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19.02.2013   10:04

Frank hat’s von Lothar

Der Chef der kommunistischen Plattform in der FAZ hat ein Buch geschrieben über den totalitären Kapitalismus. Bevor man vorschnell urteilt und ihn als Schmalhirndeppen verunglimpft, sollte man bedenken, dass es ja gerade der Kapitalismus ist, der uns dieses Buch eingebrockt hat.

Nachtrag.
Dass der Mensch total vereinnahmt im Geflecht der kapitalismuskonform ausgerichteten Medien werde, wo haben wir das schon mal gelesen?
Gar nicht.
Es wurde aber doch schon mal geschrieben, nämlich von Lothar Bisky. Dazu schreibt das Fachblatt neues deutschland: „Die 1980 und 1984 in der Reihe »nl konkret« erschienenen Bücher »Geheime Verführer« und »The show must go on« über kapitalistische Medienkultur enthalten in ihren jeweiligen Schlusskapiteln Prognosen zu deren Fortentwicklung. Die Veröffentlichung von 1980 urteilt zum Beispiel,

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13.01.2013   15:44

Antiasiatismus oder Chinakritik?

Wer für die chinesische Führung und Chinas Staatssystem nichts übrig hätte und die Besetzung Tibets ablehnte, würde sich nicht sofort dem Verdacht ausgesetzt sehen, alte Ressentiments gegen Chinesen im Kostüm der Kommunismuskritik aufzubereiten, er müsste nicht einmal darlegen, gelegentlich asiatisch zu speisen oder „China Girl“ zu hören.

Warum gilt dann Gleiches nicht für die Kritiker des Staates Israel? Liegt es an der Weltlobby der Juden, dass sie jeden gleich des Antisemitismus generalverdächtigen und generalverurteilen?

Es liegt an etwas noch viel Schlimmerem, das so ungeheuerlich ist, dass es das bundesdeutsche Feuilleton nicht erfassen kann, nämlich der Realität.

Durch Chinakritik wird nicht das Land China aufs Spiel gesetzt, wird nicht den dortigen und auswärtigen Chinesen der sie schützende Staat der

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22.12.2012   17:34

Zerschlagungsfantasien

Die besten Satiren schreibt nicht das Leben, auch nicht Harald Martenstein oder Monty Python, sondern Jakob „Augstein“. Er weiß es bloß nicht und ahnt es nicht einmal. Aber er leistet das, was eine Satire bringen müsste, wenn man es von ihr noch erwarten würde, die Entlarvung einer Denkhaltung.
Wieder mal der Wahnsinn:
„Im Zweifel links: Zerschlagen!
Kanzlerin Merkel hat im Kampf gegen die Finanzindustrie versagt. Das ist die große Chance für ihren Herausforderer Steinbrück: Er muss endlich die Deutsche Bank zerschlagen.“
Kampf gegen Finanzindustrie.
Er muss.
Endlich.
Zerschlagen.
Knapper und präziser kann man die als links firmierende Gedankenwelt, genauer: Denke, nicht demontieren. Das Übel ist das Große, das, ja, Väterliche. Die Bank muss nicht etwa aufgeteilt werden, wie es auch Sarrazin empfiehlt, sondern

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09.11.2012   09:51

Bernd Zellers neuer Blog: Tagesschauder

Bernd Zeller posaunt seine kruden Ansichten zu aktuell-politischen Themen unter Missachtung journalistischer Standards nicht hinaus, sondern hinein, und zwar ins Internet im blog
http://www.tagesschauder.blogger.de/

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09.02.2012   09:33

Der unverstandene Gebrauchte

Christian Wulff war als Bundespräsident von Anfang an unverstanden. Nach seiner Hochstufung wollte der Politikveteran zuerst Überparteilichkeit demonstrieren und forderte den Rücktritt eines CDU-Oberbürgermeisters. Dann wollte er Achtung im Ausland abhaken und Sarrazin wegdistanzieren, und zu sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört, damit wollte er Signal und Zeichen setzen, weil er dachte, die Probleme lägen so, wie sie ihm dargestellt werden. Nichts davon wurde goutiert, bis auf das mit dem Islam, weil es sich auf die Ebene bezog, die Politiker verstehen, und nicht auf die Personen. Christentum und Türkei, gut gemeint war das allemal.
Sein Problem aber war, dass er als Bundespräsident immer noch der normale Politiker war, weil er für nichts weiter steht als für Politik. Als Verfassungsrichter stand Roman Herzog für das

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30.01.2012   22:33

Zwei Methoden der Erkenntnis

Auf zeit.de sind zwei Artikel zum Thema Linkspolitikerverfassungsschutzbeobachtung zu lesen, wobei die zwei konträren Positionen eingenommen und vertreten werden. Man kann an diesen beiden Texten exemplarisch beobachten, wie in reiner Form zwei verschiedene Arten der Meinungsbildung durchgeführt werden.

Der eine Beitrag vollzieht eine Schlussfolgerung aus den vorgebrachten Tatsachen. Dabei sind die Tatsachen als veränderbar und deutbar dargestellt, und es wird gezeigt, wie und warum so geschlussfolgert wird.

Diese Methode ist klassisch wissenschaftlich. Man geht davon aus und ist sich im Klaren, dass man einen Kenntnisstand hat, welcher nicht unumstößlich ist, sondern von den Tatsachen abhängig, sie sich ändern können, ebenso kann die Art des Schlussfolgerns sich wandeln.

Der andere Text geht vom gewünschten Ergebnis aus und

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29.01.2012   18:41

Land der Gedenker

So wird das nichts mit dem Gedenken.

Der Bundestag habe der Opfer der NS-Diktatur gedacht, wird gemeldet. Wirklich, hat das jemand nachgeprüft, oder hat man sich mit der Pressemitteilung begnügt?

Garantieren kann man allein für Marcel Reich-Ranicki. Von den anderen Anwesenden wissen wir es nicht, auch wenn wir mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen können, dass kaum jemand von seiner Rede nicht erfasst worden wäre. Ist das schon Gedenken? Und wenn ja, haben die Volksvertreter wirksam für das ganze Volk gedacht? So ist es wohl gemeint, und weil es gut gemeint ist, belässt man es dabei.

Der Deutschlandfunk hat sich unter Berliner Jugendlichen, genauer gesagt Studenten, umgehört. Ach ja, Auschwitz, ja, aber Deutschland hat schon genug geleistet und irgendwann muss doch Schluss sein. Zum Glück kriegt man dazugesagt, dass es ein

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28.01.2012   11:03

Überraschung in der ZEIT

Schön, dass zeit.de den ZEIT-Lesern auch mal das schreibt:

http://www.zeit.de/2012/05/Beobachtung-Linkspartei-Pro

Warum die Linkspartei zu Recht überwacht wird.
Hier folgen keine Zitate, weil der Text bitte ganz gelesen werden möge.
Moment, werden viele fragen, ist das noch DIE ZEIT, wie wir sie kennen, kommt da nicht noch ein sich als Relativierung gerierendes Zeugnis von Naivität und Verleugnung des gerade Gesagten?
Klar, logisch, das war das Pro, am Ende kommt die Pointe: „Lesen Sie am Donnerstag ein Contra zu Jochen Bittners Kommentar von Mariam Lau: Volksvertreter werden stigmatisiert, der Nutzen der Überwachung bleibt hingegen rätselhaft.“

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