Beiträge von David Harnasch
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19.03.2007 16:41
TV-Tip Literatur im Foyer
Die anbetungswürdige Thea Dorn trifft auf Martin Walser, heute 23:20 Uhr auf 3sat. Das kann spannend werden!
“Wer ein Jahr jünger ist, hat keine Ahnung” - Martin Walser zum 80. Geburtstag
Am 24. März wird Martin Walser 80 Jahre alt. Er ist - wie kein anderer Schriftsteller in Deutschland - ein Geschichts- und Geschichtenerspürer. Seine Romane bilden ein Panoptikum deutscher Nachkriegsbefindlichkeit, seine Reden und Essays erahnen seismographisch historische Verschiebungen. Von Anselm Kristlein bis Gottlieb Zürn hat die Walserromanfamilie erlebt, was die Republik beschäftigt hat, aber immer aufs menschliche Maß heruntergebrochen, immer von einer Randlage aus erzählt, nie ganz einverstanden, immer leicht verstimmt.
Walsers Auftritte sind Legende. Die Friedenspreisrede von 1998 hat die kritische Öffentlichkeit gespalten, aber auch schon für die Reden der 80er Jahre, für den damals unmöglichen Wunsch nach einem vereinigten Deutschland, wurde er heftig kritisiert von denen, die sein Engagement gegen den Vietnamkrieg …
14.03.2007 02:42
Liberté toujours - pas en France
Die Reporter ohne Grenzen weisen auf ein - mindestens - schlampiges Gesetz in Frankreich hin:
New prevention of criminality law poses threat to citizen reporting
Das Gesetz, das am 3. März in Kraft tritt, richtet sich gegen “Happy Slapping”, also gewaltsame Angriffe, die (zumeist jugendliche) Täter begehen, um auf sie Video (meist mit dem Händie) zu dokumentieren. Die eigentliche Körperverletzung ist natürlich schon länger strafbar, und zwar unter den Paragraphen 222-1 bis 222-14-1 und 222-23 bis 222-31 des französischen Strafgesetzes. Nach dem neuen Gesetz wird das Verbreiten von Bildern, die Vergehen nach diesen Paragraphen dokumentieren, happig bestraft, wenn die Bilder außerhalb der Berufsausübung professioneller Journalisten zustande kamen.
Paragraph 222-13 müsste - wenn es tatsächlich um “Happy Slapping” ginge - ausgenommen sein von der neuen Regelung. Er bezieht sich auf Gewalt, die von Vertretern des Staats in Ausübung …
13.03.2007 23:57
Angst und (Vor)urteile
Klemens Ludwig schreibt im FAZ-Feuilleton darüber, “Wie Medienforscher zu vorschnellen Urteilen kommen”:
Der Islam in der Presse
Seit Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Darstellung des Islam in den Medien. Mal meldet sich die „Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ (EUMC) in Wien zu Wort, mal Institute an Universitäten, mal islamische Interessenverbände. Auffällig ist, dass alle Studien zu ähnlichen Ergebnissen kommen: Die Medien schürten Angst und Vorurteile gegenüber dem Islam, und sie zementierten das „Feindbild Islam“, heißt es unisono.
„Nur in Ansätzen haben sich Rundfunk, Fernsehen und Presse darum bemüht, ausgewogen zu berichten und einen konstruktiven Dialog mit dem Islam zu bieten“, resümiert die EUMC, eine offizielle Institution der EU. „Ich würde sagen, dass sich seit der Ermordung von Theo van Gogh letztendlich eine Angst, eine Panik in Deutschland und auch in der Berichterstattung Bahn gebrochen hat, die in der Unsachlichkeit …
13.03.2007 18:49
Globale Erwärmung überschätzt
Zwei Frauen reisten an den Nordpol um die Klimakatastrophe zu dokumentieren - und mussten die Expedition abbrechen. Wegen echt fieser Kälte.
Frostbite Ends Bancroft-Arnesen Trek
By PATRICK CONDON
MINNEAPOLIS—A North Pole expedition meant to bring attention to global warming was called off after one of the explorers got frostbite. The explorers, Ann Bancroft and Liv Arnesen, on Saturday called off what was intended to be a 530-mile trek across the Arctic Ocean after Arnesen suffered frostbite in three of her toes, and extreme cold temperatures drained the batteries in some of their electronic equipment.
“Ann said losing toes and going forward at all costs was never part of the journey,” said Ann Atwood, who helped organize the expedition.
On Monday, the pair was at Canada’s Ward Hunt Island, awaiting a plane to take them to Resolute, Canada, where they were to …
09.03.2007 20:25
Greser & Lenz
09.03.2007 14:28
Die Angst der Woche (regulär): Telephonphobie
(Nicht zu verwechseln mit der Mobilfunkphobie, die gesondert getestet werden wird)
Zielgruppe: Alle, die ungern telefonieren. Laut SPIEGEL online besonders Helen Mirren: „Die ‚Queen’-Darstellerin sagte, sie habe eine panische Abneigung vor dem Telefonieren, berichtet ‚The Sun’. ‚Ich rufe nie, nie zurück. Ich habe große Angst vor dem Telefon. Wenn irgendmöglich, nehme ich auch den Hörer überhaupt nicht ab’, so die 61-Jährige.“
Sozialprestige:
In den USA gilt eine schlechte „reachability“ mindestens als Ausweis fehlender Manieren, wenn nicht als komplett asozial. Im ebenso standesbewussten wie traditionell fortschrittsfeindlichen europäischen Bildungsbürgertum kokettiert man hingegen mit der Unfähigkeit, selbst einfachste technische Geräte zu bedienen. Das soll als distinguiert fehlverstanden werden.
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Wahnwitzfaktor:
Kein Mensch käme auf die Idee, aus grundsätzlicher Technikfeindlichkeit seine Wäsche von Hand im Fluss zu waschen oder über offenem Feuer zu kochen. Selbst die finstersten Ökoapokalyptiker wissen um …
08.03.2007 12:31
Trailer “The Great Global Warming Swindle”
Haaaaaaaaaallo, TV-Programmverantwortliche! Kauft bitte diese Doku, die heute auf Channel 4 ausgestrahlt wird, und zeigt sie hier!
Und hier, Passend zum Thema eine Serie der National Post aus Kanada Climate change: The Deniers
(via S&W)

