Beiträge von Dirk Maxeiner
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22.07.2008 09:40
Klimaforschung: Immer mehr Stellen, immer weniger Erwärmung
Bundesforschungsministerin Anette Shavan kündigte gestern ein neues Programm zur Arbeitsbeschaffung für Klimaforscher an. In Potsdam soll zu diesem Zweck ein “Climate Institute for Advanced Studies” geschaffen werden. Das künftige Elite-Institut soll eine herausragende Klimaforschungsstätten Europas werden. Vielleicht können und die Damen und Herren von der Klimaelite das hier dann besser erklären.
21.07.2008 08:59
Und der Heiland ließ die Meeresspiegel sinken
...Schon in die politische Folklore eingegangen ist ein Satz aus der Siegesrede Obamas nach dem Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton vom 3. Juni in Minnesota. Damals beschrieb er seinen Triumph in der innerparteilichen Vorausscheidung als einen „historischen Augenblick, da sich der Anstieg der Ozeane verlangsamte und der Planet zu heilen begann“. Der konservative Publizist Charles Kratuhammer bietet dafür in der „Washington Post“ den sardonischen Kommentar, ein gewisser Jesus Christus habe seine wundertätige Karriere damit begonnen, Kranke zu heilen; mit solchen Kinkerlitzchen gebe sich Obama nicht ab: Der Planet müsse es sein… Dies und mehr beschreibt Matthias Rüb heute in der FAZ.
19.07.2008 11:47
Die Achse gratuliert…
dem Gewinner des Tages zum Hildegard-von-Bingen-Preis Wir sind stolz auf Dich, Henryk!
19.07.2008 08:22
Arme Alphatiere
Von Maxeiner & Miersch erschienen in DIE WELT vom 18.07.2008
Christian Wulff will kein „Alphatier“ sein. Verwundert schütteln die Beobachter den Kopf über sein Bekenntnis: „Mir fehlt der unbedingte Wille zur Macht.“ Warum outet sich ein erfolgreicher Politiker plötzlich als Sensibelchen? Eine mögliche Erklärung lieferte Wulff selbst: „Lustgewinn habe ich auf anderen Feldern.“ Das ist er ganz nah an den Erkenntnissen der Zoologie, aus der ja auch der Begriff „Alphatier“ stammt. Entgegen der früheren Annahme, dass der ranghöchste Affe den größten Erfolg bei den Weibchen hat, haben Wissenschaftler in jüngster Zeit herausgefunden: Alphamännchen werden von ihren weniger machtgierigen Geschlechtsgenossen ausgetrickst. So nutzen rangniedere Rhesusaffen jede Gelegenheit, um sich heimlich mit den Weibchen zu vergnügen. Klugerweise verhalten sich die weiblichen Affen bei diesen Affären viel leiser, als wenn sie mit dem Hordenchef kopulieren. Würzburger Wissenschaftler ermittelten durch Gentests die Herkunft der Nachkommen von Perugia-Kärpflingen, einer kleinen Fischart. Ergebnis: Kein …
16.07.2008 16:46
Just for the record
Eine Kurve zeigt oft mehr als tausend Worte. Hier der Verlauf der Globaltemperatur nach den Daten der offiziellen britischen Climate Research Unit (CRU). Das ist schon mehr als ein Knick in der Katastrophen-Optik. Es geht im Moment erkennbar bergab, aus welchen Gründen auch immer. Man weiß auch nicht, ob man sich drüber freuen soll. Aus pädagogischen Gründen vielleicht, aus grundsätzllichen Erwägungen eher nicht: Kalte Zeiten waren meist problematischer als warme.
11.07.2008 12:44
Arbeitsplatz-Voodoo
Von maxeiner & Miersch erschienen in DIE WELT vom 11.07.2008
Wer in die Internet-Suchmaschine Google die Wortkombination „Schaffung von Arbeitsplätzen“ eingibt, findet über 860 000 Einträge. Das ist kein Wunder, schließlich ist die Redewendung eine Standardvokabel der Politik. Völlig egal welcher staatliche Eingriff gerade ansteht, es empfiehlt sich dringend ihn mit neuen Arbeitsplätzen zu begründen. Wirtschaftszweige, denen daraus ein Nachteil entsteht, lehnen diese Eingriffe meist ebenso routiniert mit dem Argument der „Gefährdung von Arbeitsplätzen“ ab. Das Problem: Was bleibt unterm Strich?
Als Beispiel kann das deutsche Gesetz über die Förderung der erneuerbaren Energien dienen. Das, so unser Umweltminister, erzeuge eine „Win-Win-Situation“ also einen Zustand in dem alle nur gewinnen können: Es schützt das Klima und schafft Arbeitsplätze. Ökonomen sind gegenüber solchen Versprechungen allerdings meist misstrauisch, denn ein Lehrsatz der Volkswirtschaft lautet. „There ain’t no such thing as a free lunch.“ Frei übersetzt heißt das: „Irgendeiner muss …
04.07.2008 15:30
Wer hat Angst vorm deutschen Film?
Im Original-Ambiente der 50er und 60er-Jahre fand gestern in München im Theatiner-Filmtheater die Premierenvorstellung zum Start des Dokumentarfilms “Auge in Auge” statt. Er erzählt die Geschichte des deutschen Films (was sich im Titel “Auge in Auge” leider nicht sofort erschließt, etwas provokanter hätte es ruhig sein dürfen). Die Kritiken im Vorfeld waren hymnisch und zwar zu recht. Das ganze dauert gute 100 Minuten und ist keine Sekunde langweilig. “Auge in Auge” ist sogar höchst amüsant und manchmal urkomisch. Die Geschichte des deutschen Films wird gleichsam undeutsch erzählt. Aber was ist eigentlich deutsch? Und was ist deutsch am deutschen Film? Oft sympathisch selbstironische Auskunft geben prominente Filmschaffende - von Dorris Dörrie über Wim Wenders bis Tom Tykwer. Anschauen lohnt sich wirklich. Alle Kinos und Termine hier.
02.07.2008 12:19
Wunsch und Wirklichkeit
Das Hybridauto “Toyota Prius” gilt als leibhaftige Umweltfreundlichkeit. US-Stars schmücken sich damit, sogar Renate Künast rief zum Kauf auf. Doch die Autokäufer wollen einfach nicht mitmachen. Bis Ende Mai wurden in Deutschland 1498 Prius verkauft, das sind noch einmal 600 weniger als im Vorjahr. Aus einem Bericht der FAZ zur Lage am Automarkt.

