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08.02.2012   16:42

Grüner Umweltminister feiert Renaissance der Kohle

Der grüne Umweltminister von Baden Württemberg, Franz Untersteller, feiert ein Alt-Kohlekraftwerk in Mannheim, dessen zuvor in Frieden ruhender Block 3 wegen der Kälte reanimiert werden musste, um das Netz, beziehungsweise den Ruf der so genannten Energiewende zu stabilisieren.  Die Geschichte des Mannheimer Kraftwerkes lässt sich bis 1921 zurückverfolgen. 2006 wurden 7,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Damit war das Grosskraftwerk auf Platz 10 der deutschen Emittenten. Und so wird das wohl auch bleiben. Gratulation, endlich raucht der Schornstein grün!

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08.02.2012   11:18

Die Klima-Favela

Das wissenschaftliche Gebäude, dass um das Dogma der globalen Erwärmung errichtet worden ist, erinnert mich mehr und mehr an eine Wellblechhütte, die wackelt und bei der es an jeder Ecke reinzieht. Und weil das so ist, muss ständig eine neuer Stützbalken eingezogen und das Dach geflickt werden, damit das Ding nicht zusammenkracht. Und bei jedem Windstoß muss einer vom Potsdam-Institut raus ins Kalte und die morschen Balken festhalten.  Inzwischen haben wir so so eine Art Klima-Favela, häßlicher und schiefer gehts fast nimmer. Sehr schön ist das an den Meldungen abzulesen, die gegenwärtige bittere Kälte habe ihre Ursache in der globalen Erwärmung. Vor zehn Jahren haben Sie noch prophezeit, das es keine kalten Winter mehr geben würde, jetzt wissen sie ganz genau, warum es sie trotzdem noch gibt. Die Erkenntnisse kommen den Herren allerdings immer erst im nachhinein. Das …

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06.02.2012   10:23

Winds of Change

In meinem Büro habe ich mir die Titelseite der Bild-Zeitung vom Freitag den 23.Februar 2007 aufgehängt: “Geheimer Klimabericht. Wir haben noch 13 Jahre.....” Fünf Jahre später ist es nicht mehr ganz so eilig, denn es spricht sich herum, was damals schon wissen konnte, wer es wissen wollte: “Die maßlosen Hitze-Prognosen des Weltklimarats sind reine Angstmache!” So heißt es in einer neuen Serie über das Buch “Die kalte Sonne” von Fritz Vahrenholt.

Auch der Spiegel veröffentlicht heute ein Gespräch mit Deutschlands bisher einflussreichsten Klimaketzer. Wobei sich auch beim Spiegel ein Gang ins Archiv lohnt. In einer großen Zeitschleife kehrt man gewissermaßen zurück ins Jahr 1974 und ins Jahr 1977.  Wie sagt man so schön: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

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27.01.2012   18:06

Das Eigenheim lebt! Ob in Burgwedel oder Dessau

Deutschlands berühmtestes Einfamilienhaus steht derzeit in Burgwedel und gehört der Bank des Bundespräsidenten. Die Schiedsrichter in der Affäre um Christian Wulff sind sich dabei noch nicht ganz einig, was sie mehr verabscheuen sollen: den ungewöhnlichen Kredit, den das Staatsoberhaupt sich verschaffte, oder den gewöhnlichen Zweck, für den er das Geld benötigte – ein Einfamilienhaus mit gepflegter Klinkerfassade, putzigen Dachgauben und schmiedeeisernem Zaun darum herum. Weiter hier.

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23.01.2012   17:25

Die zersägte Jungfrau

Der Tsunami in Japan und die damit verbundene Reaktor-Katastrophe von Fukushima jährt sich in gut einem Monat. In Deutschland war das Unglück der Auslöser für den rasanten Atomausstieg und die „Energiewende“. Wie sieht es nach einem Jahr damit aus? Politiker und Umweltaktivisten hatten ja eine rosige Zeit vorausgesagt: Ein grünes Jobwunder sollte über uns kommen und ein ökologisches Wunderland aufscheinen, das auf Atomkraft verzichtet und gleichzeitig Vorreiter beim Klimaschutz sein würde.

Heute lässt sich sagen: Es war die große Stunde der Illusionisten, die der Bevölkerung eine großartige Variete-Nummer vorführten. Ein Illusionist ist ein Künstler, der bei seinem Publikum Sinnestäuschungen erzeugt. Eine beliebte Parade-Nummer heißt die „zersägte Jungfrau“. In Zukunft wird vielleicht auch die „Energiewende“ in das magische Repertoire aufgenommen. Der weibliche Zauberer heißt Angela Merkel und führt dem Publikum vor, wie der Strom ohne eine Leitung oder sonstige technische Hilfsmittel einfach aus der Steckdose kommt. Hokus Pokus Fidibus. …

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07.01.2012   16:14

Erich währt am längsten

Es war nicht alles schlecht in der DDR! Die Witze waren richtig gut und die besten schrieb das Leben selbst. Etwa als sich Erich Honecker 1981 auf einem SED-Parteitag mit der doppeldeutigen Aufforderung an sein Volk wandte: “Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen!” Und selbst die Propaganda sorgte oft unfreiwillig für ein Stück Wahrhaftigkeit: “30 Jahre DDR - 30 Jahre Staatszirkus”.

Wenn nicht alles irrt, nähern wir uns mit der Präsidentschaft von Christian Wulff diesem Zustand wieder an. Hieß es in der DDR „Erich währt am längsten“ verballhornen die Bundesbürger nun den Titel des Buches des Bundespräsidenten: „Christian Wulff - Besser als die Wahrheit!“ (vom Verlag Hoffen und Bangen).

„Der Gedanke an einen Präsidenten, der derart peinliche Dinge tut, ist unerträglich”, schreibt Zeit-Online, „da ist der Wulff-Witz als Aggressionsabfuhr immer noch besser als Fremdschämen. Bloß der Lustgewinn ist geschmälert, weil die Zahl der Witzfiguren …

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26.12.2011   17:13

Der Adel im Ökotest

Der Adel ist wieder schwer angesagt. Besonders wenn es um die Rettung der Umwelt geht, fühlen sich Freiherren, Barone, Prinzen und Könige gleichsam naturrechtlich zuständig. Das mag an den einstigen oder noch vorhandenen Ländereien liegen oder auch daran, dass man gewohnt ist, für Unmündige zu sprechen. Die neuen Mündel heißen „Natur“, „Klima“ oder „künftige Generationen“ und haben gegenüber den Schutzbefohlenen früherer Epochen den unschätzbaren Vorteil, nicht widersprechen zu können. Von Schweden bis nach Spanien rückt beinahe der gesamte europäische Hochadel an die Seite von Mutter Erde, betreibt Bio-Güter, posiert vor Gletschern oder stiftet Umweltpreise.

In Deutschland avancierte der Dirigent Enoch zu Guttenberg, Vater des bis auf weiteres aus dem Verkehr gezogenen Karl-Theodor zu Guttenberg, zum Öko-Adligen vom Dienst. Das Oberhaupt des 400 Millionen Euro schweren Guttenberg-Clans fordert, der gemeine Konsument möge in seinen Ansprüchen deshalb endlich etwas bescheidener werden. „Mit jedem Drücker auf den Lichtschalter, mit jedem Tritt …

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20.12.2011   19:47

Die Unschuld vom Campe

"Wir haben damals verschiedene Unternehmer, unter anderem Carsten Maschmeyer angesprochen, ob sie sich an der Vermarktung des Buchs beteiligen würden. Das ist in der Verlagsbranche üblich und ein absolut normaler Vorgang” so spricht Manfred Bissinger, seinerzeit Geschäftsführer Corporate Publishing vom Verlag Hoffmann und Campe über Werbe-Anzeigen, die für ein Interview-Buch mit dem heutigen Bundespräsidenten und damaligen Ministerpräsidenten von diesem Herren bezahlt wurden.

Dazu eine Anmerkung und zwei Fragen. Zuerst die Anmerkung: Es ist absolut unüblich, dass Verlage irgendwelche x-beliebigen Unternehmer fragen, ob sie Anzeigen für irgendein x-beliebiges Buch bezahlen. Daraus ergeben sich zwei Fragen. Die erste lautet:  Warum in aller Welt sollte ein Unternehmen das tun? Und die zweite Frage ergibt sich aus der Funktion von Bissinger: Wieso wird das Interview-Buch eines Ministerpräsidenten von der Abteilung Corporate Publishing betreut? Betrachtet der Verlag Hoffmann und Campe Ministerpräsidenten …

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