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Beiträge von  

04.05.2009   08:31

Birke oder Bauhaus?

Mal was Anderes als die Frage, wer der politisch korrekteste Antiislamofaschist im ganzen Land ist. 

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30.04.2009   10:26

Gestern abend im Wedding

Gestern abend habe ich einen schönen Abend im Wedding verlebt. Es ging um das “Sprint"-Projekt, das in diesem “Problembezirk” (das ist für Sozialpolitiker das, was ein Problembär für einen Ministerpräsidenten darstellt: man möchte das Ding am liebsten weghaben) großartige Arbeit leistet. Die Idee von “Sprint” ist, kurz gesagt, dass angehende Lehrerstudenten als Nachhilfelehrer ausgebildet und an den Schulen des Bezirks eingesetzt werden, vor allem im Fach “DAZ” (Deutsch als Zweitsprache). Die “Problemschüler” (s.o.) haben etwas davon; die “Problemschulen” (s.o.) haben etwas davon, und die Studenten haben etwas davon, da ihre Unis (die natürlich keine “Problemunis” sind) ihnen nichts von Problembezirken, Problemschulen und Problemschülern erzählen, dafür umso mehr über Gender Mainstreaming usw. “Sprint” stellte seine Arbeit in einem Film vor, zu dem ich ale Ehemann einer der Hauptdarstellerinnen eingeladen war, meiner Frau nämlich, die an ihrer Schule DAZ in einer so genannten “Förderklasse” (sprich Problemschülerklasse) unterrichtet, eine Schülerbibiliothek aufgebaut …

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29.04.2009   09:53

Hannover macht’s möglich

Ich drucke hier eine Mail ab, die mich von Gabie und Frank Lehmberg erreicht. Respekt, ey!

Die Jüdischen Gemeinden in Hannover, die Palästinensische Gemeinde in Hannover, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover sowie die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Hannover gemeinsam im Kampf gegen Rechts!
Wahrscheinlich erstmalig in Deutschland haben sich diese unterschiedlichen Gruppierungen über alle inhaltlichen Differenzen hinweg entschlossen, den Kampf gegen Rechts nicht nur anderen zu überlassen, sondern gemeinsam am 1. Mai 2009 Flagge zu zeigen und ein deutliches Zeichen gegen Rechtsradikalismus, Faschismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.
Hannover ist eine weltoffene und pluralistische Stadt, in der auch Israelis und Palästinenser, Juden und Moslems, zu Hause sind.
Uns eint das Eintreten für eine demokratische Gesellschaft und wir treten gemeinsam auf gegen die aus dem Neonazismus wachsenden Gefahren.
Daher:
Israelis und Juden, Palästinenser und Moslems und die Freunde dieser hannoverschen Bürger, rufen …

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28.04.2009   18:39

Homeschooling

Was soll ich sagen, Hannes: ich bin dafür. Die öffentliche Schule war ja auch zunächst nicht gedacht für alle, sondern eben nur für die Kinder des Bürgertums (z.B. für den Sohn des Handschuhmachers Shakespeare aus Stratford), deren Eltern nicht das Geld hatten, einen individuellen Lehrer anzustellen. Freilich bringt Homeschooling seine eigenen Probleme mit sich, z.B. die sogenannte “Hauslehrerkrankheit”, worunter das 18. Jahrhundert das Phänomen verstand, dass sich die Dame des Hauses regelmäßig in den Hauslehrer verliebte, der dann mit Schimpf und Schande davongejagt wurde. Andererseits brachte das wiederum große Werke der Weltliteratur hervor, z.B. Hölderlins “Hyperion”.
Man kann sich eben auf niemanden verlassen. Als meine Großeltern, “Trotzjuden” im Kaiserlichen Berlin, meinen Onkel Ludwig in das neu gegründete Goethe-Gymnasium in Lichterfelde schickten, baten sie den Direktor, den Jungen vom Evangelischen Religionsunterricht zu dispensieren. “Nicht nötig, lieber Herr Posener”, rief der Mann aus (wir schreiben das Jahr 1912), “das ist …

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28.04.2009   16:51

Was lernt man so im Ethikunterricht?

Hannes Stein hat die entscheidende Frage gestellt. David Harnasch hat aus der Praxis des Ethikunterichts berichtet. Jeder, der wirklich daran interessiert ist, sie zu beantworten, kann das im Lehrplan nachlesen.
Das hindert aber einen Richard Wagner, der anscheinend weder den Lehrplan gelesen noch am Ethikunterricht teilgenommen hat, nicht daran, einfach daherzuschwadronieren: “Der Ethikunterricht ist nichts anderes als die sanfte Auflage der ehemaligen Atheismusschulung des Ostblocks. Damals ging es um einen Moralkodex für den neuen Menschen. Er sollte an nichts glauben, statt dessen aber der Partei blind vertrauen. Der Ethikunterricht, um den es heute geht, hat die Partei mit der Vernunft ersetzt, und diese anschließend auf die vernünftige Einschätzung reduziert. Der Ethikunterricht schafft so Lebensphilosophie statt Werteorientierung. Er verwaltet den Kodex der Ellbogengesellschaft.”
Nun, abgesehen von der relativistischen Gleichsetzung von Kommunismus und “Ellbogengesellschaft” (Pfui Teufel auch!), fällt auf, dass …

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28.04.2009   13:24

Das Nölen der Verlierer

Berlin hat abgestimmt. Und trozt der Kampagne der “Bild"-Zeitung Pro Reli gab es am Ende weniger als 15 Prozent für einen staatlichen Religionsunterricht mit Zwangscharakter. Das übel gelaunte Genöle derjenigen, die in einer demokratischen Abstimmung unterlegen sind, geht aber weiter.
Matthias Heine spricht in der “Welt” von der “Kulturellen Hegemonie des Atheismus” in der Hauptstadt, als sei es schuld der Atheisten, dass die Kirchen und die anderen Religionsgemeinschaften nicht einmal ihre eigenen eingeschriebenen Mitglieder an die Wahlurnen bringen konnten; er fühlt sich als Teil eines “bürgerlichen Rests”, mit dem “die Macht” jetzt so umspringen könne, wie sie wolle, und empfiehlt aus dieser von den 68ern abgeguckten Gesellschaftsanalyse ("Wir sind eine kleine, radikale MINDERheit! Be-Be-Benedikt!") seinen Mit-Bürgerlichen eine ebenfalls den 68ern abgeguckte “Alltagsguerillamentalität”: “Ich jedenfalls freue mich schon darauf, den Ethik-Lehrern meiner kleinen Tochter später das Leben zur Hölle zu machen”. Als Vater einer erwachsenen Tochter sage ich jetzt …

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25.04.2009   17:39

Ein Dialog über den Religionsunterricht

A. Dieser blöde Quizmaster wirbt für ProReli. Was soll das?
B. Meinst du Jauch?
A. Nomen est omen. Der wohnt nicht einmal in Berlin, sondern in Potsdam. Wieso mischt er sich hier ein?
B. Na, weil er seine Kinder nach Steglitz aufs Gymnasium schickt.
A. Ich zahle also für die Ausbildung seiner Kinder, weil er sie nicht zusammen mit Ossis unterrichten lassen will?
B. Was hat das damit zu tun?
A. Womit?
B. Na, mit ProReli.
A. Nichts. Aber wenn er das mit dem Religionsunterricht so toll findet, soll er seinen Kindern die Stelle vorlesen, wo Jesus sagt, „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein reicher Mann in den Himmel.“ Es ist schon komisch, dass in Berlin die sogenannten bürgerlichen Bezirke für den Religionsunterricht sind, wo ja die Kamele wohnen. Nun ja, …

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25.04.2009   09:56

DSDSophobie

Mir schreibt der Leser S.S. (ich kann nichts dafür, seine Eltern haben ihm den Namen gegeben):

“Dass Sie sich DSDS anschauen, ist Ihr gutes Recht. Es ist eine legitime Art, sich auf sehr simple Art unterhalten zu lassen. Damit habe ich auch in keinster Weise ein Problem. Was mich nervt, ist die mediale Überpräsenz dieser Sendung. Und Achgut ist der letzte Ort, wo ich den Namen Annemarie lesen möchte. Arg!
Natürlich wünsche ich Ihnen noch einen unterhaltsamen Samstagabend.
Es grüßt ein regelmäßiger Achgut-Leser.”

Also, ich finde es herrlich, wie manche AchGut-User, die sich weiß ich wieviel auf ihre politische Unkorrektheit einbilden und ach so voller Verachtung für den “Mainstream” sind, sich wie ganz gewöhnliche Spießer aufführen, wenn einmal etwas auf ihrer Stammwebsite erscheint, das nicht in ihr Stammweltbild passt. Haltungen, das beweist auch dieser Einwurf einmal mehr, sind eben haltbarer als Meinungen. …

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