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21.05.2008   09:26

Eiszeit mit Frau Slomka

Ein Leser schickte mir soeben eine mail zum Heute Journal von gestern Abend: “Soeben lief das heute-journal mit Marietta Slomka. Thema: Die aufgetauchten kalten Meeresströmungen. Eine immer ernster werdende Mimik von Frau Slomka zum Text in etwa so:’ Klimaerwärmung etwa doch nicht so erheblich?!’ Plötzlich ein Wechsel zu einem strahlend verklärtem Gesicht: ‘Nein, so ist es nicht’.” Und dann folgt eine Argumentation, die auf diesem Blog bereits vorhergesehen wurde:  Es wird auch wärmer, wenn es plötzlich kälter wird. Da fällt unseren Medienmachern doch glatt ein Stein vom Herzen. Falls es wirklich kälter wird, sehen wir noch vielen kreativen Begründungen und Verrenkungen entgegen. Am Ende der Heute- Sendung heißt es sinngemäß (und richtigerweise): “Je mehr wir wissen, desto weniger wissen wir.” Goethe hat das einst so formuliert: “Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel.” Steht …

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20.05.2008   09:17

Der alltägliche Wahnsinn (5)

Unser Zitat von heute passt zur aufbrandenden Umverteilungsdebatte: “Die Herrschaften gleichen einem Gastwirt, der pleite ist, es aber nicht lassen kann zum Freibier einzuladen, damit die Kneipe voll ist und alle bei Laune bleiben. Und wenn dann alle kommen und sich einen Schluck aus der Pulle gönnen, ist man furchtbar erschrocken, dass nicht nur die Freibier trinken, ‘die es wirklich brauchen’. Und dann geht der Wirt polternd von Tisch zu Tisch und fordert ‘mehr Anstand’, schließlich ‘müsse man nicht alles rausholen, was geht’ (Kurt Beck).” Wer mehr davon lesen will findet die geballte Ladung in diesem Buch.

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19.05.2008   17:01

Das Katastrophengebäude bröckelt weiter….

Jetzt soll auch noch die Zahl der Hurrikane zurückgehen...Siehe hier

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19.05.2008   10:13

Der alltägliche Wahnsinn (4)

In Bonn kommt heute die große UN-Artenschutzkonferenz auf Touren. Dazu Maxeiner & Mierschs Szene-Beobachtung: “Erfolgreiche Umweltschützer sitzen nicht mehr im gelben Ölzeug im Schlauchboot. Versierte Dritte-Welt-Aktivisten besuchen nur noch selten ein staubiges Dorf. Auch Revolutionäre reisen Businessklasse. Sie treffen sich alle auf dem globalen Parkett, man kennt sich, man sieht sich. Die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind immer dabei und stellen oftmals das größte Kontingent an Konferenztouristen. Vertreter internationaler Organisationen wie EU und UN bilden die High Society dieser Events. Auch die Gehaltstarife spiegeln das wieder: Bei den Internationalen verdient man besser als bei den Nationalen, und bei den Globalen am besten. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Niemand hat sie gewählt und sie haben keine Basis, der sie sich ernsthaft verantworten müssten.

Die neue Welt-Klasse der rapide wachsenden supranationalen Organisationen und endlosen Kettenkonferenzen ...hat es in Aussehen, Habitus und einer gewissen Art schlechtes Englisch zu sprechen bereits zu bemerkenswerter Uniformität …

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19.05.2008   08:47

Roger Boyes, Michael Miersch, Bärbel Höhn

10:10 Uhr bis 11:30 Uhr
Jetzt gleich im Deutschlandfunk: Politisches Streitgespräch mit Studiogästen und Hörern
“Atomkraft, Kohle, Gentechnik, Massentierhaltung -
Nein, danke!  Wie lange können wir uns den Ökowahn noch leisten?”

- Michael Miersch, Wissenschaftsjournalist
- Bärbel Höhn (B 90/Die Grünen), Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Roger Boyes, Korrespondent Times

Moderation: Jochen Spengler

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17.05.2008   09:40

Der alltägliche Wahnsinn (3)

Maxeiner & Miersch Einsicht für heute:  “Wer in einer Diskussionsrunde deutscher Kulturpessimisten darauf hinweist, dass die wichtigsten Indikatoren für das Wohlergehen der Menschheit sich immer besser entwickelt haben, der erzielt eine durchschlagende Wirkung. So etwa wie jemand, der in einem katholischen Gottesdienst ein Präservativ aufbläst. Beides hält jung, befördert allerdings nicht das Sozialprestige.” Wer mehr davon lesen will findet die geballte Ladung in diesem Buch

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16.05.2008   09:08

Wetten, dass?

Von Maxeiner & Miersch erschienen in DIE WELT vom 16.05.08

Als Familienväter sind uns diskursive Auseinandersetzungen mit Minderjährigen ein gewohntes Ritual. Wenn der einen oder anderen Seite die sachlichen Argumente ausgehen, dann kommt sehr bald der Punkt, an dem es trotzig heißt: „Wetten, dass ich recht habe?“ So geht das jetzt auch in der Klimaforschung. Eine Gruppe von deutschen Forschern hatte kürzlich für die kommende Dekade eher sinkende Temperaturen vorhersagt. Das war insofern bemerkenswert, als es sich um Wissenschaftler handelt, die im Weltklimarat IPCC mitarbeiten. Der Rat hatte in seinem jüngsten Bericht noch das Gegenteil prognostiziert.

Was nun, müssen sich die Kollegen gefragt haben. Wollen die uns etwa die Klimakatastrophe kaputtmachen?  Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Und es kam, wie es kommen musste: Ein halbes Dutzend der einflussreichsten Forscher des Weltklimarates, angeführt von Stefan Rahmstorf vom Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, halten jetzt mit …

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16.05.2008   09:01

Der alltägliche Wahnsinn (2)

Hier unser kleines Zitat für den heutigen Tag: “Die Tatsache, dass wir hier des öfteren für die Freiheit der Ökonomie und der Märkte eintreten, hat bedauerlicherweise nicht dazu geführt, dass wir von finsteren Kapitalisten mit Geldbündeln überhäuft werden. Was sich so mancher aber gar nicht vorstellen kann: ‘Anscheinend geht es ihnen darum auf dieser Welle abzukassieren’, schrieb uns neulich ein Leser, ‘Menschen wie Sie haben keine Visionen, kein Ziel.’ Wir zitieren das hier, weil eine recht verbreitete Verachtung des Ökonomischen so schön auf den Punkt gebracht wird. Erstens: Die Erwirtschaftung von Gütern geschieht grundsätzlich auf Kosten anderer („abkassieren“). Und zweitens: Das Streben nach Gewinn geht mit geistiger Leere und dem allgemeinen Verfall der Sitten einher. Uns erscheint der schnöde Mammon dennoch als das geringere Übel, denn bedauerlicherweise entfalteten sich geistige Leere, kultureller Niedergang und moralische Verwahrlosung im Namen höherer Werte oft besonders beängstigend. Doch das hören die Tadel- und Selbstlosen …

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