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  19.12.2014   13:25   Leserkommentare (3)

Moslems stalken für den guten Zweck

Würde es nach dem Willen der Twitter-Nutzer gehen, wären die #BringBackOurGirls-Mädchen wirklich wieder zurückgekommen und es würde dank dem #Aufschrei auch keine sexuelle Belästigung mehr geben. Leider aber verliert sich die Spur der nigerianischen Schulmädchen auf afrikanischen Sklavenmärkten und sexuelle Belästigung gibt es immer noch. Hashtags sind eben doch erstaunlich wirkungslos, wenn sie sich gegen reale Probleme richten.

Jetzt gibt es #illridewithyou. Ausgedacht hat sich das eine Australierin als Reaktion darauf, dass ein Moslem mehrere Menschen in einem Café als Geiseln nahm. Genauer: Sie hat den Hashtag schon beworben, während die Geiselnahme noch lief und bevor der Täter zwei Menschen ermordete. Die Idee hinter dem Hashtag ist, dass Moslems sich aufgrund der negativen Presse ausgegrenzt fühlen könnten. Durch...

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Kategorie(n): Ausland 

  15.12.2014   15:28   Leserkommentare (7)

Pegida und B_igRadB!

Ich möchte an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass es in meinem Roman mit „B_igRadB!“ schon eine Bürgerbewegung mit seltsamen Namen gab, lange bevor sich die patriotischen Abendländler als „Pegida“ formierten.

Womöglich handelt es sich dabei noch um einen Zufall und sowohl Autor als auch besorgte Bürger haben eine Vorliebe für skurrile Namen. Meinetwegen. Aber das erklärt nicht die andere Gemeinsamkeit. Und die ist dann doch beeindruckender.

Der Organisator der B_igRadB!-Proteste, Rüdiger Wagner, ist mehrfach vorbestraft. Sachbeschädigung, Einbruch, Anstiftung zu Straftaten, Beleidigung. Er wurde sogar aus Baden-Württemberg verbannt (siehe: Rumpfparlamentsparagraf von 1849 in der Landesverfassung).

Lutz Bachmann wiederum ist das Gesicht der Pegida-Proteste. Er hat auch ordentlich zugelangt: Einbruch,...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur 

  12.12.2014   12:37   Leserkommentare (10)

Kritischer Blick in den Garten des US-Nachbarn

In den USA kommt es momentan immer wieder zu Protesten, weil weiße Polizisten angeblich zu schnell auf schwarze Bürger schießen. Ganze Stadtteile versinken in Unruhen, Demonstrationen werden organisiert und in den Medien wird intensiv über diese Fälle berichtet. Es lässt sich nicht behaupten, dass es die Amerikaner kalt lässt, was da passiert.

Aber auch in Deutschland wird intensiv über die Unruhen berichtet. Wie gespalten sind die USA, wie rassistisch und wie ungerecht? Ist man als Schwarzer überhaupt ein gleichwertiger Bürger? Das sind so die Fragen, die deutsche Redakteure zwischen Hamburg und München umtreiben. Da wird mit Leidenschaft gestritten, angeklagt und kritisiert.

Schade, dass diese Debatten vor allem über Ereignisse geführt werden, die weit weg in den USA geschehen. Und schade auch, dass die Amerikaner...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  04.12.2014   12:59   Leserkommentare (3)

Vom Privileg, NSA-Opfer zu sein

Edward Snowden hat den Nobelpreis bekommen, zwar nur den alternativen, aber immerhin. In der Begründung heißt es, dass er „den Bewohnern dieses Planeten einen riesigen Dienst erwiesen hat“. Nun gehen die Meinungen ja weit auseinander, wie Snowden einzuschätzen ist. Für die einen ist er ein Held, weil er auf das Ausmaß der Überwachung neuer Medien aufmerksam machte, für andere ist er schlicht ein Verräter, dem beispielsweise islamistische Terrororganisationen verdanken, mittlerweile schwerer überwachbar zu sein.

Was allerdings an der Realität völlig vorbei geht, ist die Superlative, dass Snowdens Enthüllungen für die „Bewohner dieses Planeten“ eine solche Bedeutung hätten. Dem ist leider nicht so. Deswegen leider, weil die meisten „Bewohner dieses Planeten“ andere Probleme haben, als US-Geheimdienste, die ihre...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  25.11.2014   17:22   Leserkommentare (10)

Mit Sexismus für die Frauenquote

Die SPD will eine Frauenquote in Führungspositionen. Als Teil der dazugehörigen Kampagne startete gerade #BockAufQuote. Dabei stellen Frauen ein Bild von sich online, auf dem steht: „Ich werde dann mal Chefin“.  Dass Quotenregelungen immer automatisch die Diskriminierungen all jener zur Folge haben, die nicht in den Genuss der Quote kommen, scheint sie dabei nicht zu stören. Stattdessen betonen die Befürworter der #BockAufQuoten-Kampagne immer die wichtige Signalwirkung, die mehr weibliche Führungskräfte für die Frauen insgesamt hätten. Damit haben sie sich für die edlere von zwei möglichen Deutungen entschieden.

Die andere Deutung wäre nämlich: Es handelt sich um ein Elitenprojekt, das vor allem Dingen karrierebewussten, gut ausgebildeten Frauen den Sprung nach ganz oben ermöglichen soll. Ein Sprung, den sie ohne diese...

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Kategorie(n): Inland 

  16.11.2014   01:31   Leserkommentare (11)

Weltraumwunder und irdische Empörungsbereitschaft

Als es ESA-Mitarbeitern gelang, einen Roboter irgendwo ein paar Hundert Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf einen Kometen landen zu lassen, hätte man das natürlich ganz einfach als das dritte Weltraumwunder feiern können (nach der Mondlandung und der Marsmission). Man könnte sich aber auch auf das Wesentliche konzentrieren: das knallbunte Hemd des ESA-Projektleiters. Auf diesem waren halbnackte Kriegerinnen mit Gewehren zu sehen. Vielleicht motiviert ihn ja die Hoffnung, in fremden Galaxien auf solche Frauen zu stoßen Möglich ist es, egal auch.

Dieser Mann führte eine der spektakulärsten Missionen der Menschheitsgeschichte zum Erfolg und hat einen miserablen Modegeschmack. Damit hätte man es bewenden lassen können. Doch an dieser Stelle fing die Sache erst an, im Internet richtig für Aufsehen zu sorgen. Unter dem...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wissen 

  13.11.2014   01:19   Leserkommentare (2)

No City For Old Men

Rezension von Michael Smolski

„Eine wunderbare Gesellschaftssatire, bei der noch offen ist, ob die Realität sie einholen wird“ – so prangt es als Zitat von Jan Fleischhauer auf der Rückseite des Romans “Die Nachhaltigen”, dem Erstlingswerk von Gideon Böss. Nichts könnte bei der Beschreibung dieses Romans mehr trügen als dieses Zitat.

Längst hat die Realität diese Berlin-Satire eingeholt, ja überholt, und sollte es noch einen Grund geben, warum die Hauptstadt nicht längst als Stadt der Komik gilt, dann wohl nur den, dass sie all ihre - mal wundervollen, mal furchtbaren - Zumutungen tatsächlich bitterernst meint.

Daueralkoholisierte Theaterintendanten, die das Veruntreuen von Subventionen für legitimen Widerstand gegen „das System“ halten. Möchtegern-Experten mit Wikipedia-Hintergrund, die zwar viel zu reden,...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Satire 

  10.11.2014   21:23   Leserkommentare (22)

Verletzte religiöse vs. künstlerische Gefühle

In letzter Zeit ging es ja regelmäßig um religiöse Gefühle. Dabei stellten sich sofort mehrere Fragen. Was sind eigentlich genau religiöse Gefühle? Warum sind sie so schnell verletzt und darf man sie verletzen, obwohl sie so empfindlich sind? Generell finde ich, dass Religionen eine dickere Haut haben sollten. Schließlich lesen sich ihre heiligen Bücher so, als ob sie von Quentin Tarantino geschrieben wurden, als er richtig sauer war. Gewalt, Inzest und ganz viel Blut.

Wie soll man sich denn bitte so ein verletztes religiöses Gefühl vorstellen? Da liest ein Moslem im Koran Sätze wie „Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab“ oder „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlagt die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und...

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Kategorie(n): Inland  Ausland