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19.03.2012 10:10
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt
Eine der nervigsten Anschaffungen der Bundesregierung ist die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Zielsicher stört sie sich an allem, wo man sie nicht braucht und wo sie deswegen auch ihre Kompetenzen (Verbieten, Bevormunden, Wegnehmen) nicht einsetzen kann. Es gehört nun einmal nicht zu den Primärtugenden deutscher Politiker, die Leute einfach mal in Ruhe zu lassen. Ganz im Gegenteil, umso besser man ohne „Vater Staat“ auskommt, umso unruhiger werden sie. Ilse Aigner nun, die ihren Job als eine Mischung aus Babysitterin und Gefängniswärterin definiert, ist ganz besonders nervös und schlägt überall da zu, wo sich ohne ihre Genehmigung etwas Gutes entwickelt hat.
Google ist so ein Fall, weswegen sie einen erbitterten Kampf gegen Google Street View führte. Mit dem Erfolg, dass jeder Deutsche mittlerweile das Recht hat, sein Haus zu aignern. Facebook gefällt ihr auch nicht, darum löschte sie unter ausbleibender Trauer der anderen Facebook-Nutzer ihren Account und verlangte von Mark …
14.03.2012 09:49
Happy Fukushima-Day
Für Anhänger des Mutternaturismus ist der Fukushima-Tag eines der höchsten Feste im Jahr. Mutternaturisten knüpfen an die Naturreligionen an, welche in Deutschland vor dem Christentum sehr populär waren. Bäume zum Beispiel sind heilig (und auf jeden Fall kein Rohstoff) und müssen verteidigt werden, immer und überall. Deswegen auch der erbitterte Kampf in Stuttgart gegen die 21. Wer einen Baum rettet, rettet eine ganze Welt.
Sie sind in eine düstere Welt geboren, diese Religiösen, in welcher Flachbildschirme, Fernreisen und Smartphones versuchen, sie zu verführen. Es gilt nämlich: Der Fortschritt ist Satan und tarnt sich auch gerne als Kapitalismus, Globalisierung und Wissenschaft. Zwar wollen auch die Mutternaturisten nicht auf seine Dienste verzichten und organisieren sich darum ausgerechnet im Internet, diesem Ausbund stromfressender und kapitalistischer Geschäftemacherei, aber genau deswegen wissen sie ja, mit was für einem gefährlichen Feind sie es zu tun haben.
Doch Mutter Natur, diese gütige Göttin, …
08.03.2012 11:57
Organspenden und das böse G-Wort
Dass Menschen sterben müssen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten haben, ist eine Katastrophe. Deswegen wird seit vielen Jahren versucht, die Bereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen, im Falle des eigenen Todes die Organentnahme zu erlauben. In Zukunft soll außerdem jeder Bürger regelmäßig gefragt werden, ob er Spender werden möchten. Diese Kampagne ist zwar richtig, aber es ist dennoch ärgerlich, dass ein anderer Ansatz zur Verbesserung der Situation völlig ignoriert wird. Stichwort Gentechnik.
Gentechnik gilt in Deutschland als Zwillingsbruder der Atomkraft und ist dementsprechend populär, weswegen auch kein Politiker auf die Idee kommt, sich als Fan zu outen. In ihr schlummern aber lebensrettende Möglichkeiten. Weswegen wird nicht mit oberster Priorität die Forschung an künstlichen Organen gefördert? Dabei gibt es schon erstaunliche Erfolge vorzuweisen, was Züchtungsversuche von z.B. Labor-Herzen betrifft. Sollte es irgendwann möglich sein, Organe einfach zu „bauen“, wäre das Spender-Probleme jedenfalls auf einen Schlag gelöst.
Daraus …
03.03.2012 11:05
Schlimm, schlimm dieser Sex
Film: The Shame
Regisseur: Steve McQueen
Gefühlter Regisseur: Ned Flanders
Was passiert: Natürlich war The Shame ein Kritikererfolg, weil er so „realistisch“ ist. Man sieht mehrmals den Penis der Hauptfigur Brandon. Einmal pinkelt er sogar. Voll das wahre Leben. Brandon onaniert oft, hat Sex und Pornos, außerdem ist er erfolgreich im Beruf, höflich, nicht gewalttätig und bewohnt eine schöne Wohnung. Für Ned Flanders Grund genug, ihn als gestörte Persönlichkeit anzusehen (wegen dem Sex). Dabei fällt er zwei erstaunliche moralische Urteile.
Erstens: Ein erfolgreicher Mann, der aus Gründen, die nicht klar sind, über wenige soziale Kontakte verfügt (mögliches Motiv: er möchte es so), ist ein gestörter Charakter, der auf der schiefen Bahn gelandet ist.
Zweitens: Eine schwer gestörte Frau, Brandons Schwester, die ihn emotional erpresst und mit über dreißig Jahren keinerlei Selbstständigkeit erreicht …
26.02.2012 12:53
Die Berliner Polizei, dein Freund und Nahostexperte
Die Berliner Polizei macht nicht gerade den Eindruck, alles im Griff zu haben. In regelmäßigen Abständen werden in dieser Stadt Menschen in U-Bahnen ins Koma geprügelt, Autos werden abgefackelt und wenn Linksextreme den Nahverkehr lahmlegen, gelingt es nicht, die Täter zu schnappen. Ein Großteil aller Straftaten wird ohnehin gar nicht erst verfolgt, da dies aufgrund der Masse von 12.000 Taschendiebstählen im Jahr schier unmöglich ist. Zumindest behauptet das die Polizei immer. Vielleicht liegt es in Wahrheit aber einfach daran, dass die Beamten ihre Zeit lieber mit dem Lösen des Nahostkonflikts verbringen.
Dieser Verdacht ist mir in den letzten Wochen gekommen. Anfang Februar schrieb ich den Beitrag „Antisemiten und edle Antisemiten“, in welchem ich mich wunderte, weswegen deutsche Hinterwald-Antisemiten zwar gesellschaftlich geächtet sind, aber weltgewandten Holocaustleugnern wie Mahmud Abbas der rote Teppich ausgerollt wird. Das …
19.02.2012 17:40
Linker Mann, was nun?
Bis gestern herrschte in der links-alternativen Kuschelecke noch Ordnung. Die Welt funktionierte so: Menschen sind von Natur aus gut, solange sie nur einen Migrationshintergrund haben, also irgendwie anders als „die Deutschen“ sind. Die Germanen wiederum sind reaktionäre Finstermenschen, verachten die Migranten und unterdrücken sie. Und der Held in der Geschichte ist man selbst, der links-alternative Fremdenfreund und Helfer, der das Schlimmste zu verhindern weiß.
Ja, und dann wird das eigene 1D-Weltbild, erbaut aus Klischees und Rassismus, einfach so durch Schutzgeldforderungen einer türkisch-kurdischen Straßengang erschüttert.
So geschieht es aktuell in Berlin. Dort wird ein „linkes Wohnprojekt“ von Kriminellen bedroht, die in das Gebäude eindrangen und die Inneneinrichtung zertrümmerten. Würde es sich bei den Tätern um migrationslose Deutsche handeln, wüssten die Alternativen, wie sie zu reagieren haben: Presse, Polizei, Anzeige, fertig. Wären es Nazis, wäre es noch leichter: Presse, Polizei, Anzeige, Demo, wieder Presse, fertig. …
11.02.2012 05:24
Abendlandophobie
Es geht fast immer schief, wenn in deutschen Zeitungen über das Verhältnis des Westens zum Islam geschrieben wird. Zuletzt geschehen am vergangenen Wochenende im Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/abendland-vs-islam-in-europa-sind-gottlose-in-einen-religionskrieg-getreten/6157224.html), wobei man anhand dieses Beitrags aber zumindest ganz gut vorführen kann, woran diese Zustandsbeschreibungen kranken.
Das Hauptproblem ist, dass die Verfasser solcher Beiträge zumeist mit dem Ziel antreten, die angebliche Überheblichkeit des Westens zu demaskieren. So auch der Tagesspiegel-Mann. Der Preis dafür ist hoch, denn um auf Augenhöhe zwischen den Zuständen im Abend- und im Morgenland zu kommen, müssen zum Beispiel die Moslembrüder zu einer normalen Partei geschrumpft und die CDU zu einer religiösen Gefahr aufgeblasen werden, nur damit dann endlich behauptet werden kann, dass es doch überall religiöse Parteien gibt.
Und danach muss der Westen zum aktiven Part erklärt werden. Zwar haben muslimische Terroristen am 11.September 2001 einen Krieg gegen den „Western Way of Life“ begonnen (bzw. schon lange …
05.02.2012 18:49
Antisemiten und edle Antisemiten
Am 27. Januar wurde im Bundestag an die Befreiung von Auschwitz erinnert und Reich-Ranicki berichtete über seine Zeit im Warschauer Getto. Alle waren betroffen und bereit, die Ewiggestrigen zu bekämpfen…Und fast zeitgleich wird mit allen Ehren ein promovierter Holocaustleugner (http://www.cicero.de/weltb%C3%BChne/wer-ist-abbas-wirklich/36947) vom Bundespräsidenten empfangen. Es handelt sich dabei um Mahmud Abbas, der seit Jahren als Gesprächs- und Verhandlungspartner geschätzt wird und den noch keiner der deutschen „nie wieder“-Politiker auf sein krankes Weltbild hingewiesen hat.
Es erstaunt, dass zwar deutsche Hinterwälder-Antisemiten aus der sächsischen Schweiz ausgegrenzt werden, aber arabischen Judenhassern der rote Teppich ausgerollt wird. Dabei würde Abbas im Gefängnis sitzen, wäre er Deutscher und hätte in seiner Doktorarbeit die Meinung vertreten, dass wohl deutlich weniger als 6 Millionen Juden während des Holocaust umgebracht wurden. Horst Mahler macht sich solche Gedanken auch, aber er wird nicht von Bundespräsidenten Wulff eingeladen. Schade eigentlich, dabei könnten der palästinensische und der deutsche Judenexperte …


