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Beiträge von  

  06.10.2010   00:24   Leserkommentare (im Wartemodus)

Gelungene Integration damals

Eine Kolumbianerin klagte mir neulich ihr Leid: Ihr Sohn hätte solche Probleme in der Schule. Nicht nur mit dem Lernen, das sowieso. Nein, auch mit den Mitschülern. Und bevor ich irgendwelche voreiligen Schlüsse ziehen konnte, seufzte sie: Das hätte sie seinerzeit in Kolumbien auch nicht für möglich gehalten, dass ihre Familie in Deutschland nicht von Deutschen, sondern von Türken und Arabern diskriminiert werden würde …

Da musste ich sofort an meine eigenen Schuljahre zurückdenken und feststellen: Das waren herrliche Zeiten.

Wir schreiben das Jahr 1972. In meiner Grundschulklasse gibt es zwei Kinder aus Jugoslawien: Ratko und Mirko. In der Klasse meiner besten Freundin Nicole gibt es ebenfalls zwei ausländische Schüler: Carmen aus Spanien und Inci aus der Türkei.

Ob Ratko, Mirko, Carmen oder Inci muslimisch, jüdisch,...

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Kategorie(n): Inland 

  24.09.2010   12:17   Leserkommentare (im Wartemodus)

Es gibt auch nette Juden

Das Bild, das der deutsche Fernsehzuschauer von den Juden vermittelt bekommt, ist viel zu negativ: Fanatische jüdische Siedler, die über die Leichen unschuldiger palästinensischer Kinder gehen, weil sie einfach gar nichts aus der eigenen Geschichte gelernt haben. Und das, wo Oma und Opa seinerzeit wirklich viel Zeit und Geld in eine polnische Erziehungsanstalt gesteckt haben, deren Name mir momentan entfallen ist.

Das muss sich ändern, entschied die 3sat-Redaktion und schickte am Sonntag den Thementag „Alles koscher“ ins deutsche Puschenkino. Vierundzwanzig Stunden fiedelte und jiddelte und klezmerte es ohne Pause. Ich habe vom Gesamtprogramm nur Auszüge aus knapp fünf Stunden mitbekommen – daher mögen meine Eindrücke unvollständig sein. Aber eines ist sicher:

Als der Thementag gegen sechs Uhr morgens zu Ende ging,...

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Kategorie(n): Kultur 

  14.07.2010   10:50   Leserkommentare (im Wartemodus)

Nichts gegen Fußball, aber…

Die Fußball-WM ist vorüber. Endlich können wir uns alle wieder hinsetzen und zur Tagesordnung übergehen. Früher waren mir Sportereignisse wie diese völlig gleichgültig.

Das hat sich mit der WM von 2006 grundlegend geändert. Was dem einen sein Sommermärchen, ist dem anderen sein Sommernachtsalbtraum.

Dabei habe ich überhaupt nichts gegen Fußball. Auch nichts gegen Fußballfans. Das einzige, was mir auf den Wecker fällt, sind die kuriosen Selbstüberhöhungen, die sie betreiben.

Das weiß ich aus meiner kurzen Zeit als St.Pauli-Fan. Damals haben meine Kommilitonen glaubhaft versichert, der St.Pauli-Fan unterscheide sich meilenweit von jedem anderen Fußballfan. Nach ihrer Schilderung war er eine Mischung aus Mutter Teresa und Nelson Mandela, Drogenbeauftragtem und Intellektuellem. Das wollte ich natürlich erleben.

Bei...

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Kategorie(n): Inland  Bunte Welt 

  07.07.2010   10:35   Leserkommentare (im Wartemodus)

Trotz Minirock fahren die Busse pünktlich

Zum belgischen Burkaverbot liest man dieser Tage allerorten butterweiche einerseits/andererseits Stellungnahmen, die im Wesentlichen eines gemeinsam haben: Ein klares Jein zur Schleierfrage. Man sollte endlich den Mut aufbringen, der Verschleierung von Frauen ein Nein! entgegenzusetzen, so wie man es in Belgien bereits getan hat. Darüber hinaus sollte einheitlich in Europa auch ein Kopftuchverbot an Behörden, Schulen und Universitäten durchgesetzt werden. Und das pseudo-intellektuelle Geseire von der modernen muslimischen Frau als Avantgarde-Feministin unterm Kopftuch sollte man mal als das entlarven, was es ist, nämlich gequirlte Schifferscheiße auf Toast.
Vergessen wir nicht, welche Ideologie letztendlich hinter der Verschleierung weiblicher Körper steckt: Die Dämonisierung der Sexualität.“Ich ficke, wen ich will!” Das...

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Kategorie(n): Kultur 

  02.06.2010   15:20   Leserkommentare (im Wartemodus)

Hyperventilierende Internetforen

Nach jedem israelischen Verteidigungsschlag dauert es in der Regel nur Minuten, bis sich die deutschen Volksgenossen, die Reihen fest geschlossen, mit Schaum vor dem Mund durch die Internetforen hyperventilieren. Man sollte diesen ganzen Dreck natürlich gar nicht erst lesen. Aber gelegentlich wird man doch durch solche Kleinode belohnt (Spiegel Online; Rechtschreibung und Interpunktion im Original):

“Wenn der Angriff in internationalen gewässern stattfand ist es klare Piraterie. leider wird die Bundesrtegierung wieder mal nichts tun. Dabei wäre es so einfach: Eine Fregatte der Bundesmarine die bei Unifil ist hätte da in angemessener Entfernung bleiben können und bei dem Akt der Piraterie einen Warnschuß in Richtung der israelischen Schiffe gefeuert. Dann hätte die sofort abgeborchen. Ich würde an Schwesterwelles Stelle den...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  27.04.2010   23:47   Leserkommentare (im Wartemodus)

Nichts gegen Ärzte, aber…

Sobald man anfängt, über Wehwehchen zu klagen, kontern wohlmeinende Zeitgenossen stets: Geh doch mal zum Arzt!
Nein danke. Nur über meine Leiche. Ich gehe ja mittlerweile zum Arzt,bis der Doktor kommt.
Wozu Survivaltraining oder Bungeejumping? Den ultimativen Kick der Grenzerfahrung kann man sich auch schnell und kostengünstig in der nächsten Arztpraxis holen!
Erinnern wir uns doch mal an unsere Schulzeit:
Die meist gehassten Mitschüler waren stets die in den grellbunt geringelten Rollkragenpullis (100% Polyacryl, DM 12,99 bei C&A), die
immer nur Einsen schrieben und noch im fünften Semester im Audimax schamlos die doppelstöckige Federtasche aus der Mappe holten, die sie einst mit ihren Patschhändchen aus den Tiefen ihrer Schultüte geangelt hatten. Die aus gutem Grund nie ein Mädchen abbekamen.
Richtig geraten: Die...

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Kategorie(n): Wissen 

  13.04.2010   22:36   Leserkommentare (im Wartemodus)

Mein erster Waschbär

New York ist bekanntlich riesig, voll, hektisch, laut und dazu noch wahnsinnig hoch. Trotzdem sind die New Yorker irgendwie wesentlich relaxter als die Hamburger. Würde es auf dem Hamburger Hauptbahnhof jemals ein solches Gedränge geben wie auf der Penn Station zur Rush Hour, gäbe es bestimmt Tote.
Jetzt im Frühling ist jedes freie Fleckchen New Yorker Erde mit Millionen von Narzissen, Tulpen und Hyazinthen bepflanzt—so prächtig und aufwendig, dass man sich, wenn man an die vernachlässigten hanseatischen Grünanlagen denkt, fühlt, als käme man aus der dritten Welt. To mind one’s own business ist in den USA keine leere Phrase; das aufdringliche Angeglotze wildfremder Menschen gibt es hier nicht. Aber dafür zeigt der New Yorker sofort freundlicheres Interesse, sobald in seinem Umfeld irgendetwas Lustiges, Interessantes oder...

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Kategorie(n): Ausland  Bunte Welt 

  23.02.2010   15:53   Leserkommentare (im Wartemodus)

Post vom FC St. Pauli

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

als Partneragentur des FC St. Pauli koordinieren wir das Vereinsfest
zum 100jährigen Bestehen.
Dieses findet im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am 23.05.2010
auf dem Heiligen-Geist Feld statt—erwartet werden mehr als 8.000
Besucher.
Wir möchten einigen Künstlern aus dem Bereich Kleinkunst eine
Auftrittsmöglichkeit auf dem Fest anbieten.
Vor Ort kann Werbung verteilt werden und für das leibliche Wohl ist
gesorgt - eine Gage kann leider nicht gezahlt werden, da die
Veranstaltung auf Ehrenamtlichkeit beruht.
Wenn Sie sich unter diesen Voraussetzungen für einen Auftritt
interessieren und das Fest als Präsentationsplattform nutzen möchten,
setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.


Sehr geehrte Frau Schneider,

Danke für das tolle Angebot. Ich darf vor 8000 besoffenen Fußballfans...

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Kategorie(n): Bunte Welt