also sein Lebensrecht, verliere, dass die Ultrafrommen in Israel auf derselben moralischen Stufe stünden wie mordende islamische Fanatiker, dass der Gazastreifen ein Lager sei und dass Israel seine eigenen Gegner ausbrüte. (Mit dem Verb »ausbrüten« wird der Judenstaat endgültig in den Bereich des Tierischen, Krokodilhaften gerückt.)
Nun gibt es jene, die Jakob Augstein mit dem Hinweis
08.01.2013 20:14
Shylock
Aber man wird Shylock doch noch kritisieren dürfen! Schließlich ist es nicht nett, nicht wahr, dass er vom Wucher lebt. Es widerspricht den fundamentalen Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit.
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30.12.2012 01:20
Amerika, eine Petrostaat—Lunch mit Walter Russell Mead
Die wichtigste Nachricht der letzten paar Wochen ist nämlich nicht der blutige Schlamassel in Syrien und auch kein irres Gerichtsurteil in Deutschland. Die wichtigste Nachricht ist, dass Amerika auf einem Schatz sitzt: Die Ölvorkommen, die unter dem Mittleren Westen lagern, sind wahrscheinlich größer als die Reserven von Saudi-Arabien, dem Irak und dem Iran zusammengenommen. De Ölvorkommen unter Kanada sind noch größer. Nordamerika ist endlich vollkommen unabhängig, was seine Energieversorgung betrifft. Es muss sich nicht mehr besonders für den Nahen Osten interessieren. Die Staatsschulden sehen plötzlich nicht mehr überwältigend aus, eher wie Kleingeld.
Weiter hier zum Lunch mit Walter Russell Mead.
14.12.2012 21:02
Karl R. Popper nach zwanzig Jahren
Die umstürzende Erkenntnis von Karl R. Popper war bekanntlich, dass sich die menschliche Erkenntnis im “modus tollendo tollens” fortbewegt:
Wenn P, dann Q
Non Q
Ergo non P
Anders und poetischer ausgedrückt: Wir irren uns empor!
Hier ein Interview, dass Popper vor zwanzig Jahren dem “Spiegel” gegeben hat: Anlass, seine Methode auf ihn selbst anzuwenden, also nachzuprüfen, worin er sich geirrt—und in welchen Fragen er (bisher) Recht behalten hat.
Ich finde in diesem Gespräch bemerkenswert wenig dummes Zeug. Einige Zitate:
“Die Geschichtsphilosophie in Deutschland, zumindest seit Hegel, glaubte immer, irgendwie prophetisch sein zu müssen. Ich halte das für falsch. Man lernt von der Geschichte, aber heute und jetzt endet die Geschichte. Gegenüber der Zukunft müssen wir eine ganz andere Einstellung haben als die, den Versuch zu


