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Beiträge von  

  05.02.2016   13:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Frau Antje stößt Bescheid: Die sieben größten Fitness-Irrtümer

Ich habe mich fünfundzwanzig Jahre allein durch Tanzen ernährt, davon fast siebzehn Jahre im eigenen Studio. Seither weiß ich, dass es sehr, sehr schwer ist, sich zu einem regelmäßigen Bewegungsprogramm zu motivieren, dass es kaum eine Frau gibt, die nicht essgestört ist, und dass im Grunde keine einzige Frau existiert, die mit ihrer Figur zufrieden ist. Aus meinem reichen Erfahrungsschatz heraus räume ich auf mit den beliebtesten Irrtümern über Fitness:
 
Irrtum Nr. 1: Zusammen mit Freundinnen werden Sie es auf jeden Fall schaffen
 
So, wie Frauen immer gern gemeinschaftlich pinkeln gehen, gehen sie auch am liebsten zusammen zum Sport. Am Anfang, schätzungsweise die ersten drei Male, ist die Motivation groß, der Spaß riesig und der Stolz himmelhoch. Und dann passiert es: Ich kann heute Abend leider nicht zum Kurs...

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Kategorie(n): Sport  Wissen 

  27.01.2016   19:00   Leserkommentare (17)

Als essgestörte fünfjährige Neurotiker noch nicht erfunden waren

In den achtziger Jahren, als ich meine erste eigene Wohnung bezog, schenkte mir meine Großmutter zum Einstand ein großformatiges Kochbuch. Über 500 Seiten Rezepte und Kochanleitungen aus dem Magazin „essen und trinken“ von Gruner + Jahr. Bis heute ist dieses Kochbuch die wichtigste Unterstützung meiner kulinarischen Kompetenzen. Als die Schlemmerbibel vor zwei Jahren durch den ständigen Gebrauch auseinanderzufleddern begann, trug ich sie liebevoll um die Ecke zur Buchbinderin, um sie wieder in Form bringen zulassen.

Ach das! rief die Buchbinderin. Das habe ich auch zuhause. Ich komme ohne das Ding gar nicht aus. Wenn ich mein Standardwerk also nicht gerade für die Zubereitung von Putenbraten mit Preiselbeerfüllung oder Kartoffel-Steinpilz-Gratin benötige, berausche ich mich zwischendurch gern mal an den...

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Kategorie(n): Kultur  Auslese 

  12.01.2016   20:00   Leserkommentare (16)

“Der arme Kleine, süß, irgendwie…Ja, so blöd war ich damals wirklich”

Ein gelber Zettel, auf dem einer der Täter der Silvesternacht von Köln die wichtigsten verbalen Kommunikationsstützen für seine Vorstellung von einem gelungenen Jahreswechsel notiert hatte, wurde von der Polizei sichergestellt. Was stand drauf? Im Wesentlichen zwei Sätze: „Ich will ficken“ und „Ich töte dich“. Auf Deutsch, mit der arabischen Übersetzung daneben. Können wir annehmen, dass hier ein hoch motivierter Idealflüchtling sich wissbegierig seine ersten Deutschkenntnisse aneignen wollte, womöglich ein Akademiker? Denn außer Deutsch und Arabisch verfügte er sogar noch über rudimentäre Englischkenntnisse, denn der Satz „Ich will ficken“ wurde auch als „Ich will fucken“ notiert. Ein Analphabet war er jedenfalls nicht.

Dieser Polizeifund ist kostbar, denn er ist in seiner Ehrlichkeit der Schlüssel zur...

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Kategorie(n): Ausland  Inland  Politik  Auslese 

  07.01.2016   11:00   Leserkommentare (8)

Köln: Ich hasse es einfach, immer Recht zu behalten.

Jedem Menschen, der schon mal Opfer sexueller Gewalt geworden ist, dürfte in den letzten Tagen beim Lesen der Nachrichten und Kommentare über die gewalttätigen Massenübergriffe auf Frauen in Hamburg, Stuttgart und Köln in der Silvesternacht schlecht geworden sein vor Ab-scheu. Jeder, der oder die so was schon mal durchgemacht hat – auch ich gehöre leider dazu – weiß wie erniedrigend und verletzend eine solche Erfahrung ist, wie lange man braucht, um sich nach einer solchen Traumatisierung wieder halbwegs angstfrei in der Öffentlichkeit bewegen zu können. Wenn ich den böswilligen Zynismus eines Martin Niewendick besäße, würde ich mich dazu aufschwingen, zu behaupten: In den bundesdeutschen Redaktionsräumen hat man nach Silvester gleich noch mal mitgefummelt. Zum Glück besitze ich diesen Zynismus nicht.

Selten mussten...

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Kategorie(n): Inland  Politik  Auslese 

  10.12.2015   12:00   Leserkommentare (5)

Der Bauchtanz als Metapher

Im Jahr 1984 war ein zweitklassiger B-Pictures-Schauspieler amerikanischer Präsident, Birne war Bundeskanzler und Michael Jackson gewann sage und schreibe acht Grammys. Ich nahm mein Soziologiestudium auf, trug maßgeschneiderte schwarze Lederjeans, pink lackierte Lippen und wahnsinnig zottelige Frisuren und hatte, wenn man meinen Kommilitoninnen Gauben schenken sollte, echte Probleme mit meiner Definition von Weiblichkeit. Sich einerseits als Feministin zu bezeichnen und andererseits aufzubrezeln, damit einem die Kommilitonen hinterher geierten, das galt als nicht aufzulösender Widerspruch. Dicke Haarbüschel unter den Armen, Birkenstocksandalen, selbstgestrickte Labberpullover und Pickel statt Make-up waren damals ein politisches Statement. Allerdings nicht meines. Ich beschloss, noch eins drauf zu setzen und begann, orientalischen...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  21.11.2015   06:30   Leserkommentare (7)

Die Deutsche Debattenkultur oder: Grünkohl mit Kassler

Seit Monaten schon drängt sich in weiten Teilen Europas der Verdacht auf, dass die Deutschen von durchgeknallten Bauchgefühlpolitikern regiert werden könnten. Wer am Abend des 17.11.2015 die nach dem abgesagten Fußballspiel in Hannover ausgestrahlte Pressekonferenz verfolgt hat, dürfte nunmehr volle Gewissheit haben. Das Gebaren des Innenministers Thomas de Maizière wirkte so peinlich unsouverän, dass man sich lebhaft an Hape Kerkeling als Provinzpolitiker erinnert fühlen musste: „Als stellvertretender Bürgermeister von Oyten möchte ich Sie alle zurufen: Jawoll, das war wieder mal ein gelungenen Abend.“ Ein ratloser und desorientierter Politiker versuchte die Bevölkerung mit der Versicherung zu beruhigen, er halte bewusst Informationen zurück, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen.

Wer im Gegensatz zur Führungsriege...

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Kategorie(n): Inland  Politik  Auslese 

  28.10.2015   06:30   Leserkommentare (10)

Es macht keinen Spaß, Kassandra zu sein

Kassandra hieß die Tochter des trojanischen Königs Priamos. Ihr wurde das tragische Schicksal zuteil, stets Unheil vorherzusehen. Das wäre eigentlich eine große Gnade gewesen, nur hatte die Sache einen beträchtlichen Haken: Niemand schenkte ihren Weissagungen Glauben. Kein leichtes Schicksal für die Frau. Ich kann das nachvollziehen, denn obwohl mir meine Eltern den wenig attraktiven Namen Antje gegeben haben, hätte ich genauso gut Kassandra heißen können.

Als am 11. September 2001 die Türme des World Trade Centers in sich zusammen gestürzt waren und ich viele Mitmenschen damit maßlos brüskierte, dass ich mich nicht über 3000 tote Zivilisten freuen konnte und sofort jeden aus meinem Bekanntenkreis entfernte, der „die Juden“ hinter dem islamfaschistischen Terrorakt vermutete, war ich augenblicklich überzeugt davon,...

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Kategorie(n): Inland  Politik 

  10.09.2015   16:58   Leserkommentare (26)

Deutschland im Glückstaumel: Wir können Asyl, wie sonst keiner.

Seit die europäische Union faktisch keine Außengrenzen mehr hat, sind wir am Wochenende nicht mehr beim Auswärtsspiel oder beim Grillen, sondern stehen mit weit offenen Armen auf unseren Bahnhöfen und genießen das Drama buchstäblich in vollen Zügen. Die ultimative Stunde der Gutmenschen hat geschlagen. Die selbstlosen Bürger spenden, so ist von freiwilligen Helfern aus dem Auffanglager in den Hamburger Messehallen zu hören, so nützliche Dinge wie Hundehalsbänder, alte Kapitänsmützen, Judoanzüge in XXL und, das ist besonders bewegend, völlig verschmutzte Herrenunterwäsche. Wohlmeinende Pfarrer bitten die Bevölkerung um Zigarettenspenden, andere schlagen vor, die Flüchtlinge am besten gleich mit Prostituierten zu versorgen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann träumt bereits von der Besiedelung der...

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Kategorie(n): Ausland  Inland