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  22.08.2014   15:26   Leserkommentare (1)

Beste Freunde: Ekel Alfred und Che Guevara

Es wird immer schwerer, Linke und Konservative zu unterscheiden, heißt es seit Jahren. Und es stimmt auch, die klaren Gut-Böse-Linien verschwimmen. Wer sich als links bezeichnet, kann sich leidenschaftlich für die Rechte von Homosexuellen in Deutschland einsetzen, aber gleichzeitig Kuba toll finden, wo Schwule verfolgt werden. Konservative wiederum können in Deutschland gegen das Adoptionsrecht für Homosexuelle sein (und dafür von Linken als homophob beschimpft werden), aber Kuba für seine Menschenrechtsverletzungen kritisieren. Wer steht da nun moralisch besser da?

Linke sind für Multikulti und die Aufnahme von Flüchtlingen, gleichzeitig aber sind sie sauer, wenn zu viele ausländische Touristen ihr Kiez bevölkern. Konservative betonen die Bedeutung von kulturellen Traditionen, werden aber misstrauisch, wenn muslimische...

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Kategorie(n): Inland 

  15.08.2014   18:07   Leserkommentare (2)

Junge, weiße Männer und Silicon Valley

Die „alten, weißen Männer“ sind längst ein politisch korrektes Feindbild. Es wird immer in einem negativen Kontext verwendet, unterstellt ein reaktionäres und irgendwie rassistisches Weltbild und ein Festhalten an alten Werten, die längst von moderneren (und cooleren) Werten abgelöst wurden, nach denen der Rest der Menschheit in Liebe und Eintracht lebt.

Mittlerweile gibt es einen Ableger dieser „alten, weißen Männer“, es sind die „jungen, weißen Männer“. Entdeckt hat sie für den deutschen Leser gerade erst wieder die Süddeutsche Zeitung. Und zwar in Silicon Valley. Ein junger, weißer Journalist stellte in einem ausführlichen Artikel fest, wie rückständig dieser Ort ist, was die meisten Menschen aber nicht auf den ersten Blick erkennen. Sie lassen sich nämlich von den „selbst fahrenden Autos, den...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur 

  03.08.2014   12:59   Leserkommentare (11)

Wann stoppt Margot Käßmann endlich ISIS?

Margot Käßmann lässt keine Gelegenheit ungenutzt, sich als Pazifistin darzustellen. Darum ist sie auch gegen den Afghanistankrieg gewesen, an dem „nichts gut“ war, wie sie in einer Predigt feststellte und dafür bis heute von einem großen Teil der Bevölkerung gefeiert wird. Sie ist aus Prinzip gegen Krieg, weil der keine Probleme löst. Auch der Zweite Weltkrieg nicht, zu dem ihr nur einfällt, dass da „am Ende“ bei allen die Vernunft aussetzte.

Auch sonst ist sie gegen den Einsatz von Gewalt. Mit den Taliban hätte sie lieber gebetet, anstatt sie zu bekämpfen, erklärte sie, ohne aber den Weg nach Afghanistan gesucht zu haben, um ihren frommen Wunsch in die Tat umzusetzen. Auch dass Osama bin Laden erschossen wurde, macht sie wütend. Das hätte man anders lösen müssen, ärgert sie sich. Sie weiß immer, wie es nicht...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  24.07.2014   11:55   Leserkommentare (3)

Event-Antifaschismus und Pogromstimmung

Der Mob, der aktuell durch Deutschland zieht, den Juden den Tod wünscht, Hitler feiert und Synagogen angreift, ist auf gewisse Art ein Kulturschock. Es sind nicht die Nazis mit Springerstiefeln und Glatze, die diese Hass-Orgien auf den Straßen veranstalten, sondern arabisch- und türkischstämmige Deutsche. Weit weg vom arischen Schönheitsideal und dennoch genauso verachtenswert und antisemitisch. Dass es das geben kann, hat man lange verdrängt.

Vor allem der linke Mainstream tut sich in seiner verklemmten Multikulti-Begeisterung schwer, Missstände anzuerkennen. Da wird Kritik schnell reflexhaft als fremdenfeindlich abgewehrt und sich stattdessen lieber in Anekdoten über den türkischen Gemüsehändler gerettet, der natürlich immer “mein türkischer Gemüsehändler” ist (dass auch der ein Rassist sein kann, ist schlicht...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  22.07.2014   20:16   Leserkommentare (5)

Der Feinschmecker-Antifaschist Konstantin Wecker

Ein antisemitischer Mob wütet auf Deutschlands Straßen, er attackiert Synagogen, feiert Adolf Hitler und wünscht den Juden den Tod. Genau gegen solche Menschenfeinde bezieht Konstantin Wecker seit Jahrzehnten Stellung, zeigt er Gesicht, will er nicht schweigen. Und darum hat er am vergangenen Donnerstag, als Tausende Antisemiten „Juden ins Gas“ brüllten, auf Facebook auch ein klares Bekenntnis abgegeben. Für ihn sind diese Ereignisse wie ein „Stiefeltritt ins Gesicht“, er empfindet „Fassungslosigkeit und Zorn“ und auch „Scham“. Außerdem stellt er noch einmal klar, wie sehr er „Nationalismus, Verfolgung Andersdenkender, Fremdenhass bis zur Mordgier“ verabscheut.

Immerhin ein klares Bekenntnis und ein Solidarisierung mit den Opfern des antisemitischen Mobs, könnte man denken. Das Problem ist nur: Er hat sich in...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  18.07.2014   03:16   Leserkommentare (5)

Fußball ist Fußball. Nicht mehr, nicht weniger

Die Weltmeisterschaft ist vorbei, Deutschland hat den Pokal und schon gehen die Versuche los, diesen Sieg gesellschaftspolitisch zu deuten. Dabei steht Fußball für nichts, außer für Fußball. Alle Versuche, da mehr drin zu sehen, sagen ausschließlich etwas über die Wünsche, Befürchtungen und Visionen der Verfasser solcher Kommentare aus.

1998 hieß es vor der Frankreich-WM, dass ein Erfolg der französischen Nationalmannschaft einen bedeutenden Beitrag zur Integration der Moslems leisten würde, weil einige der wichtigsten Spieler algerische Wurzeln hatten und das ein starkes Signal an alle Bürger wäre, eine einzige Nation zu sein. Frankreich wurde dann auch tatsächlich Weltmeister und zum Musterbeispiel eines durch den Fußball geeinten Multikulti-Landes erklärt. Danach kam sogar noch ein Europameistertitel dazu. Und...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Bunte Welt 

  13.07.2014   13:58   Leserkommentare (7)

Solidarität mit Gotteskriegern und der Mafia

Was mich an der Einstellung der meisten Deutschen zum Nahostkonflikt immer wieder erstaunt, ist, dass sie beim Blick auf Israel und Palästina all die Werte über Bord werfen, die ihnen ansonsten so wichtig sind. Man ist, zu Recht, stolz auf die Toleranz und Offenheit, mit der mittlerweile zwischen Nord- und Bodensee die verschiedensten Lebensentwürfe akzeptiert werden. Es wird sehr empfindlich auf Diskriminierung von Frauen, religiösen Minderheiten und Schwulen reagiert. Wer sein Kind schlägt, ist sozial geächtet, wer die verlorenen Ostgebiete zurückfordert, auch. Streit und Unstimmigkeiten werden verbal gelöst. Der Einsatz körperlicher Gewalt ist verpönt und wer sich nicht als Mann oder Frau fühlt, kann auch gerne als Geschlecht X durchs Leben gehen. Alles kein Problem in Deutschland, das ist mittlerweile Leitkultur, wer...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  30.06.2014   21:42   Leserkommentare (5)

Hashtags alleine retten keine Entführungsopfer

Die Terrororganisation Boko Haram entführt Kinder vor den Augen ihrer Eltern, sie verschleppt Mädchen aus Schulen, sie treibt ganze Dorfgemeinschaften zusammen und ermordet sie. Sie hat keine Empathie mit ihren Opfern. Ihre islamistischen Mitglieder wähnen sich ihrem Gott nie näher als in den Momenten, in denen sie die Kehle eines „Ungläubigen“ aufschlitzen.

Vor knapp zwei Monaten entführte Boko Haram über 200 Schülerinnen, weil sie es als Verbrechen ansieht, dass Mädchen Bildung erhalten. Nach dieser Entführung nahm die Welt zum ersten Mal Notiz von diesen Terroristen, die in Nigeria seit Jahren morden und vergewaltigen. Sofort kam es unter dem Hashtag #BringBackOurGirls zu einer Solidarisierungswelle mit den Kindern. Sogar Michelle Obama postete ein Foto von sich, wie sie diesen Hashtag mit flehendem Blick in die Kamera...

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Kategorie(n): Inland  Ausland