Beiträge von Dirk Maxeiner
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21.11.2009 06:30
Watergate der Klimaforschung?
Vor einigen Tagen sind Hacker in das Computersystem einer der Schaltstellen der internationalen Klimaforschung eingedrungen. Jetzt haben sie 61 Megabyte Korrespondenz der University of East Anglia’s Climate Research Unit ins Netz gestellt. Wenn diese Mails echt sind, dann liegt womöglich ein heftiger wissenschaftlicher Skandal vor uns – und das Ende der Glaubwürdigkeit der gegenwärtigen Klimaforschung. Der britische Telegraph zitiert heute ausführlich aus den Mails einiger der prominentesten Vertreter der Klimaforschung (und des „Weltklimarates“ IPCC, dem unlängst noch der Nobelpreis verliehen wurde). Ich kann die Authentizität der gehackten mails im Moment nicht beurteilen. Anthony Watts, der den bekannten Klimablog “Watts up with that” betreibt, hält sie für echt: “Ich habe das File gesehen, es scheint echt zu sein und von der Climate Research Unite zu stammen. Andere, die sie gesehen haben, stimmen mir zu- es scheint sich um ein Original zu …
19.11.2009 05:30
Leben mit und ohne Wasser (4)
Michael Miersch hat heute ein sehr schönes Stück über die Zukunft der Landwirtschaft in DIE WELT. Es geht schlicht darum die Erzeugung von Lebensmitteln und Rohstoffen als eine moderne Industrie zu begreifen, die wegen der steigenden Nachfrage große wirtschaftliche Chancen haben wird. Das hat mir zufällig vor einigen Tagen ein erfolgreicher indischer Wirtschaftsberater hier in Pune bestätigt: Er sieht die Landwirtschaft als eine der Zukunftsindustrien in vielen Teilen Europas, unter anderem wegen der besseren Wetterverhältnisse (mehr Regen als beispielsweise in Indien) und der guten Infrastruktur. Er erkennt da eine sich teilweise umkehrende Rollen- und Arbeitsverteilung zwischen klassischen Industrie- und Agrarländern. Volkswagen kann man auch hier in Indien bauen - und zwar ziemlich gut – aber mit dem Regenmachen klappt es nicht so richtig. Klingt ein bisschen nach Morgenthau-Plan, ist aber das Gegenteil, schließlich ist die moderne Landwirtschaft mit allem drum und dran eine veritable …
17.11.2009 07:59
Leben mit und ohne Wasser (3)
Seit einigen Tagen hat sich der Monsun im Monat geirrt. Normalerweise ist es im November trocken. Statt dessen schüttete es wie aus Eimern. Im Malaka, unserem Stammlokal, bildeten sich auf der Markise riesige Wasserbeulen. Das Personal stieß sie mit Stangen nach oben, woraufhin tonnenschwere Wasserfälle auf die Terrasse prasselten. Die Verkehrsadern verwandelten sich in Wasserstrassen. Die Inder durchpflügten sie mit ihren Motorrollern tapfer und stoisch, in einer Hand den Lenker, in der anderen einen Regenschirm. „Drive by the poolside“ titelte der „Pune Mirror“ heute. Er ist eine von fünf (!) in Pune erhältlichen englischsprachigen Tageszeitungen („The Times of India“, „Pune Mirror“, „Indian Express“, „The Asian Age“, „DNA/Daily News and Analysis“). Sie sind allesamt grafisch und journalistisch auf hohem Niveau. So stimmt kein einziges der Blätter das Klimakatastrophen-Mantra an, wie das bei uns wohl der Fall wäre. Statt dessen titelt der „Indian Express: „Regen ist im November nichts ungewöhnliches“. Und dann …
15.11.2009 15:34
Leben mit und ohne Wasser (2)
Wasser ist in unserem Appartement inzwischen immer da – außer wenn man es gerade dringend braucht. Beispielsweise am Morgen, wenn Du eingeseift unter der Dusche stehst. Deshalb gibt es jetzt ein Backup-System: Ein mit Wasser voll gefüllter Eimer. Seitdem duscht es sich viel entspannter. Die nächste Hürde folgt dann unten auf der North-Main-Road von Pune: Wie kommt man zu der Bäckerei auf der gegenüber liegenden Strassenseite? Der Verkehr strömt im Gegensatz zum Wasser ununterbrochen. Die Niagarafälle sind nichts dagegen. Ein älterer Herr, der mich beim unbeholfenen Versuch beobachtete, auf die andere Seite zu sprinten, erzählte mir folgenden Witz: Zwei Inder stehen sich auf verschiedenen Seiten der Strasse gegenüber. Ruft der eine dem anderen zu: „Wie hast Du es dahin geschafft?” Antwortet der andere: „Ich bin hier geboren“.
13.11.2009 19:31
Leben mit und ohne Wasser
Indien ist wirklich spottbillig. Man kann hier sogar auf die schnelle Geld verdienen. Nach 24 Uhr kosten rote Ampeln weder Punkte noch Bußgeld. Gilt bis um 6 Uhr am Morgen. Aber im Großen und Ganzen auch zwischendurch, wie auch für alle anderen Missetaten im Straßenverkehr. Wie auch immer: Nach 24 Uhr fühlt sich der deutsche Staatsbürger geradezu herausgefordert, Geld zu sparen. Wir haben die Ampeln mitgezählt und für die Strecke von Mumbai nach Pune sorgfältig Buch geführt. Inflationsbereinigt kamen wir auf gesparte 993 Punkte in Flensburg und etwa 70 000 Euro Bußgeld. Zur Strafe haben sie uns im Appartement dann das Wasser abgestellt. Aber woher wußten Sie, wo wir wohnen? Karma?
06.11.2009 16:22
Glaube an den Klimawandel ist jetzt offiziell Religion
Dank britischer Richter ist es jetzt amtlich: Klimahysterie ist eine Religion. Soweit die gute Nachricht. Und jetzt die schlechte: Wer daran glaubt, darf nicht diskriminiert werden. Angestellte mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein werden durch die Entscheidung rechtlich mit Muslimen, Juden oder Christen gleichgesetzt. Wer es nicht glauben mag, lese hier, hier und hier.
05.11.2009 11:19
Opel: Warum die deutsche Politik sich gerne verarschen ließ
Nach Quelle nun Opel. Es wundert ja wohl niemand ernstlich, dass die ökonomischen Fakten nach der Wahl wieder ihre Wirkung entfalten. Anstatt die mal zur Kenntnis zu nehmen, wird jetzt wieder die Turbokapitalismus- und Böse-Amis-Keule hervorgeholt. Fakt ist: Opel ist praktisch nur auf den europäischen Märkten vertreten und die sind übersättigt. Hier findet nur noch Verdrängungswettbewerb und Preiskampf statt. Opel kann da mit seinen relativ kleinen Stückzahlen nicht mit. Auf den rasch wachsenden Märkten wie China und Indien ist Opel hingegen nicht vertreten. Doch nur da werden in Zukunft mehr Autos verkauft, in China und Indien gingen die Verkäufe trotz Krise erheblich nach oben. Dieser Zug ist für Opel abgefahren. Es würde viele Jahre dauern die Marke dort zu etablieren. Weder Magna noch die russischen Mitbieter wären in der Lage dies zu stemmen (der Zulieferer Magna ist ja selbst in wirtschaftlichen Schwierigkeiten).
Und der anvisierte russische Markt fällt …
01.11.2009 20:06
Nicht mit uns!
Autos sind auch nur Menschen. Jedenfalls scheint es dem Volkswagen-Touareg und dem Toyota-Prius mächtig zu stinken, dass der Tesla-Elektro-Sportwagen so eine gute Presse hat. In Dänemark kam es zum Showdown. Das Ergebnis sehen Sie hier. Der VW hat jedenfalls gewonnen.


