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29.11.2008   18:30

Ist Seeräuberei reformierbar?

Das Problem der jungen zornigen Seeleute kann nicht durch Überreaktionen gelöst werden. Piraten, wie sie mitunter genannt werden, gab es auch bei uns. Es besteht daher kein Grund, den erhobenen Zeigefinger auf sie zu richten. Stattdessen sollten wir unser Bild, dass wir von den Piraten haben, einer Kontrolle unterziehen.
Bei uns herrscht das Klischee vom einäugigen Finsterling mit Papagei und Hakenhand, dessen Leute mit Säbeln im Mund die Enterhaken schwingen. Eine solche überhebliche und einseitige Sicht auf die Piratenkultur muss natürlich Unmut erzeugen.

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27.11.2008   01:48

Tipp: Lehrbuch Komik und Satire

Ich gestatte mir, nicht nur auf mein Lehrbuch Komik und Satire für Journalisten und Autoren hinzuweisen, erschienen im Autorenhaus-Verlag, www.autorenhaus-verlag.de, sondern es auch zu empfehlen, sofern man kein „Fetzen leicht gemacht“ erwartet. 

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26.11.2008   01:29

Undank

Im Dossier der „Zeit“ beklagt Charlotte Wiedemann zum 30. Jahrestag der Revolution im Iran, dass sich die heutigen Iraner gar nicht mehr über den Sturz des Schahs freuen können und nur noch undankbar sind.
Freuen können wenigstens wir uns, denn wir vergessen nicht, dass bei uns die Proteste gegen den Schahbesuch brutal niedergeknüppelt wurden. Khomeini ist schon deshalb unser Freund. Wir sollten den Iranern behilflich sein, die großen Zusammenhänge zu verstehen. Iranische „Zeit“-Leser dürften zudem überrascht sein, wieviel Idealismus und ungestümer Aufbruchsgeist damals die Revolution trug, welche reine Gesinnung bestand und vor allem: Schönheit. Ähnlich undankbar waren wohl nur die Russen dreißig Jahre nach dem Sturz des Zaren.
Nachdem uns die Oktoberrevolution abhanden gekommen ist, richten wir unsere Augen aus dem dekadenten Westen auf den letzten utopischen Gegenentwurf, der uns geblieben ist. Wie dekadent der Westen ist, dafür liefert der Artikel von Charlotte Wiedemann einen Beleg; …

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25.11.2008   12:13

Beachtliche Verwendung der TV-Gebühr

Beispiele für gelungene Leistungen, die man über die GEZ finanziert, gibt es, wenn man nur hinschaut. Eines war letztes Wochenende zu erleben auf einem Dritten Programm, das die Nacht zum Sonntag damit füllte, die Siebziger zu wiederholen. Das kostet erst einmal nichts, denn alles wurde bereits von den damaligen Gebührenzahlern bezahlt. Man kann ja schon froh sein, wenn nichts verschwendet wird, wie einige Stunden vorher auf dem Ersten für Hansi Hintersser. Doch, der kam, in „Verstehen Sie Spaß?“
Aber nicht, dass wir nun von der damals ausgeübten Nachhaltigkeit profitieren, bot Anlass zur Begeisterung. Ein Musikstück von einem skurrilen Pärchen wurde abgespult, Waldschrat und Ökofee sangen Aloha-aloha, darüber erschien Postfachnummer, 2 Hamburg 165, doch dann: 

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